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Seit dem 21.12.2003
Hits

„Top Secret“

 Filmkritik   DVD-Infos   Filmdaten   Lesermeinungen 

PRO: rabenschwarze Parodie auf Agenten-, Elvis- und alle mögliche andere Filme
PRO: ein Feuerwerk von irrwitzigen Gags
PRO: knappe, aber interessante Extras

Handlung:
Um die Weltöffentlichkeit von ihren finsteren Plänen abzulenken, richtet die DDR-Führung ein Kulturfestival aus. Der Repräsentant der USA heißt Nick Rivers, ein Elvis-Klon mit Schmalzlocke, der als Waisenkind aufwuchs, weil er damals in einem riesigen Einkaufszentrum von seiner Mutter getrennt wurde. Angekommen in der DDR, wo die Militärs SS-Uniformen tragen, die Nationalhymne nach einer russischen Volksweise klingt, man für den Befehl „findet und tötet ihn“ einen Stempel hat und Gefangene durch das Vorführen von Heimatfilmen grausam gefoltert werden, macht er Bekanntschaft mit der schönen Waltraut. Auf der Suche nach ihrem Vater, der in der Gefangenschaft der Geheimpolizei eine Wunderwaffe entwickeln soll, schließen sie sich einer Revoluzzertruppe an und auf dem Weg zur Befreiung des Wissenschaftlers werden in gewohnter Manier alle möglichen Filme durch den Kakao gezogen.
Filmkritik:
Die Macher hinter „Top Secret“ sind die gleichen wie die von „Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug“ oder später der „Die nackte Kanone“-Trilogie. Daher weiß man auch schon in etwa was einen erwartet: holzhammermäßige Gags im Minutentakt. Wenn das jetzt wie Kritik klingt, dann ist das gar nicht so gemeint, denn „Top Secret“ funktioniert.
Genau wie bei den anderen Filmen der Regisseure Zucker, Abrahams, Zucker (kurz ZAZ) muss man beim Schauen immer auch auf den Hintergrund achten, denn dort passieren, unbemerkt von unaufmerksamen Zuschauern, oft die irrwitzigsten Dinge. Auch die so genannten Running Gags, also solche, die auf bereits vorher vorkommenden Gags basieren, funktionieren nur, wenn man den Film aufmerksam schaut. Dass dies bei Fernsehzuschauern im Gegensatz zum Kino oft nicht so gut funktioniert, war einer der Gründe warum „Die nackte Pistole“, eine Serien-Schwester zu den „Die nackte Kanone“-Filmen leider beim Publikum durchfiel und schon nach wenigen Folgen abgesetzt wurde.

Top Secret“ enthält natürlich auch wieder eine Menge toller Gags, die von Doppeldeutigkeiten über schräge Ideen bis hin zu visuellen Gimmicks reichen. Letztere sind dann in meinen Augen auch ganz klare Highlights des Filmes, denn wohl in keinem anderen Film wird der Zuschauer so mit filmischen Mitteln an der Nase herumgeführt wie hier. Da wird mit Linsen und Perspektiven getrickst, dass es eine wahre Freude ist; wer den Film kennt, den erinnere ich nur an den Telefonhörer, die Stiefel des Obersten oder die Lupe des Bibliothekars.
Einen herrlichen Auftritt hat auch Peter Cushing (legendär als Van Helsing oder Frankenstein in den Hammer-Filmen) als alter Schwede. Die gesamte Szene inklusive Ton wurde rückwärts gedreht und der Effekt ist wirklich genial. Hier konnten sich die Regisseure in ihrem kreativen Wahnsinn einmal richtig austoben. Ein anderes Beispiel für wirklich kreative Verrücktheit ist auch die Unterwasser-Barschlägerei mit Bonanza-Musik.
Zielscheibe in Sachen Filmparodie sind diesmal speziell Agenten- und Elvisfilme, nebenbei kommen aber auch Spitzen etwa auf „Die blaue Lagune“.
Wenn Val Kilmer seine Elvis-Ripoffs anstimmt, dann bleibt kein Auge trocken und die Teenies fallen, in typisch überspitzter Manier, reihenweise um. Die Rock’n’roll-Songs an sich wissen auch zu gefallen und wurden durch verhohnepiepelte Texte ihrerseits auf das Niveau des Filmes angepasst. Hauptdarsteller Val Kilmer (Batman Forever), der übrigens auch alle Lieder im Film selbst singt, überzeugt voll in seiner Rolle als leicht unterbelichteter Rock’n’roll-Sänger. In einem kleinen Cameo macht Omar Sharif Bekanntschaft mit der staatlichen Presse.

Die Story selbst ist, wie bereits angedeutet, hanebüchen, bietet jedoch jede Menge Abwechslung und lässt durch die schiere Menge von Gags ohnehin keine Zeit, groß über sie nachzudenken. Im Gegenteil, der Film nimmt sich selbst nicht ernst und als wieder einmal ein Handlungsloch entsteht, sagt Waltraut „Das wird uns nie jemand abkaufen!“, woraufhin dann sie und Nick ganz ängstlich in Richtung Zuschauer blicken.
Was kann man so einem herrlichen Blödsinn schon übel nehmen? Spitzen auf die amerikanische Lebensart wie „Schaut ihr denn in Amerika den ganzen Tag nur Fernsehen? - Also ich habe mal von einem gehört, der soll ein Buch gelesen haben, aber das glaube ich nicht!“ machen einfach Spaß.
Bildqualität:
Das Bild liegt im anamorphen 16:9-Format vor. Zwar kann der Film sein Alter nicht ganz verleugnen, was sich vor allem durch gelegentliche Dropouts und das ständig vorhandene Hintergrundrauschen bemerkbar macht. Dadurch ist das Bild teilweise etwas unruhig und neigt manchmal auch zum Flimmern. Das Bild hat aber dennoch seine Qualitäten. Die Schärfe ist gut, die Farben sind natürlich und vor allem macht sich die Kompression zu keiner Zeit bemerkbar.
Alles in allem ist das Bild auf recht hohem Niveau. Die DVD präsentiert den Film in einer Qualität, die die bekannter VHS-Kassetten und TV-Ausstrahlungen deutlich übertrifft.
Tonwertung:
Wenn man einem alten Film einen 5.1-Mix verpasst, dann ist das Ergebnis meist nicht sehr verheißungsvoll, es sei denn, man hat geeignetes mehrspuriges Ausgangsmaterial zu Verfügung. „Top Secret“ kann in der englischen 5.1-Spur jedoch überzeugen. Vor allem die Abmischung der Songs ist sehr gelungen. Sie nutzen den Surroundton voll aus und bringen ordentlich Schwung in die Wohnung. Hier kann auch der Subwoofer aus seinem Schlaf erwachen, den er bei der deutschen Fassung hält. Wer den Film doch auf Deutsch schaut, der sollte wenigstens für die Lieder einmal auf die englische 5.1-Spur umschalten.
Damit hat man sich aber nicht begnügt. Auch die Soundeffekte nutzen einwandfrei die Stereofront und gelegentlich klingen sie räumlich. Bei den Dialogen kann der Film jedoch sein Alter nicht ganz verleugnen. Die Sprachqualität ist gut, aber es fehlt das letzte bisschen Brillianz.
Der deutsche Ton liegt im originalen Monoformat vor. Hier ist von Raumklang natürlich keine Spur und auch sonst klingt der Ton leider blass und ohne Biss. Dafür die Sprachverständlichkeit gut, es gibt kein Rauschen oder Störungen, sodass man die sehr gelungene Synchronisation durchaus ertragen kann. Dem geneigten Zuschauer sei übrigens der Vergleich diverser komplett anders übersetzter Szenen empfohlen, denn wo Nick in der Originalfassung etwa deutsch anhand sinnvoller Beispiele wie „there is Sauerkraut in my Lederhosen“ lernt, hört er sich in der deutschen Fassung ein Rezept für verlorene Eier an.
Bonusmaterial:
Wie bei ihren anderen Filmen haben sich auch hier wieder die Macher zu einem Audiokommentar eingefunden, der wieder einmal weniger informativ, dafür aber sehr lustig ist. Zwar hat man manchmal das Gefühl, die Anekdoten die sie erzählen, erzählten sie einander und nicht dem Publikum, aber unterhaltsam ist das Ganze schon.
Ansonsten bringt die DVD neben einem Trailer auch noch nicht verwendete Szenen mit, die bisher wohl nur aus einigen US-TV-Ausstrahlungen bekannt waren. Diese liegen im Originalton vor und besitzen deutsche Untertitel.
Wer den Film nicht kennt, dem sei übrigens angeraten, sich vor dem Hauptfilm nicht den Trailer anzusehen, da dieser schon eine Unmenge an Gags verrät.
Gesamturteil:
Die Macher der „unglaublichen Reise in einem verrückten Flugzeug“ haben wieder zugeschlagen! „Top Secret“ ist eines der Komödien-Highlights der 80er und sowohl wegen seiner visuellen Gags als auch wegen den vielen verrückten Einfällen immer wieder sehenswert. Val Kilmer gibt als leicht unterbelichteter Elvis-Klone eine herrlich schräge Vorstellung und die Gagdichte ist so hoch, dass gute Unterhaltung eigentlich garantiert ist.
Die DVD bietet keine ausufernde Ausstattung, dürfte jedoch mit noch unbekannten Szenen und einem unterhaltsamen Audiokommentar den Fans des Filmes eine große Freude machen. Außerdem ist neben der deutschen Synchronisation in mono auch noch die englische Tonspur mit an Bord, der ein flotter 5.1-Mix beschert wurde.
Diese Kritik wurde verfasst von Dirk Schönfuß.


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Regie: Jim Abrahams
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