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Seit dem 21.12.2003
Hits

„Der Dicke und das Warzenschwein“

 Filmkritik   DVD-Infos   Filmdaten   Lesermeinungen 

CONTRA: hinter der entstellenden Kalauersynchronisation verbirgt sich ein dröger Western
CONTRA: lediglich durch die Besetzung interessant
PRO: Original-Bildformat
CONTRA: kein O-Ton, kaum Extras

Handlung:
Der wilde Westen mitten im amerikanischen Bürgerkrieg: Der dicke Eli, ehemaliger Soldat, hat furchtbaren Hunger und keine Anstellung. Zu allem Übel wurde auch noch ein Gesetz verhängt, nachdem mit Dieben kurzer Prozess gemacht wird. Natürlich dauert es nicht lange, bis sich auch um seinen Hals eine Schlinge legt. Er hat jedoch das zweifelhafte Vergnügen, zwischen Pest und Cholera − dem Tod durch den Galgen und einem Himmelfahrtskommando − wählen zu dürfen.
Der in Ungnade gefallene Colonel Pembroke kommandierte einst das als uneinnehmbar geltende Fort Holman. Er hatte es kampflos an die Rebellen übergeben und damit seine militärische Karriere verwirkt. Nun will er es mit einem Haufen Galgenvögeln, die er mit einem sagenhaften Goldschatz lockt, zurück erobern.
Filmkritik:
Der Dicke und das Warzenschwein“ − ein symptomatischer Titel. Schon von Anfang an werfen die Charaktere nur so mit One-Linern und vulgären Ausdrücken um sich und unterhalten sich in Umgangssprache. Soweit so gut, das ist es, was die Fans wohl von einem Bud Spencer Film erwarten. Dumm nur, dass das alles hier so gar nicht stimmig ist und auch die Gesichtsausdrücke und die Körpersprache der Figuren überhaupt nicht zur Vortragsart der Dialoge passen.
Das „Warzenschwein“ ist der Major des Forts namens Ward und Eli geht es natürlich darum, die Führung an sich zu reißen, um die Gulaschkanone für sich zu beanspruchen, erzählt uns das Cover der DVD. Seltsam, ich glaube, einen anderen Film gesehen zu haben und zwar einen ziemlich drögen Western mit erstaunlich prominenter Besetzung (u.a. „Kojak“ Telly Savalas und James Coburn) aber ohne Drive und vor allem trotz der mit 79 Minuten recht kurzen Laufzeit mit etlichen Längen. Somit vermute ich also einmal, dass der Film im Original sicherlich ganz anders ausgesehen hat. Vielleicht hat man nach dem Erfolg von Bud Spencer mit Terrence Hill auf einmal seine alten Filme ausgegraben und neu synchronisiert.

Selbst für Fans des dicken mit Herz und Faust wird der Film nicht unbedingt eine Offenbarung sein. Prügeleien gibt es wenige, die Dialoge sind unterste Schublade und da alles überdeckt wie erwähnt nur die Tatsache, dass es sich im Original wahrscheinlich einmal um einen eher ernsthaften Film gehandelt hat, der ohne die spätere Bekanntheit des „Dicken“ sicherlich längst in der Versenkung verschwunden wäre.
Bildqualität:
Der Dicke und das Warzenschwein“ wurde in voller Cinemascope-Breite gedreht und so präsentiert sich der Film auch auf der DVD - und das sogar in 16:9. Für Fans ist alleine dies schon hochinteressant, da der Film wohl selten so zu sehen ist.
Das Ausgangsmaterial weißt eine ganze Menge von Verschmutzungen und Defekten auf. Die Schärfe ist gut, allerdings ist das Bild selbst nicht sehr detailreich und noch immer ist ein leichtes Hintergrundrauschen vorhanden, welches in manchen Einstellungen auch einmal stärker zu Tage tritt. Es herrschen erdige, grau-braune Farben mit geringer Sättigung vor. Bei Kamerabewegungen kommt es zu Unschärfen.
Tonwertung:
Der Ton liegt leider nur in der deutschen Synchronisation in mono vor. Er klingt sehr dumpf, frequenzbeschnitten und übersteuert. Die Sprachverständlichkeit ist schlecht. Dafür ist der Ton weitestgehend rauschfrei. Dem Film schadet das nicht so sehr, aber wenigstens klaren, wenn schon nicht räumlichen Klang hätte man schon erwarten dürfen.
Bonusmaterial:
Bei den Extras gibt es auch nicht viel zu vermelden, aber immerhin hat man einige Trailer zu weiteren Filmen mit Terrence Hill und Bud Spencer zusammengetragen. Erwirbt man mindestens 8 DVDs mit den beiden Darstellern aus dem EMS-Programm, so erhält man gegen Vorlage der beiliegenden Gutscheine eine Bonus-DVD gratis.
Als Extras sind noch Biografien zu Bud Spencer, Telly Savalas und James Coburn vorhanden. Diese Texttafeln sind auch recht umfangreich. Eine Slideshow genannte, vertonte Bildergalerie präsentiert Kinoaushangfotos.
Gesamturteil:
Selbst für Bud Spencer Fans dürfte der Film wohl nur der Vollständigkeit halber interessant sein. Die DVD wurde von EMS, das muss man zumindest anerkennen, sehr engagiert produziert. Andere Veröffentlichungen von solchen C-Movies kommen da oft deutlich trister daher. Die Qualität ist dem Alter entsprechend leider eher mau.
Diese Kritik wurde verfasst von Dirk Schönfuß.


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Ragione per vivere e una per morire, Una (1972)

Regie: Tonino Valerii
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