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Seit dem 21.12.2003
Hits

„Nomaden der Lüfte“

 Filmkritik   DVD-Infos   Filmdaten   Lesermeinungen 

PRO: Bilder von nie zuvor gesehener Schönheit
CONTRA: nicht ganz nachvollziehbarer Handlungsbogen
PRO: sinnvolle und umfangreiche Extras, etwa interaktives Vogellexikon
CONTRA: Mängel bei der Bildqualität

Filmkritik:
1995 kam ein ganz besonderer Film in die Kinos: Mikrokosmos. In dreijähriger Arbeit entstanden, zeigte er nie vorher gesehene Bilder aus einer Welt, die zu klein ist, um sie mit bloßen Auge zu sehen − die Welt der Insekten auf einer ganz normalen Wiese.
2002 erschien nun das neuste Werk aus der Produktion von Jacques Perrin (zu sehen u.a. als der alte Marquis d’Apcher in „Der Pakt der Wölfe“). Diesmal hatten es sich die Macher zum Ziel gesetzt, Zugvögel bei ihrer Reise um die Welt zu begleiten; ein schier unglaubliches Unterfangen, für welches man einen riesigen Aufwand betrieb.

Der Aufwand hat sich jedoch gelohnt, denn nie zuvor hat man Vögel aus einer solchen Perspektive gesehen. Jeder kennt den Anblick, wenn sich im Herbst die Vögel zu großen Schwärmen sammeln, um gen Süden zu ziehen. In V-Formation fliegen sie über den Himmel, da sie auf diese Weise bis zu 40% Energie sparen können. Manchmal kann man auch beobachten, wie ein großer Vogelschwarm wie ein Handtuch dahin gleitet, aber Bilder wie in diesem Film sind wirklich neu.
Die Filmemacher haben die Vögel zu Lande, zu Wasser und in der Luft über alle Kontinente verfolgt und Bilder von unvergleichlicher Schönheit eingefangen. Zu diesem Zweck mussten sie die Vögel zunächst an den Menschen gewöhnen, die nötige Technik wie etwa Fluggeräte entwickeln und vor allem logistische Probleme bewältigen.

Nun fällt es mir aber ehrlich gesagt sehr schwer, etwas über den Film zu schreiben. Warum, das ist gar nicht so einfach auszudrücken. Jeder Filmemacher kennt das Problem, sich zugunsten einer guten Dramaturgie auch von lieb gewonnenem Material trennen zu müssen. Solche Szenen wandern heute dank der DVD oft wenigstens als „deleted scenes“ ins heimische Wohnzimmer.
Für „Nomaden der Lüfte“ wurden ganze 450 km Film belichtet, was etwa 300 h entspricht. Wer einmal Tiere gefilmt hat, wird dies verstehen, da eine ungeheure Geduld vonnöten ist, um das zu erhalten, was man möchte; auf Regieanweisungen hören wilde Tier nun einmal meist nicht.
Das Problem, was man nun auch bei einem gewöhnlichen Film hat, nämlich aus normalerweise etwa 10x soviel Material wie man braucht, das passende herauszusuchen, tritt hier natürlich weitaus stärker auf. Ein festes Drehbuch kann man nicht verwenden, schließlich passieren, in noch weitaus stärkerem Maße als durch die Improvisation eines Schauspielers, in der Natur oft vollkommen unvorhergesehene Dinge.
Um zum Kern zurückzukommen, „Nomaden der Lüfte“ besitzt leider keinen richtigen roten Faden, keine gelungene Dramaturgie. Vermutet man den Kern der Handlung am Anfang noch darin, dass ein kleiner Junge die Vögel im Herbst wegfliegen sieht und der Kommentar etwas vom Versprechen der Wiederkehr erzählt, so springt der Film im späteren Verlauf zwischen Jahreszeiten, Kontinenten und Vogelarten umher, schneidet Themen wie Umweltverschmutzung an, ohne sie weiter zu beachten und verwirrt so den Zuschauer.

Schade eigentlich, denn das Zeug zu einer wirklich einzigartigen Dokumentation hätte der Film gehabt, zumal schon die ganzen Umstände und das zugrunde liegende Projekt ein Novum sind, wie man im Making Of erfahren kann.
Was bleibt, sind, wie erwähnt, beeindruckende Bilder, wenn etwa Gänse über wunderschöne Landschaften fliegen und die Kamera sie aus wenigen Metern Entfernung begleitet; fast schon zum Greifen nah und mit Details, die man sonst nie so beobachten kann. Die Musik ist ähnlich der von „Mikrokosmos“ und genauso ungewöhnlich wie der Film selbst.
So bleibt denn das in Anbetracht des ganzen Aufwandes und der unvergleichlichen Bilder doch etwas brutale Fazit, dass „Nomaden der Lüfte“ trotzdem letztlich mehr Stückwerk und damit weit weniger unterhaltsam ist, als ich mir erhofft hatte.
Bildqualität:
Das Bild der DVD ist auf hohem Niveau, jedoch leider nicht so gut, wie man in Anbetracht dessen, dass der Film eine komplette DVD einnimmt und erst 1 Jahr alt ist, hätte erwarten können. Die Farben sind etwas zu blass. Das recht rauscharme Bild hat leider keine vernünftige Schärfe. Dies kommt vor allem in den Totalen zum Tragen. Schade.
Tonwertung:
Der Ton der DVD ist gut, aber nicht spektakulär. Meistens ist es die Score, die sich auf den Surroundkanälen ausbreitet. Kommentar ist selten zu hören. Sprachverständlichkeit und Abmischung sind solide, aber es fehlt das gewisse Etwas. Von einem tollen Surroundklang, wie ihn etwa die französische DTS-Fassung von Mikrokosmos bietet, kann man hier nicht sprechen.
Bonusmaterial:
Die Extraausstattung der DVDs ist sowohl umfangreich als auch sinnvoll. „Mikrokosmos“ und auch „Nomaden der Lüfte“ verzichten weitgehend auf Kommentare. Dies hat seine Vorteile, kann jedoch auch zum Pferdefuß werden, denn der interessierte Zuschauer möchte nun auch einmal wissen, welche Vogelart er z.B. gerade sieht. Dieses Feature und noch mehr bietet der interaktive XIF-Modus, der passend zum Bildschirmgeschehen zu einem Vogelalmanach verzweigt, wo man alles Wissenswerte über eine Vogelart erfahren kann.
Nach dem Einlegen der DVDs begrüßt den Zuschauer jedoch zunächst ein schön animiertes und vertontes Menü. Neben dem Vogelalmanach und dem Hauptfilm ist auf der ersten DVD noch ein Audiokommentar des Regisseurs enthalten, der auch deutsch untertitelt wurde.
Auf der zweiten DVD befinden sich nun zahlreiche Beiträge. Da wären zunächst die obligatorischen Trailer. Hinzu kommt ein DVD-ROM-Part mit einem Spiel und einem Bildschirmschoner. Das Musikvideo besteht aus einem 7-minütigen Musikstück, welches mit ausgesuchten Bildern aus dem Film unterlegt wurde.
Die Making Ofs wurden in die Teile „Transport“, „Statements“ und „Making Of“ unterteilt. Die Featurette über den Transport der Vögel ist etwa 11 Minuten lang und zeigt Bilder von der Aufzucht, dem Füttern und Verladen der Vögel. Unter „Statements“ erfährt der geneigte Zuschauer eine Menge über die Regie, das Anlaufen des Projektes, die Kameraführung und die Projektleitung der immerhin 3-jährigen Dreharbeiten. Leider fallen hier für einige Minuten die Untertitel aus.
Das etwa einstündige „Making Of“ geht nun noch genauer auf die einzelnen Gebiete ein, zeigt viele Bilder hinter den Kulissen, die Fluggeräte, Material von der Aufzucht der Vögel und ihrer Gewöhnung an den Menschen und vieles mehr. Man kann bei Regiebesprechungen dabei sein und sehen, wie die Filmemacher die Vögel in allen Teilen der Welt zu Wasser, zu Lande und in der Luft verfolgt haben.
Alles in allem ist das Bonusmaterial reichhaltig und tiefgründig.
Gesamturteil:
Der Trailer und der faszinierende Bildband zum Film haben die Hoffnung auf eine großartige Dokumentation über die Zugvögel geweckt und tatsächlich sind die im Film gezeigten Bilder kein Stück weniger als sensationell und unvergleichlich schön. Leider geht das alles etwas zu Lasten eines durchgängigen roten Fadens. Der Zuschauer ist nach dem Film eher überreizt durch die vielen Eindrücke und etwas verwirrt mangels nachvollziehbarer Handlung.
Die DVD kann hier mit ihren interaktiven Features, die etwa Informationen zum gerade gezeigten Vogel anbieten, etwas weiterhelfen und auch der Audiokommentar des Regisseurs ist interessant, aber letztlich bleibt ein schaler Nachgeschmack, zumal der Aufwand für den Film wirklich ungeheuer ist, was das umfangreiche Extramaterial ausführlich dokumentiert. Die technische Seite der DVD ist darüber hinaus solide, lässt aber Wünsche offen.
Wem schon „Mikrokosmos“ gefallen hat oder wer sich für Naturfilme begeistern kann, dem sei die DVD trotzdem ans Herz gelegt.
Diese Kritik wurde verfasst von Dirk Schönfuß.


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