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265 Kritiken online

Seit dem 21.12.2003
Hits

„Das Testament des Dr. Mabuse“

 Filmkritik   DVD-Infos   Filmdaten   Lesermeinungen 

PRO: Remake von Fritz Langs 1933er Klassiker hat seine ganz eigenen Stärken
CONTRA: vergleichsweise akzeptables Bild aber recht schlechter Ton
PRO: knappe aber interessante Extras

Handlung:
Ein mysteriöser Boss sitzt hinter einer Stoffwand und instruiert seine Handlanger, die ihn nur als Schatten zu Gesicht bekommen. Neugier wird mit dem Tode bestraft. Die Pläne sind genial ausgedacht und bis ins kleinste geplant. Die Handschrift ist eindeutig: Dr. Mabuse muss hinter den Gaunerstücken stecken!
Der sitzt jedoch seit seiner Festnahme im Irrenhaus und kann dieses auch nicht verlassen. Doch was hat es mit den Aufzeichnungen auf sich, an denen Mabuse unaufhörlich schreibt? Kommissar Lohmann hat einen Verdacht…
Filmkritik:
Zugegeben, ich bin mit einigen Vorbehalten an diesen Film gegangen, denn „Das Testament des Dr. Mabuse“ aus dem Jahre 1933, inszeniert von Fritz Lang, ist einer der Krimiklassiker überhaupt. Von den Nazis verboten, war es der letzte Film, den Lang vor dem zweiten Weltkrieg und seiner Emigration nach Amerika in Deutschland drehte.
Und nun, nach dem wiederum ganz annehmbaren Auftakt einer neuen Mabuse-Reihe in Form der „1000 Augen des Dr. Mabuse“, der gleichzeitig den Abschluss Langs eigener Mabuse-Reihe bildete und einer Reihe eher farbloser neuer Mabuse-Filme, hatte man es sich 1963 vorgenommen, Langs damals knapp 30 Jahre alten Originalfilm neu zu adaptieren. Eine gefährliche Sache…

Herausgekommen ist jedoch ein ungewöhnlich guter Film, der durch ein gutes Skript und deutliche Unterschiede zum Originalfilm punkten kann, aber auch seine Schwächen hat. So ist der dem Kommissar Lohmann (verkörpert von einem gewohnt charismatischen Gerd Fröbe, der leider etwas zu wenig Screentime hat) zur Seite gestellte Kriminalassistent, gespielt von einem damals noch jungen Harald Juhnke, wirklich eine extrem nervende und absolut überflüssige Figur. Seine ständigen Anekdoten im Stile von „ich habe da neulich gelesen…“ müssen ohne jede Pointe auskommen und schon nach seinem ersten Auftritt wünscht man diesem Eddie Arent Verschnitt sprichwörtlich die Pest an den Hals.

Das „neue Testament“ des Dr. Mabuse ist ein kurzweiliger Krimi, den man sich immer wieder ansehen kann. Die Schauspieler sind perfekt gewählt, Wolfgang Preiss ist in seiner Rolle als Mabuse ohnehin ein Standard, Gerd Fröbe brilliert als Komissar und auch der edle Ganove Mortimer, der seinen ausgeraubten Opfern gern mal eine Zigarre oder Fahrgeld für den Bus zusteckt, unterhalten einfach prächtig. Übrigens wäre Gerd Fröbe („Goldfinger“) am 25.02.2003 90 Jahre alt geworden.

Auch die Coups, ein Überfall auf einen Geldtransporter, der sich im wahrsten Sinne des Wortes als Reinfall entpuppt, ein Diamantenraub und andere Gaunerstücke sind kreativ und einwandfrei filmisch umgesetzt.
Weitere Figuren sind der Boxer Johnny und seine Freundin (Senta Berger). Johnny wird Handlanger der Bande und muss dafür seine Moralvorstellungen über Bord werfen und seine Freundin belügen. Lustig ist hier übrigens ein kleiner Fehler, der mir beim Schauen aufgefallen ist: Johnnys Boxermantel trägt die Beschriftung „Jonny“, wogegen schon in der nächsten Szene in einer Zeitungsmeldung von einem „Johnny“ die Rede ist.
Bildqualität

Tonwertung

Bonusmaterial

DVD-Check:
Das Bild der DVD ist recht gut. So gibt es zwar etliche Defekte und sogar kurze Szenen mit wirklich schlechter Schärfe, meist ist das Material jedoch wirklich gut und scharf. Durch die anamorphe Speicherung und das originale Bildformat macht der Film auf der DVD eine Menge Spaß.
Den Ton hat man im Originalformat belassen. Als Film aus den 60ern ist die Sprachverständlichkeit noch in Ordnung, allerdings ist ein ständiges Rauschen präsent und auch Knacksen tritt teilweise auf.
Die Extras unterscheiden sich nicht von denen auf der DVD „Die 1000 Augen des Dr. Mabuse“. Auch hier finden sich drei Trailer zu den neuen Mabuse-Filmen und eine Fotogallerie zum Film- Die Fotogallerie ist umfassend, jedoch sind die Bilder seltsamerweise sehr klein. Hier hätte man den Bildschirm besser ausnutzen können.
Abgerundet werden die Extras durch ein kurzes aber sehr interessantes Interview mit Darsteller Wolfgang Preiss. Die Fragen wurden gut gestellt und Herr Preiss, der in diesen Tagen 90 Jahre alt geworden wäre und leider Ende 2002 verstorben ist, hat eine Menge interessanter Dinge zu erzählen.
Gesamturteil:
Alles in allem ein bunter, unterhaltsamer Cocktail, der zwar nicht die Klasse von Langs Originalfilm besitzt, jedoch seine ganz eigenen Stärken ausspielt. Abgesehen von der nervigen Figur des Kriminalassistenten kann der Film mit einer tollen Besetzung und einer unterhaltsamen Handlung begeistern. Prima!
Diese Kritik wurde verfasst von Dirk Schönfuß.


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Testament des Dr. Mabuse, Das (1962)

Regie: Werner Klingler
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