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265 Kritiken online

Seit dem 21.12.2003
Hits

„Session 9“

 Filmkritik   DVD-Infos   Filmdaten   Lesermeinungen 

Handlung:
Eine Firma, die sich auf die Sanierung belasteter Objekte spezialisiert hat, bekommt den Auftrag, ein asbestverseuchtes, ehemaliges Irrenhaus zu sanieren. Dafür haben sie nur eine Woche Zeit, wenn sie ihren Bonus nicht verlieren wollen. Das seit 15 Jahren geschlossene Gemäuer birgt jedoch düstere Geheimnisse und Geschichten, dies ist jedoch bei einigen der Arbeiter auch der Fall...
Filmkritik:
Session 9 ist ein erfrischend anderer Film, denn er ist fernab von typischem Unterhaltungskino, welches mit ständigen Setwechseln und Actionszenen das Publikum mangels Story bei Laune zu halten versucht. Der Film hat eigentlich nur eine Location, nämlich das riesige Irrenhaus mit dem Garten drumherum und den endlosen Gängen innendrin.
Die Erzählweise ist ebenfalls sehr langsam. Den roten Faden der Geschichte bilden die Bänder mit den Vernehmungen einer Patientin, der der Arzt in 9 Sitzungen (daher der Name) ihre Geschichte zu entlocken versucht. Es beginnt ein psychologisches Verwirrspiel mit den Einschätzungen der Personen seitens des Zuschauers.
Was auf mich interessant wirkte, weil ich bereit war, mich auf die langsam erzählte Geschichte einzulassen, könnte auf viele dagegen eher langatmig wirken. Ich finde aber, dass dieser Stil aus den 80ern, wo sich eine Geschichte langsam und facettenreich entfaltet, zusammen mit dem gelungenen Setdesign der Schlüssel zu einem wirklich interessanten Film ist.
Anfängliche Morde oder das Verschwinden von Personen deutet der Film zunächst nur an, was das Ganze sehr mysteriös macht, zum Ende schlägt der Film jedoch umso härter zu, um dann mit seinem meiner Meinung nach wirklich gelungenen Ende den Zuschauer zu schocken.
Bildqualität:
Der Film liegt leider in Vollbild vor und wirkt von der Bildqualität her auch eher wie eine Fernsehproduktion, wobei man schon merkt, dass es sich um eine Pan&Scan-Fassung handelt. Verschmutzungen liegen nicht vor, aber man bekommt eben nicht das kräftige und scharfe Bild eines 35-Millimeter-Kinofilms.
Tonwertung:
Der in 5.1 vorliegende Ton wirkt den Großteil des Filmes wie mono, weshalb ich das Ganze zunächst für eine Mogelpackung hielt. Dann tauchen jedoch an manchen Stellen Surroundeffekte auf, die dadurch umso mehr überraschen. Trotz allem ist das Gebotene doch reichlich schwach.
Gesamturteil:
Session 9 ist eine willkommene Abwechslung, die aber wohl eher mit einer guten verlängerten AkteX-Folge als mit einem Kinofilm vergleichbar ist. Trotzdem ist der Film sehenswert, er ist jedoch wohl nichts für die breite Masse. Die DVD ist allerunterstes Niveau.
Diese Kritik wurde verfasst von Dirk Schönfuß.


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Session 9 (2001)

Regie: Brad Anderson
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