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Langkritik Die Hochzeitsfalle

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265 Kritiken online

Seit dem 21.12.2003
Hits

„Die Hochzeitsfalle“

 Filmkritik   DVD-Infos   Filmdaten   Lesermeinungen 

CONTRA: flache, durchschnittliche Twen-Komödie
PRO: gute Qualität
CONTRA: keine Extras

Handlung:
David und Sarah sind seit Jahren ein Paar. Nun bietet sich der jungen talentierten Frau die Chance, in New York zu einer Karriere als Designerin durchzustarten. Wäre da nicht David, der noch nicht so recht weiß, was er eigentlich will. Bevor sie sich auf den Weg nach New York macht, um dort ihre Probezeit zu absolvieren, stellt sie ihm ein Ultimatum. Er soll sich darüber klar werden, ob er sie heiraten möchte.
Doch warum die Kuh kaufen, wenn man die Milch auch umsonst haben kann, fragt der sich. Daher rührt auch der Originaltitel „Buying the cow“. Und woher soll man eigentlich wissen, ob eine Frau wirklich die Richtige ist?
David ist also zunächst erst einmal wieder Single. Gemeinsam mit seinen Freunden versucht er sich darüber klar zu werden, was er eigentlich will. Dabei kommt ihm eine alte Geschichte wieder in den Sinn, die er in seiner Jugend erlebte und diese scheint noch heute sein Schicksal zu beeinflussen.
Während er zwischen den Ratschlägen der Freunde und neuen Bekanntschaften hin und her gerissen ist, scheint seine Freundin etwas mit ihrem neuen Boss anzufangen und David fühlt zum ersten Mal so etwas wie Eifersucht.
Filmkritik:
Der Film beginnt mit dem Song, den Hauptdarsteller Jerry O’Connell auch in „Scream 2“ persönlich zum Besten gab. Eine rasante Komödie mit heißen Flirts will „Die Hochzeitsfalle“ sein. Leider dümpelt der Film in der ersten Hälfte eher auf Durchschnittsniveau herum. Er wirft tief greifende Fragen auf, die er dann leider nur mit Geschwafel oder Erkenntnissen wie „Frauen sind keine Kühe. Ich meine, sie sind nicht so gleich.“ beantwortet. Das ist leider eine ziemlich schwache Kür.
Wie zu erwarten war, bleibt es dann auch nicht aus, dass sich der Film auch noch in die Untiefen begibt, die viele Teenagerfilme der letzten Zeit ebenfalls unbedingt ausloten mussten. Dies führt sowohl zu einigen wahrhaft lustigen Missverständnissen wie die Flucht eines Freundes von David aus der Wohnung seiner Traumfrau, aber auch zu etlichen geschmacklosen Szenen. Aber wenigstens bekommt die Fiberkurve der Handlung dadurch einige Ausschläge nach oben und unten.

Aufgewertet wird der Film dann auch noch durch die Auftritte vor allem von Alyssa Milano („Wer ist hier der Boss“, „Melrose Place“) als sexy Stripperin. Mit ihren zynischen Sprüchen ist sie für einige Highlights im Film verantwortlich, etwa wenn ihr einer der Jungs im Strip-Lokal einen Dollar zusteckt sie polemisiert: „Wow, EIN Dollar. Jetzt kann ich mit dem Strippen aufhören, mein Medizinstudium fortführen und die Operation meines Ponys bezahlen.“
Leider reicht das alles nicht recht, um den Film über den Durchschnitt zu heben. Er bleibt eine Art „Verrückt nach Mary“ für Arme, der zu keiner Zeit in die Gewässer von Filmen wie „Bridget Jones“ oder „Notting Hill“ vorstößt, weil er sich auch an ein deutlich jüngeres Publikum richtet und zwar eines, welches sogar noch deutlich jünger ist, als die Darsteller des Filmes selbst. Für dieses Publikum wiederum gibt es aber dann doch zu wenig zu lachen.
Aus der Besetzung sticht trotz einige bekannter Gesichter niemand durch seine schauspielerische Leistung hervor. Die ständigen Monologe der Hauptperson sind inhaltslos und nervend.
Bildqualität:
Die Hochzeitsfalle“ ist ein neuer Film, trotzdem ist die Bildqualität nicht immer optimal. Das Bild besitzt eine gute bis sehr gute Schärfe, hat jedoch mit teilweise starkem Rauschen und dadurch verursachten leichten Artefakten zu kämpfen. Die Vorlage ist sehr sauber und Farbsättigung und Kontrast sind gut.
Tonwertung:
Die Tonabmischung ist relativ gelungen, bietet aber keine Highlights. Vor allem die Score ist es dann, die ein gutes Frontpanorama und eine natürliche Surroundabmischung bietet. Die Sprachverständlichkeit ist sehr gut. Spektakuläre Effekte oder eine starke Dynamik gibt es hier nicht.
Bonusmaterial:
Leider sind die Extras der DVD sehr dürftig ausgefallen. Außer ein paar Trailern und Filmografien der Hauptdarsteller bietet das kunterbunte Menü nämlich gar nichts.
Gesamturteil:
Wer ein Fan von einem der Hauptdarsteller(innen) ist, kann sicherlich einen Blick auf den Film riskieren. Der Film bietet aber leider viel zu wenig und ist sehr schnell wieder vergessen. Einzig einige gelungene Szenen sorgen dafür, dass die Filmgesamtwertung nicht noch weiter absackt. Die DVD entspricht dem Film, anscheinend war man sich bewusst, dass man hier kein Highlight präsentiert.
Diese Kritik wurde verfasst von Dirk Schönfuß.


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Buying the Cow (2002)

Regie: Walt Becker
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