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Seit dem 21.12.2003
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„The big one“

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Filmkritik:
Nach dem phänomenalen Erfolg mit seinem Erstlingswerk „Roger and me“ und noch lange vor dem zweiten Oscar-Erfolg mit „Bowling for Columbine“ nutzte Roger Moore die Publicity-Tour zu seinem Buch „Downsize this“ dazu, Bilder von der Lage seiner Nation einzufangen. Dies tut er natürlich auf die ihm eigene, höchst subjektive und polemische, damit jedoch auch überaus unterhaltsame Weise.
Wenngleich somit bei seinen Äußerungen immer etwas Skepsis angebracht ist, so steckt doch meist ein Körnchen Wahrheit darin und es ist einfach überaus sehenswert, wie sich Moore, der sich stets als Mann des Volkes inszeniert, mit dem Chef von Nike über den Fakt spricht, dass der amerikanische Vorzeige-Konzern seine Schuhe nicht in den USA sondern von Kindern in Indonesien herstellen lässt.
Der Regisseur begleitet Menschen, die ihren Arbeitsplatz verlieren sollen, weil das Unternehmen den Sitz nach Mexiko verlegt, obwohl der Standort überaus profitabel war, führt ein konspiratives Treffen mit Angestellten einer Buchhandelskette durch, die eine Gewerkschaft gründen wollen und zwischendurch steht er natürlich immer wieder auch auf der Bühne, wo er zahlreiche Anekdoten zum Besten gibt.
Die titelgebende Geschichte spielt sich in einer Radio-Talkshow ab, wo er vorschlägt, die USA in „The big one“ umzubenennen und Queen's „We will rock you“ zur Nationalhymne zu machen.

Sicherlich, wie erwähnt ist ein wenig gesunde Skepsis bei Moores Werken immer angebracht. Er rüttelt auf, ohne echte Lösungsansätze zu bieten, aber seine Wortmeldungen sind wichtig und teilweise echte Augenöffner. Sie zeigen eine Entwicklung auf, die auch in Deutschland längst auf dem Wege ist - den Teufelskreis aus Personalreduktion und sinkender Nachfrage, den das Paradigma der Gewinnmaximierung der Wirtschaft diktiert hat.
Bildqualität

Tonwertung

Bonusmaterial

DVD-Check:
Die DVD ist wahrlich kein Meisterstück. Die Dokumentation ist aus unterschiedlichem Material zusammengestellt und kommt meist im 1.85:1-Letterbox-, manchmal auch im Vollbildformat daher. Die Qualität schwankt zwischen mittelmäßig und unerträglich schlecht, ähnlich sieht es mit dem Monoton aus. Leider sind trotz entsprechender Anwahlmöglichkeit keine deutschen Untertitel vorhanden und die Extras beschränken sich auf eine Hörprobe aus dem Buch „Stupid white men“ und einige Trailer.
Gesamturteil:
Die DVD erhält das Gesamturteil „genügend bis befriedigend“.
Diese Kritik wurde verfasst von Dirk Schönfuß.


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Big One, The (1997)

Regie: Michael Moore
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