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Seit dem 21.12.2003
Hits

„The Musketeer“

 Filmkritik   DVD-Infos   Filmdaten   Lesermeinungen 

CONTRA: übles Machwerk ohne jeden Reiz
PRO: einwandfreie Technik und tolle Präsentation

Handlung:
Im Frankreich des 17. Jahrhunderts herrschen düstere Zeiten. Die Bevölkerung hungert und das Land leidet unter seinem schwachen König, gegen den finstere Kardinal Richelieu intrigiert. Selbst die Leibgarde des Königs, die einst berühmten Musketiere fristen ein Schattendasein. Durch einen fingierten Angriff auf eine spanische Delegation sind sie ihres Amtes enthoben, der Anführer sitzt im Kerker und die einst tapferen Kämpfer frönen nur noch Saufgelagen.
Auftritt für D’Artagnan: Der junge Heißsporn möchte nicht nur in die Fußstapfen seines Vaters treten, sondern er hat auch noch ein Hühnchen mit dem Anführer der Garde des Kardinals zu rupfen. So lässt er alte Ideale wieder aufleben und hilft der Königin, die im Interesse des Landes mit dem König von Buckingham verhandelt.
Filmkritik:
Die Geschichte ist eigentlich bekannt, gehört doch Alexandre Dumas’ Abenteuerroman zur besten Abenteuer- und Jugendliteratur. Auch auf der Leinwand waren die Abenteuer des angehenden Musketiers schon oft zu sehen. Was kann eine Neuverfilmung hier also bieten? Nun, die Besetzung ist mit Stephen Rea („Interview mit einem Vampir“), Tim Roth („Reservoir Dogs“), Mena Suvari („American Beauty“) und Leinwand-Veteranin Catherine Deneuve zumindest schon einmal erstklassig. Die Hauptrolle übernahm Justin Chambers und macht gar keine schlechte Figur.
Dennoch wird schnell klar, warum „The Musketeer“ dennoch nicht gerade der Ruf eines Blockbusters begleitet. Bereits der Anfang könnte billiger kaum sein. Ganze 3 Minuten braucht der Film, um die Familienidylle eines Jungen einzuführen, sie dann zu zerstören und die Motivation einzuführen, die von nun an den Aufhänger für den Film bilden soll.
Nach einer hässlichen Titelsequenz, die aus Standbildern mit Namenseinblendungen besteht, ist unser Jüngling dann auch bereits erwachsen und liefert sich die erste von vielen grundlosen Wirtshausschlägereien des Filmes: die Säbel klirren, in Totalen wirbeln die Kämpfer herum, als wären sie einem Hong-Kong-Film entsprungen, man sieht Zwischenschnitte und Gesichter, aber von einem Schwertkampf zeugen nur die Geräusche im Off. Als wäre dies nicht schon peinlich genug, so enttäuscht auch noch die Kameraführung.
Was dann folgt, ist tödliche Langeweile, eine unerträglich billige Storyentwicklung, die die originale Geschichte mit Füßen tritt und vereinfacht, bis kaum noch etwas davon übrig ist. Der König kommt im Film kaum vor, die Königin, immerhin verkörpert von einer gestandenen Schauspielgröße, verkommt zur burschikosen Stichwortgeberin, der Kardinal ist eine Witzfigur, die vor unserem strahlenden Helden, der dort einfach hereinmarschiert, ihre gesamten Pläne ausplaudert und nicht einmal die eigenen Gardisten unter Kontrolle hat.
Außerdem hält es der Film für nötig, ständig unendlich platten und deplatzierten Humor einzustreuen.
Die Dialoge sind schlichtweg unerträglich und bei soviel Niveaulosigkeit werden die großen Stars des Filmes einfach verheizt. Wer Tim Roth einmal in wirklich beeindruckenden Rollen wie etwa „Ohne jeden Ausweg“ gesehen hat, der wird hier staunen, wie platt er herüberkommt, obwohl er soviel Zeit auf der Leinwand hat. Das ist mehr als traurig.
Selbst die vielen Actionsequenzen des Filmes sind unspektakulär. Wie bereits erwähnt, sind die Mantel- und Degenszenen des Filmes ein Witz, aber auch andere Stellen können nicht überzeugen. Beispielsweise erklimmt D’Artagnan einen Turm mit einem Seil. Die oben befindlichen Soldaten schneiden aber nun nicht etwa das Seil durch, nein, sie seilen sich ebenfalls ab, um in der Schwebe mit ihm zu fechten − ist ja auch viel schicker so. Der Endkampf ist dann endgültig ein schlechtes Plagiat. Hier hat man schamlos eine komplette Leiterkampfszene aus dem Tsui Hark Klassiker „Once upon a time in China“ mit Jet Li entwendet. Einzig der Kampf um die Kutsche ist recht gut gelungen, auch wenn man sich hier ein paar unsinnige Stunts wie einen Sprung von Pferd zu Pferd nicht hat verkneifen können.
Was dem Film seine eigentlich noch viel zu schmeichelhafte Wertung von 2 Punkten sichert, ist lediglich die eine oder andere schöne Einstellung. Dennoch darf ich nicht verschweigen, dass es hier auch einige der gröbsten Patzer beim Filmschnitt gibt, die ich je bei einem großen Kinofilm gesehen habe. So endet etwa der Raub der Constance mit einer amateurhaften Schwarzblende, die dort völlig deplatziert wirkt.
Sind die meisten Film von Peter Hyams (etwa „End of Days“ mit Arnold Schwarzenegger), der hier übrigens auch die Kameraführung übernahm, noch Geschmackssache, so ist „The Musketeer“ speziell von der Geschichte her nichts weniger als eine komplette Katastrophe und selbst als reiner Unterhaltungsfilm ist er einfach zu unlogisch und niveaulos, um Spaß zu machen. Es gibt kaum eine Szene, die nicht unendlich gestellt und hanebüchen wirkt. Der König watet durch die Kanalisation, keiner merkt, dass angebliche Tischbedienstete Degen tragen (und das wird sogar noch in einem dümmlichen Dialog angesprochen!), und so weiter. Aber wozu mit der Aufzählung fortfahren? Schlicht und einfach: ein Film, den die Welt nicht braucht!
Bildqualität:
Das Bild liegt im anamorphen CinemaScope-Format vor und macht einen exzellenten Eindruck. Die Farbsättigung und der Kontrast können voll überzeugen. Leider schwankt die Schärfe etwas, bei einigen dunklen Innenszenen ist sie doch etwas eingeschränkt. Später tritt bei einigen wenigen Szenen im Freien auch mehr oder weniger starkes Rauschen auf, hier handelt es sich jedoch nur um einige wenige Szenen an mehreren Stellen des Filmes, ansonsten ist das Bild sehr gut.
Tonwertung:
Beim Ton hat man voll hingelangt, denn die Auswahl der verfügbaren Tonspuren ist so breit, wie man es sich nur wünschen kann. Für deutsch und englisch gibt es jeweils die Auswahl zwischen Dolby Surround, Dolby Digital 5.1 und Headphone-Surround.
Bei letzterem Tonformat handelt es sich um eine Stereoabmischung, die es erlaubt, auch mit normalen Kopfhörern ein räumliches Klangerlebnis zu erreichen. Hierzu ist auch eine nette kleine Demo abrufbar.
Der deutsche Ton liegt zusätzlich auch in DTS vor. Die Dynamik und auch die Tonabmischung machen durchgängig Freude. Mängel gibt es keine und der Zuhörer wird durch ein breites Frontpanorama und eine gute Nutzung der Surroundkanäle sowohl durch die Score als auch durch die Effekte verwöhnt. Auch der Bass ist gut abgemischt. Prima!
Bonusmaterial:
Die Extraaustattung der DVD ist weniger gut, wahrscheinlich war man vom Potential des Filmes auch weniger überzeugt. Das wenige vorhandene wird jedoch sehr gut präsentiert. Die Menüs wurden aufwendig animiert, die Zwischensequenzen der Menüs lassen sich jedoch sogar deaktivieren. Zu allen Beteiligten liegen Biografien vor und neben dem Trailer zum Hauptfilm sind auch noch 9 weitere Kinotrailer zu aktuellen und kommenden DVDs abrufbar. Erwähnt werden soll auch das tolle Hologramm-Cover der limitierten Auflage, das wirklich edel aussieht.
Gesamturteil:
The Musketeer“ ist leider in Flop wie er im Buche steht: Top-Besetzung aber völlig blasse Figuren, ein namhafter Actionchoreograph und lächerliche bzw. kopierte Stunts, eine berühmte Romanvorlage verarbeitet zu einem langweiligen und dümmlichen Film. Was soll man dazu noch sagen? Die DVD präsentiert dieses üble Machwerk erstaunlich aufwendig − tolles Bild, genialer Ton und ein schickes Hologramm-Cover lassen wohl jeden wünschen, der Film wäre wenigsten etwas besser.
Diese Kritik wurde verfasst von Dirk Schönfuß.


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Musketeer, The (2001)

Regie: Peter Hyams
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