Filmkritiken

Filme von Michael Mann:

Langkritik The Insider

    ← [zurück]


Home | A-B | C-G | H-L
M-P | Q-S | T-Z | 0-9

Filmkritik Halloween Resurrection
Filmkritik Hannibal
Langkritik Hard Cash
Langkritik Harry Potter und der...
Filmkritik Harry Potter und der...
Filmkritik Hellraiser 4
Filmkritik Hellraiser: Inferno
DVD-Kritik Henry V
Langkritik Hero - HK SE
Filmkritik Der Herr der Ringe -...
Langkritik Herz im Kopf
Filmkritik High Tension
Langkritik Hitcher - Der Highwa...
Filmkritik The Hitcher 2 - I've...
Langkritik Die Hochzeitsfalle
Langkritik The Hole
Langkritik Der Honorarkonsul
DVD-Kritik House of Cards
Langkritik Ich denke oft an Pir...
Filmkritik Il mare
Filmkritik Inglorious Basterds
Langkritik The Insider
Langkritik Insomnia
Langkritik Interview mit einem ...
Filmkritik Jay and Silent Bob s...
Filmkritik Jeepers Creepers
Filmkritik Jeepers Creepers 2
DVD-Kritik Kalkofes Mattscheibe...
DVD-Kritik Kehraus
Filmkritik Kiss of the dragon
Filmkritik Last Samurai
Langkritik Das Leben des Brian
DVD-Kritik Das Leben von Adolf ...
Filmkritik Natürlich blond 2
DVD-Kritik The Legend of Gingko
Langkritik Leon, der Profi
Filmkritik Lichter
Langkritik Die Liebenden von Po...
Filmkritik Liegen lernen
DVD-Kritik Die Liga der außergw...
Filmkritik Lilo & Stitch
Filmkritik Lost highway
DVD-Kritik Lost world - The beg...
Filmkritik Luther


265 Kritiken online

Seit dem 21.12.2003
Hits

„Kehraus“

 Filmkritik   DVD-Infos   Filmdaten   Lesermeinungen 

PRO: bitterböse Farce über das Versicherungsgewerbe
CONTRA: das Alter des Filmes wirkt sich spürbar auf die technischen Qualitäten der DVD aus

Filmkritik:
Passend zum Fasching habe ich mir einmal Gerhard Polts „Kehraus“ vorgenommen. Satiriker Polt, Darsteller, Autor und Regisseur, war mir vorher nur von einem Doppelalbum der „Toten Hosen“ bekannt, wo er einige schräge Kurzgeschichten erzählte. Hier hat er einen Film geschaffen, der praktisch verfilmtes Kabarett pur ist.

Gabelstaplerfahrer Ferdinand Weitel (Gerhard Polt) bekommt vom windigen Versicherungsvertreter Arno von Mehling ganze 7 Versicherungen aufgeschwatzt. Also nimmt er sich den nächsten Tag frei, um das Haustürgeschäft wenigstens teilweise rückgängig zu machen.
Wie ein Fremdkörper tritt er ein in den Mikrokosmos eines Versicherungsunternehmens, wo er den Arbeitsalltag empfindlich stört. Vertreter von Mehling ist auf der Flucht, schließlich möchte er seine Übersollprämie nicht verlieren, da er privat bis zum Hals in Schulden steckt und die Sachbearbeiterinnen sind gar nicht glücklich, dass Weitel sie bei ihren privaten Telefongesprächen über die Diäten und Krankheiten stört.
Währenddessen sitzt der Vorstand in der oberen Etage bei Champagner zusammen, um über neuste Einsparungen zu beraten. Zu allem Übel wurden dazu auch noch Kameras in den Büros installiert, welche nun zeigen, welch absonderliche Dinge die Angestellten während der Arbeitszeit so treiben.
Als es Weitel nun einen ganzen Nachmittag lang nicht geschafft hat, Herrn Mehling zu erreichen, erhält er den Tipp, dass am Abend der große Unternehmensball stattfinden wird, wo Arno von Mehling auf jeden Fall anwesend ist. Was nun folgt, ist eine ungeschminkte Orgie des schlechten Geschmacks − quasi Fasching zum Abgewöhnen. Die Damen an der Garderobe unterhalten sich über Krankheiten, die Toilettenfrau… ok, das sparen wir hier mal lieber aus... und zum Höhepunkt des Abends lässt der Vorstand dann die Bombe platzen…

Böse, böse, böse, … und äußerst vergnüglich, befremdlich, aber auch so real wie aus echten Büros belauscht - Polts immerhin 20 Jahre alter Film hat nichts von seiner Aktualität verloren. Er ist eine böse Farce, bei der einem das Lachen im Halse stecken bleibt.
Dabei polarisiert der Film mit Sicherheit ungemein. Haben es deutsche Filme ohnehin schwer, so kann natürlich eine Milieustudie wie diese nicht einmal mit einer spannenden Handlung oder stilistischen Gimmicks aufwarten. Darum geht es aber auch gar nicht. Was macht ein guter Kabarettist? Er schaut den Leuten „aufs Maul“ und das hat Autor und Hauptdarsteller Gerhard Polt hier eindrucksvoll getan. Kabarett ist immer überspitzt, aber es steckt eine unangenehme Wahrheit darin. So sieht es auch hier aus.

Die Besetzung kann ebenfalls überzeugen. In Nebenrollen sind u.a. Dieter Hildebrand („Scheibenwischer“ − die IMHO beste deutsche Kabarettsendung) und Jochen Busse zu sehen.
Bildqualität

Tonwertung

Bonusmaterial

DVD-Check:
Das Bild liegt im Vollbildformat vor. Es enthält eine Menge Dropouts und ist generell etwas blass und sehr unscharf. Dem Rauschen wurde mit einem Filter zu Leibe gerückt, trotzdem ist ein permanentes Hintergrundrauschen vorhanden. Die Kompression macht sich dagegen nur selten negativ bemerkbar.
Die Tonqualität des im originalen Monoformat belassenen Filmtones ist nicht besonders gut. Die Sprachverständlichkeit ist in Ordnung, ansonsten klingt der Ton größtenteils wie on Location aufgenommen, daher sind Umgebungsgeräusche, u.ä. vorhanden, was dem Film noch zusätzlich eine Art Doku-Ambiente verleiht.
Das Menü der DVD ist animiert und mit einem Lied aus dem Soundtrack unterlegt. Hinter den vielen Menüpunkten im Extrabereich der DVD verbergen sich leider größtenteils Texttafeln. Informationen gibt es zu Pressestimmen, Auszeichnungen und Veröffentlichungen von Gerhard Polt. Außerdem sind Biografien und Filmografien zu den wichtigsten Mitwirkenden vorhanden. Eine Bildergallerie (Kinoaushänge und Szenenfotos) und zwei Trailer zu weiteren Gerhard Plot Veröffentlichungen runden die Extras ab.
Gesamturteil:
EuroVideo war hier sicherlich bemüht, alles Mögliche an Extramaterial zusammenzutragen und die Fans von Gerhard Polt werden es sicherlich danken. Wem etwas an diesem empfehlenswerten Stück deutscher Satiregeschichte liegt, der kann sicher auch damit leben, dass sich das Alter des Filmes deutlich auf die technische Güte der DVD auswirkt.
Diese Kritik wurde verfasst von Dirk Schönfuß.


Hitflip - 1 DVD gratis

  Falls Ihnen diese kostenlose Website gefällt, dann können Sie uns unterstützen, indem Sie für ihre Bestellungen im Shop von Amazon.de in Zukunft einen der Amazon.de-Links von dieser Website benutzen. Sie müssen dabei nichts Besonderes beachten, es zählt nur, dass Sie über einen unserer Links auf die Amazon-Website gelangt sind. Vielen Dank!
Klicken Sie hier, um den Amazon-Link zu Ihren Favoriten hinzuzufügen.
 

Kehraus (1983)

Regie: Hanns Christian Müller
mehr...

Wertungen
Film:
Bild:
Ton:
Extras:
Fazit:
<- mehr


Werbung: