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Filme von Edward Zwick:

Filmkritik Last Samurai

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Seit dem 21.12.2003
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„Last Samurai“

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Handlung:
Für Captain Nathan Aldrin (Tom Cruise, „Interview mit einem Vampir“, „Vanilla Sky“) hat das Leben seinen Sinn verloren. Innerlich vollkommen zerrüttet vom Grauen des amerikanischen Bürgerkrieges flüchtet er sich in den Alkohol. Als er eines Tages das Angebot erhält, für eine hohe Summe Geldes die Truppen des japanischen Kaisers zu trainieren, nimmt er an. Zunächst geht er seine neue Aufgabe in dem fernen Land eher technisch an. Seine Auftraggeber haben ihn wegen seiner Erfahrung im Kampf gegen die Indianer, von ihnen als Wilde, aber äußerst mutige Kämpfer bezeichnet, angeheuert.
Als Aldrin jedoch in einem über seinen Kopf hinweg entschiedenen, viel zu übereilten Angriff seinem Gegner gegenüber steht, muss er erkennen, dass er diesen nicht nur unterschätzt, sondern auch verkannt hat. Er gerät in die Gefangenschaft der Samurai unter der Leitung ihres charismatischen Führers Kazumoto (Hiroyuki Sanada, „Ninja in the dragon's den“, „The Ring - Das Original“) und da die Pässe im Winter verschneit sind, muss er den Winter bei Ihnen verbringen. Aus anfänglicher Indifferenz erwächst für ihn ein neuer Lebensmut und er erkennt, was er tun muss, um zu Ehre und innerem Frieden zurückzufinden...
Filmkritik:
Nachdem der Trailer zum Film quasi schon über ein halbes Jahr immer wieder im Kinovorprogramm zu sehen war, kommt er nun endlich auch in die deutschen Kinos - „Last Samurai“. Hauptdarsteller Tom Cruise steht nicht unbedingt als Sinnbild für anspruchsvolle Filmkost, hat aber in Filmen wie „Interview mit einem Vampir“ bereits durchaus beachtliches Talent bewiesen. Hinzu kommt, dass er auch viele seiner Stunts selbst übernimmt, bestes Beispiel hierfür ist etwa „Mission: Impossible II“, für einen aktuellen Action- oder Abenteuerfilm ist diese Art von Authentizität von immer größerer Bedeutung.
Seine Rolle in „Last Samurai“ ist nun sichtlich auf ihn zugeschnitten und er kann in ihr auch vollkommen überzeugen. Vom desillusionierten Kriegsveteranen bis hin zu einem neuen Menschen ist seine Entwicklung stets glaubwürdig und er versteht es, die Rolle zu tragen. Der heimliche Star des Filmes ist allerdings Hiroyuki Sanada. Mit seiner enormen Ausstrahlung als Führer der Samurai und Erbe einer langem Familientradition im Dienste des Kaisers gehört ihm mühelos eine jede Szene des Filmes, in der er mitspielt.

Das Drehbuch von John Logan ist recht gelungen und versteht es, trotz der erfundenen Hintergrundgeschichte Akzente zu setzen. Was mich jedoch immer wieder verärgert hat, ist der zu amerikanische Stil des Filmes. Die Japaner spielen nicht wie Japaner und sind mit zuviel gezeigten Gefühlen bei der Sache, die Frauen dürfen sich erstaunlich viel erlauben (sehr untypisch für das damalige Japan) und überhaupt steckt zu wenig von der Lebensphilosophie der Japaner im Film; ganz zu schweigen davon, dass Aldrin augenscheinlich nur einen Winter lang braucht, um Sprache und Kampfkunst bis zur Perfektion zu beherrschen. Für einen Samurai ist dies eine Lebensaufgabe. Außerdem spart das recht einseitige Drehbuch auch aus, auf welches Zeitalter die Entmachtung der Samurai folgte: Das einfache Volk hatte keinerlei Bedeutung oder gar Rechte, nicht einmal Namen besaßen die einfachen Menschen. Ein Samurai konnte einen Nicht-Samurai jederzeit grundlos töten. Für derartige Ambivalenz ist jedoch in heutigen Hollywood-Drehbüchern wohl kein Platz mehr. Mit ein wenig mehr Ecken und Kanten und einer konsequenteren und historisch authentischeren Darstellung hätte der Film zu etwas ganz Besonderem werden können.
Wer über diesen Malus hinweg sehen kann, wird sich aber prächtig unterhalten fühlen. Zwar kann der Film offensichtliche Parallelen zu „Braveheart“ oder „Der mit dem Wolf tanzt“ nicht verleugnen, aber dennoch weiß er an vielen Stellen mit seinen grandiosen Schlachtengemälden, den sehr gelungenen Kampfszenen und den beeindruckenden Bildern restlos zu begeistern. Ich möchte es außerdem nicht versäumen, zu erwähnen, dass der Film glücklicherweise dann doch die Geschichte in den Vordergrund stellt und sich auch die Zeit nimmt, sie zu erzählen. Die Dramaturgie ist dabei so gelungen, dass sich zu keiner Zeit Langeweile einstellt.

Zusammenfassend kann man „Last Samurai“ durchaus als gelungenen Film bezeichnen, einen Kinobesuch sollte der Film in jedem Falle wert sein. Zu einem Meisterwerk fehlt ihm der Originalitätsbonus und ein Mehr an Authentizität. Hier ist man zu sehr auf Nummer sicher gegangen, gerade was die Sehgewohnheiten des amerikanischen Publikums anbelangt. Gute Unterhaltung ist allerdings trotzdem garantiert.
Diese Kritik wurde verfasst von Dirk Schönfuß.


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Last Samurai, The (2003)

Regie: Edward Zwick
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