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Seit dem 21.12.2003
Hits

„The Nameless“

 Filmkritik   DVD-Infos   Filmdaten   Lesermeinungen 

PRO: visuell und atmosphärisch ansprechender Schocker
CONTRA: der als Thriller jedoch nicht überzeugen kann
CONTRA: technisch allenfalls Durchschnitt
PRO: aber mit umfangreichen Extras

Handlung:
Ein Polizist wird zu einem Tatort gerufen. Eine Kinderleiche hängt in einem Rohr voller Säure und ist nur noch anhand eines verkürzten Beines zu identifizieren. Die Aufgabe ist keine angenehme und am Ende des Tages muss der Polizist den Eltern des toten Mädchens die traurige Nachricht überbringen.
Fünf Jahre vergehen, die Eltern haben sich mittlerweile getrennt. Eines Tages erhält die Mutter jedoch einen Anruf eines Mädchens, dass ihr verkündet, dass sie ihre Tochter sei. Nun beginnt für die junge Frau ein Albtraum. Gemeinsam mit dem Polizisten vom damals und einem jungen Reporter kommt sie einer Sekte auf die Spur, aus deren Fängen sie ihre angeblich noch lebende Tochter nun befreien muss.
Filmkritik:
The Nameless“ ist ein düsterer Horrorfilm, der viel auf Athmosphäre und verstörende Bilder setzt. Eine gewisse Verwandtschaft zu David Finchers „Sieben“ kann der Film hier nicht verleugnen. Die verstümmelten Leichen und die Schockszenen sind im Film zwar dünn gesät, erzielen jedoch ihre Wirkung, zumal es sich bei dem Opfer auch noch um ein kleines Mädchen handelt. Kein leichter Stoff also.
Der Film braucht zunächst eine längere Zeit, fast eine Dreiviertelstunde, um richtig in Fahrt zu kommen. Die Personen werden eingeführt. Die Ehe der Mutter ist zerbrochen, sie flüchtet sich in ihren Job und schluckt Tabletten. Der Polizist ist ebenfalls durch einen Verlust entwurzelt und hat seinen Dienst quittiert.
Sobald sich die Geschichte der Sekte enthüllt, die bis in den zweiten Weltkrieg zurück reicht, wird es jedoch richtig interessant. Der Sektenführer Santini liefert den beiden Suchenden ein bizarres Rätsel, hinter dem die Lösung der mysteriösen Vorgänge liegen soll. Leider wirkt diese Szene etwas deplatziert, denn wer nun erwartet, dass im Weiteren eine groß angelegte Verschwörung enthüllt wird, wird enttäuscht werden. Auch die sonstigen Storyentwicklungen wirken oft etwas seltsam, Handlungsfäden kommen aus dem Nichts und verschwinden wieder in Selbigem.

Die Stimmung des Filmes ist gelungen, obwohl die flashigen Insert-Schnitte teilweise recht nervig sind. Sie sorgen jedoch zumindest dafür, dass der Zuschauer ständig das Gefühl hat, es könnte etwas Schreckliches passieren. Als Thriller kann er jedoch nicht überzeugen. Zu sehr wartet der Zuschauer oft auf den Fortgang der Geschichte während sich der Film in neuen Manifestierungen seines visuellen Stils verliert. Die düstere Inszenierung, die von der entsprechenden Musikuntermalung unterstützt wird, ist es dann hauptsächlich, was den Film ausmacht.
Für Freunde des experimentellen Horrorfilms ist das erste große Werk des spanischen Regisseurs Jaume Balaguero jedoch interessant. Ich würde nicht so weit gehen, das Ende wie auf dem Cover der DVD mit „Sieben“ zu vergleichen, allerdings schlägt der Film in die gleiche Kerbe. Den Geschmack einer großen Publikumsmasse wird er allerdings mit Sicherheit nicht treffen. Hier handelt es sich eher um einen Achtungserfolg in Sachen Atmosphäre − an seiner Erzähltechnik sollte der Regisseur jedoch noch arbeiten.
Bildqualität:
Der Film ist erst wenige Jahre alt und liegt auf dieser DVD in anamorphem 1.85:1-Bildformat vor. Leider lässt die Bildqualität dennoch zu wünschen übrig. Zu detailarm wirkt das Bild des oft im Dunkeln spielenden Filmes. Die kalten, blassen Farben sind sicherlich vom Regisseur so gewollt und unterstützen die Wirkung des Filmes. Ein wirklich schöner Anblick ist das farbreduzierte, wenig detailreiche Bild aber bei aller Liebe nicht, zumal auch noch böse Aliasingeffekte und Flimmern den Spaß verderben. Dafür gibt es kaum Rauschen und die Schärfe ist auf gutem Niveau.
Tonwertung:
Die Auswahl der Tonspuren ist breit gefächert und sollte jeden zufrieden stellen. Der deutsche Ton liegt sowohl in Dolby Surround als auch in 5.1-Kanal-Varianten vor, bei denen man zwischen Dolby Digital und DTS wählen kann. Den spanischen Originalton gibt es in Dolby Digital 5.1 mit optionalen deutschen Untertiteln und zusätzlich liegt noch eine englische Synchronisation in Dolby Digital 5.1 vor.
Der Ton bietet eine ausreichend breite Stereofront und einen recht guten Klang, Surroundeffekte kann man allerdings mit Lupe suchen. Lediglich die Score mit ihrer athmosphärischen Untermalung sowie die flashigen Überblendungen nutzen gelegentlich die Surroundlautsprecher. Zusammenfassend kann der Ton aber nicht überzeugen, selbst der DTS-Track klingt nicht besser als ein durchschnittlicher Dolby Surround Track.
Bonusmaterial:
Neben dem Trailer zum Hauptfilm gibt es noch Trailer zu 3 weiteren DVDs aus dem Programm von EMS anzuschauen. Die Extras zum Hauptfilm befinden sich sämtlich auf einer zweiten DVD.
Das Making Of besteht aus Interviews, Filmausschnitten und Hinter-den-Kulissen-Material. Sehr viele Informationen werden hier nicht vermittelt. Das Interview mit dem Regisseur wirkt zwar nicht sehr professionell, ist aber deutlich interessanter. Weitere Informationen und Einblicke bieten die Bio- und Filmgrafien bzw. die Bildergalerie.
Zum Film sind 2 Spots und der Kinotrailer vorhanden. Die nicht verwendeten Filmszenen liegen nur in einer sehr kleinen Bildauflösung vor und sind, so völlig aus dem Zusammenhang gelöst, nicht wirklich interessant. Eine nette Dreingabe ist das Musikvideo.
Die interessantesten Extrafeatures bieten jedoch die beiden preisgekrönten Kurzfilme des Regisseurs. Was man hier an Krankheit und Perversion zu sehen bekommt, lässt tief blicken, dagegen ist der Hauptfilm noch richtig human. Sehr, sehr seltsam aber visuell interessant. Der unbedarfte Zuschauer sollte sich hier allerdings sehr gut überlegen, ob er sich diese Kurzfilme wirklich anschauen möchte.
Gesamturteil:
The Nameless“ ist ein düsterer Horrorfilm, der mit Stil und Stimmung überzeugt und im Kern eine faszinierende Story hat, jedoch mehr Wert auf seine Stilmittel legt als darauf, eine durchweg spannende Handlung zu entwickeln. So bekommt man es mit guten Ansätzen, aber einem unausgegorenen Ganzen zu tun. Heimkinotechnisch ist die DVD kein Kracher, bietet jedoch eine für eine Independent-Produktion solide Qualität und eine überraschend umfangreiche Ausstattung inklusive Bonus-DVD.
Diese Kritik wurde verfasst von Dirk Schönfuß.


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