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265 Kritiken online

Seit dem 21.12.2003
Hits

„Die Olsenbande steigt aufs Dach“

 Filmkritik   DVD-Infos   Filmdaten   Lesermeinungen 

PRO: tolle Slapstick-Gaunerkomödie voller lustiger Ideen
PRO: schlechte Bild- und miserable Tonqualität
CONTRA: kein O-Ton und keine Extras

Handlung:
Es ist Staatsfeiertag. Augrund einer Amnestie wird Egon frühzeitig entlassen. Welch ein Unglück, so doch nur 2 Tage später ein Anwalt in das Gefängnis versetzt werden sollten, mit dem Egon seinen neusten Plan diskutieren wollte.
Doch das Schicksal lacht. Benny hat diesmal einen Plan − und das kann ja nichts werden, oder? Erstaunlicherweise kommen Benny und Kjeld ohne Egon sehr gut zurecht und er muss zum Unmut seiner Kollegen selbst Hand anlegen, um die Polizei dazu zu veranlassen, ihn wieder einzuliefern.
Wieder auf freiem Fuße besitzt er nun endlich die vollständigen Unterlagen für seinen nächsten Coup, der sich diesmal um den Arealplan von Dänemark dreht, für welchen die Tourismusindustrie bereit ist, einen 3-stelligen Millionenbetrag hinzublättern. Egon handelt im Auftrag des Ingenieurs Bang-Johansen, den er für einen respektablen Mann hält.
Der geniale Einbruch in die Reichsregistratur, bei dem u.a. ein italienischer Salat mit Zunge und 3 Pilsener eine wichtige Rolle spielen, gelingt, aber Egon wird selbstverständlich hereingelegt. Um jetzt noch an das Geld zu kommen, müssen sich die drei außerdem mit der Kontaktperson der Käufer, dem „schwarzen Baron“ herumschlagen und das „dumme Schwein“ ist auch mit von der Partie…
Filmkritik:
Auch der zehnte Film in der vierzehnteiligen Olsenbanden-Reihe präsentiert sich mit guten Ideen. Yvonne geht diesmal arbeiten und gibt sich Egon gegenüber viel freundlicher und verständnisvoller, schließlich muss sie jetzt Steuern zahlen.
Kommissar Jensen ist wieder zurück versetzt worden und arbeitet ebenfalls am Fall Bang-Johansen. Natürlich hat er wieder den vollen Durchblick und eine Menge Ratschläge für seinen „jungen Freund“ parat. Auch Spitzen auf die Politik sind dadurch wieder eine Menge enthalten.
Der Film enthält wie gewöhnlich wieder viele Spitzen auf Gewohnheiten und Rituale vor allem alter Menschen. So funktionieren wieder die meisten Teile des Coups nur, weil Egon anscheinend immer vorher vollkommen klar ist, wie die Leute auf das Haar reagieren werden, was er ihnen sprichwörtlich in der Suppe platziert.
Der Running Gag des Filmes ist diesmal Kjelds Verfressenheit. Yvonne setzt ihn auf Diät, in einer Küche lässt er eine verschweißte Essenspackung mitgehen, die er dann in einer herrlich komischen Szene trotz verzweifelter Versuche nicht zu öffnen vermag und seine durch den Duft von Eierkuchen angeregten Fressfantasien führen dazu, dass Egon aus einer verzweifelten Situation gerettet werden kann. Am Ende bekommt Bang-Johansen auch noch Fotos von Kjeld im Badeanzug zu sehen, die Yvonne ursprünglich zu ihrer Maßnahme bewogen hatten.
Die besten Szenen sind sicherlich die, in denen die drei in einem verzweifelten Rettungsversuch an einer riesigen Turmuhr hängen, die mit ihren Zeigern den gefesselten Egon herunter zu stoßen droht, aber auch die Slapstick-artige Verfolgungsjagd mit der Polizei ist ein echtes Highlight.
Bildqualität

Tonwertung

Bonusmaterial

DVD-Check:
Das Bild liegt wieder einmal im Letterbox-Format von 1,50:1 vor. Es gibt öfters Defekte, die Schärfe ist ausreichend. Das Bild ist jedoch etwas unruhig, besitzt einen geringen Detailgrad und leidet unter Hintergrundrauschen. Störend ist vor allem der miserable Schwarzwert.
Der als 2.0-Spur codierte Monoton ist ebenfalls von schlechter Qualität. Die Sprachverständlichkeit ist nach wie vor übel. Wer hier über keinen guten Receiver oder Fernseherton verfügt, wird höchstwahrscheinlich Verständnisprobleme bekommen.
Bei den Extras herrscht Fehlanzeige. Lediglich das Hauptmenü wurde mit einer Szene aus dem Hauptfilm animiert, die mit der bekannten Filmmusik unterlegt wurde. Schade, dass man nicht wenigstens ein paar Informationen, Trailer oder Interviews zusammengetragen hat.
Gesamturteil:
Die Olsenbande steigt aufs Dach“ bietet für Fans der Filmreihe das gewohnte mit einigen unvergessenen Highlights wie Egon an der Turmuhr und für alle, die den Film noch nicht kennen, ist gute Unterhaltung bei dieser Gaunerkomödie auch garantiert. Leider kann die DVD nicht überzeugen. Bild- und Tonqualität sind eine Zumutung und Extras sind nicht vorhanden.
Diese Kritik wurde verfasst von Dirk Schönfuß.


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