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265 Kritiken online

Seit dem 21.12.2003
Hits

„Clash of the Titans“

 Filmkritik   DVD-Infos   Filmdaten   Lesermeinungen 

PRO: spannende Geschichte basierend auf griechischer Mythologie
PRO: Harryhausens Stop-Motion-Effektkunst at it’s best
PRO: knappe, aber interessante und gut aufbereitete Extras

Handlung:
Göttervater Zeus konnte es wieder einmal nicht lassen. In fremder Gestalt hat er eine holde Schönheit verführt und ein Kind mit ihr gezeugt. Der Vater ist außer sich. Er bringt es zwar nicht übers Herz, seine eigene Tochter zu töten, doch er übergibt sie dem Meer.
Zeus‘ Rache ist furchtbar. Er beauftragt Poseidon, das Seeungeheuer, den Kraken, freizulassen und die gesamte Stadt zu zerstören. Das Mädchen und ihren Sohn Perseus geleitet er sicher an fremde Gestade, wo dieser zum Manne heranwächst.
Auch Hera, die Frau des Zeus, hat einmal gesündigt. Ihr Sohn Calibos erzürnt nun Zeus, indem er die gesamte Herde fliegender Pferde bis auf eines tötet. Der selbstgerechte Zeus bestraft ihn hart und verwandelt ihn in ein Ungeheuer von rattenähnlicher Gestalt, welches von nun an in den Sümpfen hausen muss.
Da er die schöne Andromeda, Prinzessin der Stadt Joppe, die Hera geweiht ist, nun nicht mehr heiraten kann, beschließt er, dass sie niemand bekommen soll. Jeder kann um sie freien, doch wenn er das ihm von der Prinzessin gestellte Rätsel nicht lösen kann, wird er bei lebendigem Leibe verbrannt.
In diese Ereignisse wird nun Perseus verwickelt, denn Hera hat ihn in ihre Stadt gebracht. Zeus jedoch beauftragt die Götter, ihm göttliche Geschenke zu machen. Er bekommt ein Schwert, einen Helm der unsichtbar macht und einen Schild.
Perseus fängt Pegasus, das letzte fliegende Pferd, stellt sich dem bösen Calibos zum Kampf und kann Andromedas Herz gewinnen. Doch dies ist nicht etwa der Inhalt des ganzen Filmes, sondern gerade erst der Anfang der Geschichte. Andromedas Mutter erzürnt nämlich die Göttin Hera. Nun soll Andromeda in 30 Tagen dem Seeungeheuer geopfert werden.
Für Perseus beginnt eine Odyssee zur Rettung seiner Geliebten, die ihn von den stygischen Schwestern mit ihrem alles sehenden Auge bis auf die Insel des Todes führt, wo die furchtbare Medusa mit ihrem Schlangenhaar und dem versteinernden Blick auf ihn wartet.
Filmkritik:
Kampf der Titanen“, so der deutsche Titel, ist das letzte Werk des Effektkünstlers Ray Harryhausen. Schon seit seiner Jugend faszinierte es ihn, wie im Kino die Fantasie zum Leben erweckt wurde. Filme wie „Metropolis“ und „King Kong“ prägten ihn entscheidend. Nach langen Jahren in denen er für die Effekte zahlreicher Science-Fiction-Filme verantwortlich war, wandte er sich dem von ihm am meisten geliebten Genre zu: dem Fantasyfilm. Zahlreiche Monsterhorrorfilme entstanden, jedoch wurde es Harryhausen nach eigenen Aussagen bald zu langweilig, mit Riesengorillas und Monsterspinnen amerikanische Großstätte zu zerstören.
Sein erfolgreichstes Betätigungsfeld fand er in der Umsetzung griechischer Mythologie. Für Universal entwickelte er eine Technologie namens Dynamation. Die Filme waren in Farbe gedreht und prachtvoll ausgestattet. Er setzte Mehrfachbelichtung und Stop-Motion-Technologie ein, um nie vorher Gesehenes auf die Leinwand zu bringen.
Man kann nur erahnen, welche Geduld und Vorstellungskraft man benötigt, um lange Sequenzen auf diese Weise zu erschaffen. Für jede Sekunde Film müssen 24 Einzelbilder fotografiert werden. Noch heute nutzt u.a. Nick Parker („Wallace & Grommit“, „Chicken Run“) eine ähnliche Technik, um seine beeindruckenden Knetanimationen herzustellen.
Die ersten Filmprojekte mit „Dynamation“-Technologie waren „Sindbads 7. Reise“ und „Jason und die Argonauten“. Sie sind heute Genreklassiker, für die er viele Auszeichnungen erhielt und die bis heute eine reichhaltige Quelle der Inspiration darstellen. Im Filmmuseum Berlin ist ihm seit 2000 ein eigener Raum gewidmet.

Waren die fließend animierten Skelettkrieger in den genannten Filmen noch ein Durchbruch in Sachen Effekten, so stellt „Kampf der Titanen“ für mich sein Meisterwerk dar. Nie werde ich vergessen, wie begeistert ich war, als der Film Anfang der 80er Jahre in die Kinos kam. Die auf der Perseus-Sage basierende Geschichte ist faszinierend, die Effekte bahnbrechend.
Erstaunlicherweise sind diese in fast 20 Jahren deutlich weniger gealtert, als das bei einigen erst ein paar Jahre alten Filmen mit computergenerierten Effekten der Fall ist. Hier erkennt man überall die Kreativität der Macher. Der Tempel der Medusa ist mit Kerzen beleuchtet, die sich auf ihrem Körper spiegeln (eine große Herausforderung für einen Stop-Motion Animateur); der Kampf im Sumpf kombiniert geschickt Animation und Realaufnahmen; die Verwandlung des Calibos wird durch eine Schattenanimation dargestellt; …

Die Besetzung des Filmes ist ebenfalls interessant. Die Götter werden u.a. von Laurence Olivier und Bond-Girl Ursula Andress verkörpert. Laurence Olivier kann als Göttervater mit einer Mischung aus Güte und Selbstgerechtheit überzeugen. Perseus’ väterlicher Freund wird von Burgess Meredith, ebenfalls ein routinierter Mime, gespielt. Er ist vielleicht noch der einzige der Sterblichen im Film, der nicht völlig blass erscheint. Der Film legt mehr Wert auf Story und Effekte als auf die Charactere.
Gerade die Hauptperson Perseus bleibt zu oberflächlich. Harry Hamlin kann, abgesehen vom Äußeren, einfach nicht so recht überzeugen. Vielleicht fehlen hier aber auch einfach einige emotionale Momente, die geholfen hätten, dem Zuschauer die Figur näherzubringen. So passieren oft schlimme Dinge, aber Perseus zeigt keine Gefühlsregung und eilt zum nächsten Abenteuer.

Wer den Film noch aus den 80er Jahren kennt, der wird es wohl ohnehin kaum erwarten können, ihn wieder einmal zu sehen. Auch jeder andere, der sich für die Werke Harryhausens, von den Sindbad-Filmen bis zu „Jason und die Argonauten“, oder griechische Mythologie von Odysseus bis Hercules interessiert, sollte einen Blick riskieren.
Bildqualität:
Das Bild wurde anamorph abgetastet und liegt im Originalformat von 1.85:1 vor. Wie oft bei Warner ist das Bild leicht verrauscht, dafür jedoch knackscharf und detailreich, dies halte ich für deutlich besser als ein entrauschtes aber dafür weichgezeichnetes Bild. Der Schwarzwert ist nicht ganz optimal, auch analoge Bildfehler und Verunreinigungen sind öfters vorhanden, die Farbsättigung ist jedoch natürlich. Alles in allem kann man mit der Qualität bei diesem über 20 Jahre alten Film vollauf zufrieden sein, zumal die digitale Kompression sehr gut gelungen ist.
Tonwertung:
Der Ton liegt auf Englisch in Dolby Surround sowie auf französisch in mono vor und kann sich für einen Film diesen Alters wirklich hören lassen. Die Sprachverständlichkeit ist gut und selbst auf den Effektkanälen wird einiges geboten. Die Score schwebt wunderschön im Raum. Geräusche wurden ebenfalls schön im Raum verteilt, vor allem die Stereofront ist, soweit das mit Dolby Surround möglich ist, wunderbar breit.
Abgesehen von den systembedingten Grenzen des Dolby Surround Verfahrens macht der Ton der DVD durchgehend Spaß.
Bonusmaterial:
Zu Laurence Olivier, Harry Hamlin und Ray Harryhausen sind Biografien abrufbar. Die Featurette „A conversation with Ray Harryhausen“ besteht aus einem Interview mit Ray Harryhausen, welches die wichtigsten Aspekte seiner Arbeit sowie der Produktion beleuchtet und mit seltenen Fotos sowie den passenden Szenen aus dem Film unterlegt ist. Es ist sehr gehaltvoll und interessant.
Neben dem obligatorischen Kinotrailer gibt es auch noch ein interaktives Feature namens „Map of myths and monsters“, welches aus einer Karte besteht, über die man wiederum kurze Featuretten über die Figuren und Ungeheuer aus dem Film abrufen kann.
Alles in allem sind die Extras zwar nicht sehr zahlreich, überzeugen jedoch durch ihren Informationsgehalt.
Gesamturteil:
Clash of the titans“ ist eines der letzten großen Stop-Motion-Effektspektakel. Die auf der griechischen Mythologie basierende Geschichte ist abwechslungsreich und begeistert immer wieder aufs Neue; die mit riesigem Aufwand erstellten Effekte zeugen vom Phantasiereichtum ihres Schöpfers Ray Harryhausen.
Warner hat den Film auf der DVD in guter Qualität abgelegt, der Dolby Surround Ton kann sich wirklich hören lassen und selbst sinnvolle Extras kann die DVD bieten. Ein Geheimtipp für jung und alt!
Diese Kritik wurde verfasst von Dirk Schönfuß.


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Clash of the Titans (1981)

Regie: Desmond Davis
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