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Filme von Predrag Antonijevic:

Langkritik Hard Cash

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Seit dem 21.12.2003
Hits

„Hard Cash“

 Filmkritik   DVD-Infos   Filmdaten   Lesermeinungen 

PRO: Actionfilm mit Top-Besetzung
CONTRA: drittklassige filmische Umsetzung
CONTRA: durchschnittliche Bild-  und Tonqualität
CONTRA: keine Extras

Filmkritik:
Endlich gibt es „Hard Cash“ auf DVD, den Actionkracher, der letztes Jahr… Was? Der Titel ist Ihnen kein Begriff? Der Actionstreifen ist doch brandneu aus dem Jahr 2002 und mit Val Kilmer („Red Planet“), Christian Slater („Windtalkers“), Daryl Hannah („Roxanne“) absolut prominent besetzt!!!
Um ehrlich zu sein, mir sagte der Filmtitel trotz dieser Attribute ebenfalls nichts. Das ist in der Regel kein gutes Zeichen…

Der laut Cover „spannende Action-Thriller mit absoluter Topbesetzung“ fängt zunächst einmal relativ viel versprechend an. Eine Bande hat sich einen kühnen Plan einfallen lassen, um einen Gangsterboss zu linken. Alles läuft zunächst prima und der Zuschauer wird von einigen schrägen Ideen überrascht. Am Ende geht das Ding jedoch trotzdem noch schief und Hauptfigur Taylor (Christian Slater) landet im Gefängnis.
Nach einem Jahr frisch entlassen, hat er natürlich nichts Besseres zu tun, als wieder Leute um sich zu scharen, um das nächste große Ding zu drehen. Auch alte Bekannte sind mit von der Partie. Wiederum überrascht der Film mit einigen unterhaltsamen Wendungen, aber das Gefühl wird immer stärker, dass bei dem Film irgendetwas nicht stimmt.
Der Coup, diesmal ein Überfall auf ein illegales Wettbüro, gelingt perfekt. Dummerweise stellen die Gauner fest, dass das Geld markiert ist. Taylor bemüht gefährliche Kontakte aus seiner Vergangenheit, um das Geld zu waschen, aber da gibt es noch jemand anderen im Hintergrund, der die Gauner hereinlegen und für eigene Ziele benutzen will. Inzwischen traut sich die Bande untereinander nicht mehr über den Weg, das Geld ist vorerst weg und Taylors Tochter wurde entführt…

Hard Cash“ könnte Spaß machen. Die Besetzung ist gut, in Nebenrollen sind weitere bekannte Gesichter zu sehen, u.a. Balthazar Getty („Lost Highway“), Bokeem Woodbine („Crime is king“) oder Verne Troyer (Mini-Me in „Austin Powers 1-3“). Auch die Geschichte klingt ganz gut und ist angereichert mit einigen Kniffen und schrägen Figuren (die sexy Schlampe, der korrupte Cop, der psychopatische Gangster, usw.), die die Würze zahlreicher Kultfilme sind. Warum geht’s trotzdem so gnadenlos schief?
Zum einen sind die Dialoge unerträglich flach und peinlich, die Handlung hat etliche Lücken und, das ist der wichtigste Punkt, der Regisseur scheint einfach kein Talent zu besitzen. So verpuffen Szenen, die sich im Drehbuch mit Sicherheit sensationell gelesen haben müssen, vollkommen ohne Wirkung, weil filmische Umsetzung, Kameraführung und Vertonung einfach 08/15 sind.
Am peinlichsten sind jedoch die Stellen, wo der Film auch noch versucht, humorvoll zu sein. Wer die Szenen mit dem Mexikaner kennt, der weiß was ich meine. Auch hier hat man den Eindruck, dass diese Szenen bei gelungener filmischer Umsetzung herrlich schräg hätten wirken können. So sind sie leider nur einfältig und unverständlich.
Genauso sieht es mit den Eigenheiten der anderen Figuren aus. Die Vorliebe des Agenten für klassische Musik (hier die Oper „Tosca“) wird einmal kurz angeschnitten (wieder ein geklautes Fragment) und dann wieder völlig vergessen. Der Geldwäscher, der seinen Feinden gern einen kräftigen russischen Handschlag verpasst, allerdings mit einer Axt, bleibt ebenfalls völlig blass.

Überhaupt hat man die ganze Zeit den Eindruck, dass die Macher sich bei allen möglichen Kultfilmen bedient haben. Das reicht von „Reservoir Dogs“ bis „Der blutige Pfad Gottes“, aber nicht einmal eine dieser Szenen ist mehr als ein drittklassiges Plagiat. Die Musikuntermalung des Filmes bewegt sich zwischen Rap und Klassik, ist allerdings ebenfalls fast vollständig dritte Wahl. Die Krone setzt dem Ganzen dann das politisch korrekte Weichspülende auf, welches so schleimig und weltfremd daherkommt, dass man sich am liebsten alle Haare einzeln ausraufen möchte.
So bleibt nur zu sagen, dass dieser Film, im Prinzip eine billige TV-Produktion, die durch die ungewöhnlich gute Besetzung geadelt wird, ein echter Schuss in den Ofen ist. Wer sich den Film nebenbei beim Bügeln anschaut, wird leidlich unterhalten, ich glaube jedoch nicht, dass jemand das Bedürfnis verspüren wird, ihn ein zweites Mal anzuschauen.
Bildqualität:
Das Bild der DVD ist ziemlich problematisch. Es liegt im anamorphen 16:9-Format von 1.78:1 vor. Zwar gibt es keine Defekte, das ist für einen so neuen Film auch normal, teilweise ist das Bild jedoch ziemlich verrauscht, was bei der Kompression zur Blockbildung führt. Leider sind auch Nachzieheffekte zu beobachten. Schwarzwert und Farbsättigung sind natürlich, allerdings hat das Bild trotz auf den ersten Blick guter Schärfe eine schlechte Detailauflösung.
Tonwertung:
Der 5.1-Ton der DVD, der in deutsch und englisch vorhanden ist, hat die Dynamik einer typischen TV-Ausstrahlung, nämlich nahezu gar keine. Der Soundtrack ist surroundmäßig unspektakulär, in den Actionsequenzen ist teilweise ein wenig Raumklang zu verspüren. Schwächen hat aber vor allem die Bassabmischung. Somit kann der Ton nicht vollkommen überzeugen.
Bonusmaterial:
In Sachen Extras herrscht leider Fehlanzeige. Lediglich ein Trailer kann im spärlich animierten Menü angewählt werden.
Gesamturteil:
Hard Cash“ bleibt weit hinter den Erwartungen zurück, die das hochkarätige Schauspielensemble geweckt hat. Anfänglich kann der Film noch ganz passabel unterhalten, dann jedoch verärgert zunehmend die schlechte filmische Umsetzung. Außerdem bedient sich der Film schamlos bei Genreklassikern. Das Ergebnis ist allerdings nicht mehr als peinlich schlecht.
Bild und Ton sind zeitgemäß gut für eine TV-Produktion, erreichen jedoch nicht annähernd den Standard aktueller Kinofilme. Extras bietet die DVD nicht.
Diese Kritik wurde verfasst von Dirk Schönfuß.


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