Filmkritiken

Filme von Kenneth Branagh:

DVD-Kritik Henry V

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265 Kritiken online

Seit dem 21.12.2003
Hits

„Henry V“

 Filmkritik   DVD-Infos   Filmdaten   Lesermeinungen 

PRO: gelungene Adaption des Shakespeare-Bühnenstückes
PRO: erstklassige Besetzung
CONTRA: schwache Extras

Handlung:
Die Geschichte des britischen Königs „Heinrich der fünfte“ ist eines der bekanntesten Stücke von William Shakespeare. Aus eigenen Interessen bringt die Kirche den englischen König dazu, im hundertjährigen Krieg einen Feldzug gegen Frankreich zu starten. Schon vor dem Kampf hat der König mit Intrigen zu kämpfen und als er in Frankreich angelangt ist und man erste Siege erlangt hat, werden in den eigenen Reihen immer mehr Rufe nach einem Rückzug laut. Als der französische König noch einmal zu einem erbitterten Gegenschlag ausholt, kommt es zum Endkampf bei Azincourt.
Filmkritik:
William Shakespeare war einer der größten Bühnenautoren aller Zeiten. Wie kein zweiter gelang es ihm, Anspruch und leichte Unterhaltung, feingeistige Dichtung und doppeldeutigen Humor, adeliges und kleinbürgerliches Publikum unter einen Hut zu bekommen. Noch heute üben seine Werke eine starke Faszination aus und gehören zur Weltliteratur.
Der britische Schauspieler und Regisseur Kenneth Brannagh verfilmte das Heldenepos „Henry V“ als erstes von mehreren Shakespeare-Stücken und erwies sich dabei als äußerst begabter Regisseur. Seine Adaption hat mit Shakespeare gemeinsam, dass sie zwar dem Werk zwar sehr treu bleibt, es jedoch auf unterhaltsame Weise dem normalen Publikum zugänglich macht, genau wie dies wohl im Sinne Shakespeares gewesen wäre. Immer wieder wird die Erzählung durch einen Historiker in der heutigen Zeit unterbrochen, der durch seine kurzen Ausführungen Teile des Filmes miteinander verbindet.
Die Besetzung des Filmes ist außergewöhnlich. Hoch angesehene Mimen wie Judy Dench („Shakespeare in love“), Ian Holm („Der Herr der Ringe“), Emma Thompson („Sinn und Sinnlichkeit“) oder Robbie Coltrane („From Hell“) geben sich die Klinke in die Hand. In der Hauptrolle begeistert Kenneth Brannagh selbst mit einer feinen und tiefgründigen Darstellung des Königs. Der Film zeigt die ganze Sinnlosigkeit des Krieges und stellt eine nahezu perfekte Adaption des Stückes dar, allerdings wird er wohl mit seinen hochgestochenen Dialogen und der Thematik nicht die breite Masse der Zuschauer ansprechen.
Bildqualität

Tonwertung

Bonusmaterial

DVD-Check:
Das Bild der DVD liegt im anamorphen 16:9-Format vor. Zwar hat der Film schon einige Jahre auf dem Buckel und die Vorlage ist vor allem oft recht verrauscht, trotzdem macht das Bild insgesamt keinen schlechten Eindruck. Meist dominieren erdige Farbtöne und Kerzenlicht, diese Atmosphäre gibt die DVD passend wieder und überzeugt vor allem durch die zumeist gute Bildschärfe. Auch die Kompression ist gelungen.
Der Ton liegt auf Deutsch und im englischen Original jeweils in Dolby Surround vor und nutzt dieses Format auch recht gut aus. Zwar ist die Dynamik eingeschränkt, Soundeffekte und Score nutzen jedoch die Stereofront und auch die Surroundlautsprecher erstaunlich gut aus. Die englische Tonspur klingt bei den Dialogen etwas dumpfer und hat einen etwas anderen Klangcharakter.
Die DVD bietet außer dem Trailer zum Hauptfilm und weiteren Filmen aus dem EMS-Programm keine Extras, besitzt jedoch ein animiertes Menü. Ein großer Minuspunkt ist das Fehlen jeglicher Untertitel. Dies ist noch schmerzlicher, da der Film einige Teile besitzt, in denen länger französisch gesprochen wird − ohne jede Verständnischance für alle, die dieser Sprache nicht mächtig sind. Das ist ein grober Schnitzer, der nicht passieren darf!
Gesamturteil:
Henry V“ ist eine äußerst gelungene Adaption von Shakespeares Bühnenstück „Heinrich der fünfte“. Kenneth Brannagh übernahm Hauptrolle und Regie und konnte eine hochklassige Besetzung für sein Schlachtenepos gewinnen. Die DVD-Umsetzung bringt leider keine Extras mit, ist jedoch ansonsten gemessen am Alter technisch in Ordnung.
Diese Kritik wurde verfasst von Dirk Schönfuß.


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Henry V (1989)

Regie: Kenneth Branagh
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