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265 Kritiken online

Seit dem 21.12.2003
Hits

„Die Olsenbande läuft Amok“

 Filmkritik   DVD-Infos   Filmdaten   Lesermeinungen 

PRO: durchschnittliche Gaunerkomödie, die ihre Momente hat und neue Perspektiven aufzeigt
CONTRA: jedoch auch Durchhänger besitzt und einer der schwächeren Vertreter der Filmreihe ist
CONTRA: furchtbare Bild- und Tonqualität
CONTRA: kein O-Ton und keine Extras

Handlung:
Die Mannen um Egon Olsen planen wieder einmal einen genialen Coup. Alles könnte prima funktionieren. Sie haben sich auf der Toilette eines Kinos eingeschlossen, haben die Alarmanlage mit Rassierschaum außer Betrieb gesetzt und sind dabei, den Tresor zu knacken. Diesmal ist es jedoch Bennys versoffener Bruder Dynamit-Harry, der den Plan schmeißt und Egon landet natürlich wieder einmal im Kittchen.
Als er seine Zeit abgesessen hat, ist jedoch nichts mehr wie es war. Benny hat sich mit der Tochter eines Kleinmarktbesitzers verlobt und ist dort Juniorchef, Kjeld ist sein Lagerverwalter. Das die Zukünftige ein Lächeln hat wie ein Pferd, vermag das junge Glück angesichts eines romantischen Urlaubsfluges nach Mallorca auf Firmenkosten nicht zu trüben.
Egon passt freilich nicht in diese Idylle und so ist es letztlich Dynamit-Harry, der Egon bei sich aufnimmt. Er hat mit dem Trinken Schluss gemacht und möchte ein besserer Mensch werden. Doch irgendwie scheint das keinen zu interessieren und so ist seine Versuchung ein Running Gag im Film.

Egon hat natürlich wieder einen Plan, doch Harry ist aufgrund schwacher Nerven und zittriger Finger ein schlechter Partner. Zu sehr hat sich Egon auch daran gewöhnt, dass ihm jemand beim Safe-Knacken das Stethoskop reicht und die Handschuhe überstreift. Aber so geht das Leben.
Trotzdem kreuzen sich natürlich wieder die Wege und so gehört es zu den Besonderheiten des Filmes, dass hier die Perspektiven teilweise etwas vertauscht sind. Beispielsweise landet diesmal nicht Egon, sondern zeitweise einmal Benny und Kjeld im Knast. Zusammen mit Börge plant Egon eine einfallsreiche Rettungsaktion, doch gedankt wird ihm dies nicht.
So hat er immer wieder Schwierigkeiten, einen seiner ansonsten leichtesten Pläne zur Erlangung von 6 Millionen an Schwarzgeld durchzuführen, weil ihn seine vermeintlichen Freunde immer wieder im Stich lassen, um ihn am Ende doch wieder aus einer misslichen Lage zu befreien.
Filmkritik:
Sicherlich, auch dieser Film hat seine Highlights. Wenn etwa Egon Olsen im Auftrag der Polizei und unter den Augen der erfolglosen Polizeispezialisten einen Safe knacken muss und dafür schallenden Beifall erntet, dann ist das schon urkomisch.
Auch Yvonne hat wieder viele unvergessliche Auftritte, denn sie ist schon voller Vorfreude auf den Urlaub auf Mallorca. Ansonsten bleiben die beliebten Protagonisten diesmal aber erstaunlich blass. Kjeld hat kaum Dialoge, sitzt die meiste Zeit vollkommen verstört und heulend herum und auch Benny ist in diesem Film kaum interessant.
So kommt denn, es ist kaum zu glauben, doch stellenweise etwas Langeweile auf, obwohl die eigentlichen Zutaten des Filmes hochwertig sind. So ist etwa Egons Trick, die Alarmanlage auszuschalten wirklich einfallsreich und auch sein Auftritt als Geschäftsmann mit pseudoenglischem Kauderwelsch ist wirklich witzig. Trotzdem gehört der Film leider eher zu den schwächeren Vertretern der Filmreihe.
Bildqualität

Tonwertung

Bonusmaterial

DVD-Check:
Das Bild liegt wieder einmal im Letterbox-Format von 1,66:1 vor und auch hier ist die Bildqualität wieder schlecht. Die Farben sind verwaschen und das Bild ist so unscharf, dass die gelegentlichen Defekte des Ausgangsmaterials im Einheitsbrei eigentlich kaum noch auffallen.
Der als 2.0-Spur codierte Monoton ist ebenfalls von schlechter Qualität. Die Sprachverständlichkeit ist nach wie vor übel. Wer hier über keinen guten Receiver oder Fernseherton verfügt, wird höchstwahrscheinlich Verständnisprobleme bekommen.
Bei den Extras herrscht Fehlanzeige. Lediglich das Hauptmenü wurde mit einer Szene aus dem Hauptfilm animiert, die mit der bekannten Filmmusik unterlegt wurde. Schade, dass man nicht wenigstens ein paar Informationen, Trailer oder Interviews zusammengetragen hat.
Gesamturteil:
Im Film „Die Olsenbande läuft Amok“ geht die Bande oft getrennte Wege und es weht teilweise ein frischer Wind. Insgesamt bietet der Film aber neben einigen Highlights zu wenig und ist einer der schwächeren Olsenbanden-Filme. Die DVD bietet gegenüber den anderen Vertretern dieser Reihe keine Überraschungen und ist nicht empfehlenswert.
Diese Kritik wurde verfasst von Dirk Schönfuß.


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Olsen-banden går amok (1973)

Regie: Erik Balling
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