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265 Kritiken online

Seit dem 21.12.2003
Hits

„Samsara“

 Filmkritik   DVD-Infos   Filmdaten   Lesermeinungen 

PRO: wunderschöne Aufnahmen des Hochlandes
PRO: interessante Einblicke in das Leben eines Mönches
CONTRA: oft recht langatmig
CONTRA: durchschnittliche technische Umsetzung und durchschnittliches Bonusmaterial

Handlung:
Der Mönch Tashi hat an einer heiligen Stätte in den Felsen drei Jahre lang in völliger Einsamkeit meditiert. Als er von seinen Glaubensbrüdern zurück ins Leben geholt wird, muss er sich an den Umgang mit den Menschen erst wieder gewöhnen. Von den anderen Mönchen wird er zwar bewundert und erhält eine Würdigung, aber er selbst ist nicht zufrieden, denn die gesuchte Erleuchtung hat er nicht gefunden.
Er entdeckt ein anderes Leben, beginnt sich für Frauen zu interessieren, studiert thantrhische Schriftrollen und spielt mit einem Hund. Als er die schöne Pema kennen lernt, gibt das Klosterleben auf, um sich eine weltliche Existenz aufzubauen. Er heiratet, baut mit seiner Familie Getreide an und bringt frischen Wind in das Tal, als er seine Ernte nicht mehr an den windigen Geschäftemacher verkaufen möchte, der die Bauern seit Jahren betrügt, sondern für ein Vielfaches des Preises in der Stadt.
Eines Tages brennen seine Felder und er muss erkennen, dass auch das weltliche Leben nicht einfach ist. Vor allem aber ergründet er, was es überhaupt bedeutet, sich Wünsche zu erfüllen und auf der anderen Seite Besitz aufzugeben.
Filmkritik:
Samsara“ ist ein zweischneidiges Schwert. Der Film bietet atemberaubend schöne Landschaftsaufnahmen. Gedreht wurde er in Indien in einer Höhe von über 4500 Metern. Adler kreisen über der endlosen Steppe, Wolken ziehen am Himmel, Mönche reiten durch die Felsenlandschaft zu einem Kloster, welches sich mit bunten Malereien aus der Felswand abhebt und die Menschen führen in bunten Kostümen festliche Tänze auf. Kulturelle Textur, aber auch Lebensart ist in diesem Film sehr wichtig. Um die Verwurzelung der Menschen damit zu zeigen, lässt sich der Film sehr viel Zeit und versetzt den Zuschauer mit atmosphärischen Musik gekonnt in die richtige Stimmung für die Reise in diese ferne Welt.
Andererseits wirkt der Film dadurch auch oft sehr langatmig. Es dauert über die Hälfte der Spieldauer, ehe sich die eigentliche Geschichte überhaupt erst abzuzeichnen beginnt. Richtig faszinierend wird es aber spätestens dann, wenn man bemerkt, dass das, was man für die eigentliche Geschichte gehalten hat, doch nicht der Kern des Filmes ist, sondern nur ein wichtiges Puzzlestein im großen Ganzen.
Am Ende hat mir der Film wirklich gut gefallen, weil er dem Zuschauer den Entscheidungsweg eines Mönches und die Bedeutung des Buddhismus nahe bringt und das völlig frei von Klischees und Dogmen. Buddha wird mit den Worten zitiert, es solle niemand aus einem Glauben heraus seine Lehren annehmen, sondern man solle dies nur tun, wenn man sie aus seiner Erfahrung heraus als richtig erkannt hat. Tashi muss erst lernen, was ein Opfer bedeutet. Er muss erst einmal etwas erwerben, um es aufgegeben zu können und sich selbst erkennen, um seinen Weg zur Erleuchtung fortsetzen zu können.

Die tibetanisch-deutsche Koproduktion bietet wunderschöne Aufnahmen, die die Schönheit des Landes und auch die Schönheit des weltlichen Lebens einfangen. Die Liebesszenen sind dabei oft recht explizit, andere Szenen wirken arg stilisiert. Diese Überzeichnung kann jedoch dadurch erklärt werden, dass der junge Mann, der seit seiner Kindheit ein Mönch ist, vieles deutlich intensiver erlebt.
Wer sich für den Buddhismus interessiert oder wer schon in Filmen wie Scorseses „Kundun“ von herrlichen Motiven und der reichhaltigen Kultur Tibets beeindruckt war, der kann hier bedenkenlos zugreifen.
Bildqualität:
Der Film bietet viele wunderschöne Aufnahmen − die erdigen Farben des Hochlandes, der weite Himmel, … aber auch intime Nahaufnahmen. Die DVD bietet ein bis auf einige Einstellungen zumeist sehr rauscharmes Bild ohne Defekte und mit kräftigen Farben. Die Schärfe ist jedoch lediglich als gut zu bezeichnen. Vor allem in manchen Totalen lässt die Detailzeichnung deutlich nach und alles verschwimmt. Hier kommt dann teilweise auch Kantenflimmern vor. Kompressionsartefakte sind kaum wahrzunehmen.
Tonwertung:
Der Ton wird durch tibetanische Gesänge dominiert und klingt sowohl in der deutschen als auch in der tibetanischen Tonspur eher frontlastig, wobei die Score die Surrounds sehr dezent nutzt. Die Abmischung der deutschen Tonspur ist etwas besser gelungen. Rauschen tritt nicht auf und auch die Dialoge sind sauber abgemischt und gut verständlich. Auf eine spektakuläre Raumklangabmischung hat man bei dem sehr ruhigen Film verzichtet, dafür sind sehr dezente Geräusche wie Wind fast ständig vorhanden.
Bonusmaterial:
Die DVD bringt neben dem obligatorischen Kinotrailer noch einige weitere Extras mit. Zunächst existiert ein Hinter-den-Kulissen-Video von ca. 7 Minuten Länge. Das 20-minütige Making-Of besteht ebenfalls aus Material von den Dreharbeiten und enthält zusätzlich einige Interviewschnipsel. Zu guter letzt gibt es noch Trailer zu weiteren Filmen.
Wünschenswert wären einige vertiefende Informationen zum Thema des Filmes, den Lehren Buddhas und den im Film vorkommenden Gleichnissen gewesen. Leider existiert hiervon nichts.
Gesamturteil:
Samsara“ ist ein Film über einen jungen Mönch, der erkennt, dass er auf seinem Weg zur Erleuchtung nicht weiterkommt. Sein Verzicht auf ein weltliches Leben ist kein wirkliches Opfer, da er nie eines geführt hat. Der Film erzählt seine Geschichte sehr ruhig. Er lebt von seinen wunderschönen Bildern und der kulturellen Textur, könnte aber viele Zuschauer durch seine anfängliche Langatmigkeit überfordern. Die DVD bietet eine durchschnittliche technische Umsetzung und Extramaterial, welches sich auf die Produktion, leider jedoch nicht vertiefend auf die Inhalte des Filmes konzentriert.
Diese Kritik wurde verfasst von Dirk Schönfuß.


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Samsara, The (2001)

Regie: Nalin Pan
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