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Seit dem 21.12.2003
Hits

„Rock'n'roll highschool“

 Filmkritik   DVD-Infos   Filmdaten   Lesermeinungen 

PRO: tolle Musik und Konzertaufnahmen der Ramones
CONTRA: Handlung ist unter aller Kanone
CONTRA: schlechte Bild- und Tonqualität
PRO: sehr gute Extras

Handlung:
Die Vince Lombardi Highschool ist vollkommen außer Kontrolle geraten. Wo alle bisherigen Rektoren versagt haben, will die strenge Miss Togar es schaffen, für Ordnung zu sorgen. Oberste Unruhestifterin ist für sie Riff Randell (P.J. Soles, „Halloween“), welche begeistert von Rock'n'Roll-Musik ist.
Miss Togar sagt ihr den Kampf an, was in einem Ausgehverbot und einer Plattenverbrennung gipfelt, doch zu allem Übel kommen ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt die Ramones, Riffs Lieblingsband, in die Stadt. Von nun an gibt es kein Halten mehr. Riff möchte den Ramones ein paar Songs zeigen, die sie für die Band geschrieben hat und schwänzt die Schule, um die begehrten Konzertkarten zu ergattern.
Am Ende ist die ganze Schule auf dem Konzert und für Miss Togar entwickelt sich das Ganze zu einem Kampf gegen Windmühlen. Als die anarchistischen Teenies dann auch noch die Schule besetzen und die Ramones zu einem Live-Gig vorbeikommen, rückt die Polizei an...
Filmkritik:
Eine Kritik über den Film „Rock'n'Roll Highschool“ zu schreiben, ist gar nicht so einfach. Vom rein filmischen her handelt es sich nämlich um reinen Trash, ein B-Movie wie es im Buche steht mit stereotypen Charakteren und einer Geschichte, die eigentlich nur die Musiknummern zusammenhält und auf das große Konzert der Ramones gegen Ende des Filmes hinarbeitet.
Ist „Rock'n'Roll Highschool“ also unerträglich schlecht? Ganz im Gegenteil! Es handelt sich hier um einen Musikfilm, dem man zwar anmerkt, dass er mit billigsten Mitteln entstand, er kann jedoch mit einer sympathischen Hauptdarstellerin und toller Musik überzeugen. Gleich zum Anfang des Filmes ist Paul McCartney zu hören und im weiteren Verlauf gibt es Songs von Chuck Berry, Alice Cooper und natürlich den Ramones, welche einige ihrer bekanntesten Songs live und als Studioaufnahme zum besten geben. Auch der Titelsong stammt von ihnen und wird im Film sowohl von den Ramones als auch von Hauptdarstellerin P.J. Soles intoniert.
Letztere gibt eine wirklich überzeugende Darstellung als begeisterte Rock'n'Rollerin ab, die in Sänger Joey vernarrt ist. Wenn sie dann träumend auf ihrem Bett liegt und die Ramones ihr in einem Traum mit „I want you around“ einen ganz persönlichen Song spielen, werden wohl die weiblichen Ramones-Fans dahinschmelzen.
Kultige Szenen besitzt der Film einige. Wenn am Ende Alice Cooper’s „School’s out forever“ ertönt, kommt schon Freude auf. Vorher fliegen Akten und Schreibtische aus dem Fenster und ein Papierflugzeug fliegt wie von Zauberhand durch die halbe Schule.

Über die Dauer des Filmes hin wird jemand, dem die Musik gefällt auch ganz gut unterhalten, obwohl man schon so seine Zweifel bekommt, wenn die Direktorin einer Maus „Teenage Lobotomy“ vorspielt, worauf diese zu einer riesigen Rock’n’Roll-Maus mutiert, die wir dann auf dem Konzert wieder sehen.
Gespielt wird diese übrigens von Rob Botin, dem Special Effect Spezialisten hinter „John Carpenter’s The Thing“. Ebenfalls interessant: eigentlich sollte der Film ein Softsexstreifen namens „Girls’ Gymn“ werden und einige Szenen sind auch, wenn man das im Hinterkopf hat, besonders lustig.
Auf der Jungstoilette hinter dicken Wolken von Rauch, der zweifellos aus verbotenen Substanzen besteht, befindet sich das Büro des lokalen Kupplers, der den Jungen Tom und Riffs Freundin Kate zusammenbringen möchte. Dazu muss er Tom erst einmal beibringen, wie man mit Frauen umgeht. Gespielt wird der alte Schwerenöter von Clint Howard, dem Bruder von „A beautiful mind“-Regisseur Ron Howard.
Typisch für Filme des legendären B-Movie-Produzenten Roger Corman wurde „Rock'n'roll highschool“ in nur 20 Tagen gedreht für ein Budget von gerade einmal 300.000 Dollar. Corman war die Art von Produzent die sagte „Wir haben da dieses verfallene Gefängnis, wo wir drehen können und die Hell’s Angels können wir auch einen Film bekommen. Also los, wir drehen einen Film über Rocker im Knast!“ Für viele große Filmemacher von heute war dies jedoch ihre erste Chance und die galt es zu nutzen.
Francis Ford Coppola („Der Pate“) dreht seinen ersten Film für Roger Corman und zwar „The Terror“ mit Boris Karloff („Frankenstein“, „Die Mumie“). An „Rock'n'roll highschool“ arbeitete auch Dean Cundey (später Kameramann bei „Jurassic Park“) und Jerry Zucker („Rat Race“) führte bei einigen Szenen des Filmes Regie.
So fügt sich hier schon einiges auf interessante Weise zusammen. Gehaltvoller wird der Film dadurch nicht, aber er festigt seinen Status als Zeichen seiner Zeit.
Bildqualität:
Das Bild liegt im originalen Widescreenformat vor, leider aber nicht anamorph. Dadurch lässt die ohnehin nicht sehr gute Schärfe des Bildes noch mehr zu wünschen übrig. Die Untertitel liegen außerdem zu tief. Wenn man bei einem 16:9-Fernseher den Film bildschirmfüllend ansehen möchte, sind sie nicht mehr lesbar.
Leider trüben auch Dropouts und Verschmutzungen den Eindruck. Für eine Billigproduktion mit etlichen Jahrzehnten auf dem Buckel war dies wohl zu erwarten, das eher detailarme und leicht verwaschene Bild mit seinen blassen Farben lässt jedoch nicht viel Freude aufkommen.
Tonwertung:
Schade, schade. Da hat man einen Musikfilm mit Klasse Songs von den Ramones, Alice Cooper und anderen Größen des Rock’n’Roll im DVD-Player und dann ist das Ganze nicht nur in mono, sondern klingt auch noch wie Mittelwelle.
Die deutsche Sprachfassung klingt ähnlich schlecht, hat jedoch penetrantere Höhen und damit einen ganz anderen Klangcharakter. Schade ist vor allem, dass der Ton neben seinem beschränkten Frequenzgang oft auch übersteuert ist.
Bonusmaterial:
Zunächst muss einmal erwähnt werden, dass von dem Film zwei Fassungen existieren. In der kurzen Fassung wurden drei Minuten Zensurschnitte vorgenommen. Die Langfassung, für deren zusätzliche Szenen keine deutsche Synchronisation existiert, ist ebenfalls auf der DVD enthalten. Beim Start des Filmes kann man zwischen beiden Fassungen wählen.
Erstaunlicherweise existiert auf der DVD zum Film eine ganze Menge an Bonusmaterial. Wichtigstes und bestes Extra ist der Audiokommentar der Macher. Er ist äußerst interessant und geht auf viele kleine Details ein. Man erfährt etwas über die Mitwirkenden, die Entstehung des Filmes, die Filmfehler, die Zusammenarbeit mit den Ramones, … − eine wahre Fundgrube für jeden Filminteressierten.
Aber auch weiteres Bonusmaterial gibt es eine Menge. Es gibt Kinotrailer, aber auch Radiospots. Ein Interview zwischen Filmkritiker Leonard Maltin und Produzent Roger Corman von etwa 5 Minuten Länge ist ebenfalls enthalten.
Für alle Ramones-Fans sind besonders die Audio-Outtakes interessant: bei sieben Songs kann man sich auf der DVD die unbearbeiteten Live-Audiotracks anhören, die sich von den im Film vorhandenen, später angefertigten Aufnahmen beim Konzert unterscheiden.
Wer also den Film oder die Ramones mag, der wird hier rundum glücklich werden. Ein Making Of oder ein Hintergrundbericht existiert allerdings nicht.
Gesamturteil:
Rock’n’Roll Highschool“ ist handlungsmäßig zwar unter aller Kanone, als Musikfilm bietet er jedoch einen tollen Soundtrack von Paul McCartney, Alice Cooper und natürlich den Ramones, die im Film auch live zu erleben sind.
Für die schlechte Bild- und Tonqualität sind das Alter des Filmes und die billige Produktion verantwortlich. Mit den tollen Extras wird jedenfalls für Rock’n’Roll- oder Ramones-Fans sicherlich ein Traum in Erfüllung gehen und wer sich auf den sehr informativen Audiokommentar einlässt, wird den Film wohl noch mehr zu würdigen wissen.
Diese Kritik wurde verfasst von Dirk Schönfuß.


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Rock 'n' Roll High School (1979)

Regie: Allan Arkush
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