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265 Kritiken online

Seit dem 21.12.2003
Hits

„Der Auslandskorrespondent“

 Filmkritik   DVD-Infos   Filmdaten   Lesermeinungen 

PRO: spannender Thriller um eine politische Verschwörung kurz vor dem Ausbruch des 2. Weltkrieges
PRO: tolle Settings (u.a. Windmühle) und visuelle Gimmicks
CONTRA: keine Extras

Handlung:
Als Mr. Jones ins Büro seines Chefs gerufen wird, denkt der Reporter eigentlich, dass er gefeuert wird, aber der Verlagsleiter hat ganz anderes mit ihm vor und verpasst ihm eine ganz neue Aufgabe, an einem neuen Ort - und unter einem neuen Namen. Als Auslandskorrespondent soll er in Zukunft von England aus über die aktuellen Entwicklungen berichten, denn es ist das Jahr 1939 und England steht kurz vor einem Krieg mit Deutschland.
In England angekommen lernt er auf einer Konferenz den Vorsitzenden der Friedensbewegung Fischer und dessen Tochter kennen. Bereits auf dem Weg dorthin macht er durch einen Zufall die Bekanntschaft des holländischen Politikers van Meer. Dieser will ihn aber bei einer späteren Begegnung gar nicht mehr kennen. Hier wittert der Journalist bereits, dass hier etwas nicht stimmen kann.
Als van Meer wenig später in Holland vor den Augen XY erschossen wird und dieser dem Mörder bis zu einer Windmühle folgen kann, die einer Bande von Spionen als Unterschlupf dient, gelingt es dem Reporter, eine Verschwörung aufzudecken. Diese reicht jedoch weitaus weiter, als er ahnt…
Filmkritik:
Der Auslandskorrespondent“ war Hitchcocks nächster Film nach „Rebecca“. Er entstand nahezu genau in dem Zeitraum, in dem die Handlung spielt. Bei den Dreharbeiten von März bis Mai 1940 war das Kind aber quasi schon in den Brunnen gefallen, der Krieg bereits erklärt. Als der Kameramann zu Aufnahmen nach Amsterdam reiste, wurde sein Schiff torpediert, wodurch die gesamte Ausrüstung verloren ging.
Der Film wirkt zunächst weit weniger aufwendig als der Vorgänger und besitzt auch keine großen Stars; ein Fakt, der laut Hitchcocks Aussage in Truffauts „Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht“ daran lag, dass das Thrillergenre zu dieser Zeit in Amerika als zweitklassig galt und Hitchcocks Wunschkandidat für die Hauptrolle, Gary Cooper, das Angebot ablehnte.

Der erste Eindruck trügt jedoch. „Foreign Correspondent“ oder „Hitchcocks Mord“, wie der Titel der lange nur in gekürzter Form erhältlichen deutschen Fassung lautete, besitzt alle Eigenheiten eines Hitchcock-Filmes.
Da wäre zunächst der MacGuffin (eine Art Aufhänger für die Handlung), in diesem Film die Geheimklausel, die der alte holländische Politiker verwahrt. Die Hauptperson gerät mitten in ein Komplott und wird selbst zum unschuldig Gejagten. Das Ganze ist natürlich gewürzt mit genialen visuellen Ideen, dramaturgischen Gimmicks, technischen Tricks und dem gewohnt feinsinnigen Humor des Meisters. Dabei fehlen auch die gewohnten Anspielungen auf zwischenmenschliche Beziehungen nicht.
Für Hitchcock war der Aufhänger des Filmes die Windmühlenszene. Die 25 m hohe Mühle wird nicht nur zum wichtigen Handlungselement sondern ist auch ein äußerst reizvoller Schauplatz mit ihren verwinkelten Treppen in schwindelnder Höhe und dem ständigen Knarren der Flügelbewegung. Kamerführung und Montage sind hier gewohnt perfekt.
Andere Highlights sind z.B. die Szene, als der Mörder in eine Menge von Menschen mit Regenschirmen hinein flieht oder der Flugzeugabsturz, den Hitchcock wieder einmal in technisch äußerst gekonnter Weise umgesetzt hat. Zuerst fährt die Kamera von außen mitten in das Flugzeug hinein und der Absturz selbst wurde mit Hilfe von Rückprojektion und einem Wassertank so realistisch umgesetzt, dass es auch heute noch erstaunlich ist. Die Flugzeugkulisse allein verschlang 200.000 Dollar.
Mit einem Gesamtbudget von 1,5 Mio Dollar (geplant waren ursprünglich 0,75 Mio) gelang Hitchcock ein beeindruckender Film. 558 Arbeiter bauten die Kulissen in Holland auf einem riesigen Areal.

Die Handlung ist durchweg spannend und bietet viele überraschende Wendungen vor dem Hintergrund des Kriegsausbruches. Auch wenn es oft unterhaltsam und witzig zugeht, so gibt es doch auch ernste Inhalte wie ertrinkende Menschen, Attentate oder Folter.
Ingesamt ist der Film sehr gelungen. Lediglich das Filmende ist etwas mau. Zwar ist das Finale furios, aber der Ton, mit dem der Film endet, unterscheidet sich doch deutlich von dem, was Hitchcock beabsichtigte. Er hatte für das Filmende einen anderen Plottwist geplant. Aufgrund der Kriegsereignisse wurde das Filmende jedoch umgeschrieben.
Bildqualität:
Der Film entstand 1940 und wurde noch im Vollbild- und Schwarzweiß-Format aufgenommen. Das Bild wurde von Verschmutzungen und Defekten befreit und macht in dieser Hinsicht einen recht guten Eindruck. Auch die Schärfe ist gut, das Rauschen erträglich und die gelegentlich noch auftretenden Dropouts sind kaum störend.
Negativ ist jedoch der viel zu steile Kontrast, Details gehen oft unter. Außerdem tritt in einigen Szenen ein leichtes Flimmern auf. Dadurch lässt das Bild insgesamt leider zu wünschen übrig.
Tonwertung:
Der Ton liegt sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache im Monoformat vor. Die Dialoge sind gut verständlich, wenn auch etwas dumpf. Wenn man den Film einmal mit dem Trailer vergleicht, bekommt man einen Eindruck davon, wie viel Knacksen und Rauschen man entfernen musste, um eine ansprechende Qualität zu erreichen. Die Synchronisation ist recht gut gelungen und die Stimmen passen gut zu den Figuren.
Bonusmaterial:
Extras hat die DVD leider keine zu bieten. Wenigstens sind 4 Trailer zu anderen Klassikern auf der DVD vorhanden und zu den Mitwirkenden gibt es Biografien und Filmografien. Die Produktionsnotizen sind außerdem sehr lesenswert.
Gesamturteil:
Der Auslandkorrespondent“ ist sicher nicht unbedingt der erste Film, der einem zu Alfred Hitchcock einfällt und ist auch nur mit Hollywoods zweiter Garde besetzt. Dennoch besitzt der für 6 Oscars nominierte Film einige technische Gimmicks, den typisch feinsinnigen Hitchcock-Humor und eine für den Regisseur typische Thrillerhandlung. Der durchweg spannende Film ist uneingeschränkt empfehlenswert.
Die DVD bietet leider keine Extras. Der liegt in mono vor, klingt aber ganz angenehm. Das Bild wurde ebenfalls restauriert, ist aber deutlich zu detailarm.
Diese Kritik wurde verfasst von Dirk Schönfuß.


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Foreign Correspondent (1940)

Regie: Alfred Hitchcock
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