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265 Kritiken online

Seit dem 21.12.2003
Hits

„The Insider“

 Filmkritik   DVD-Infos   Filmdaten   Lesermeinungen 

PRO: hochspannender und toll gespielter Thriller
PRO: technisch einwandfreie DVD
CONTRA: nahezu keine Extras

Handlung:
Die Karriere von Dr. Jeffrey bei einem großen Tabakkonzern hat ein vorzeitiges Ende gefunden. Der Wissenschaftler, dessen Karriere in Pharmakonzernen begann, ist desillusioniert und kann seine Arbeit nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren. Für den pfiffigen Reporter Lowell Bergman ist er der Inbegriff einer Topstory, doch Wigand ist nicht nur durch Verträge zum Schweigen gezwungen, für die Tabakindustrie geht es hier um Milliarden. Also setzt man alles Hebel in Bewegung…
Filmkritik:
Regisseur Michael Mann ist kein Unbekannter. Der geniale Cop-Thriller „Heat“ führte ihn bereits 1995 mit Al Pacino zusammen, der auch in „The Insider“ eine Hauptrolle spielt. Hier wie in „Heat“ schuf Mann einen langen, aber atmosphärischen und durchweg packenden Film, der sehr deutlich seine Handschrift trägt.
Die Darsteller, von Russell Crowe über Christopher Plummer bis Al Pacino sind durchweg grandios und der Film ist bis in die Nebenrollen sehr gut besetzt. Das ist nicht gerade unwichtig, denn die Art, wie die wahre Geschichte erzählt wird, setzt einen hohen Realismus und Detailgrad, vor allem auch in der Darstellung zwangsläufig voraus. Ich muss es ganz klar sagen, abseits von all dem faszinierenden Stoff hat mich vor allem die Art vollkommen fasziniert, mit der die Story umgesetzt wurde und der Ton, den der Film anschlägt.
Seine ruhige Erzählweise, die Kameraführung, die sich den Ereignissen und Gefühlen der Personen anpasst und auch die Klangkulisse - all dies fügt sich so sehr zu einem kohärenten Gesamtwerk, dass man hier wirklich begeistert sein kann. Genau diese Handschrift des Regisseurs und die durch alle Teile des Filmes sichtbare Vision von einem Gesamtwerk ist es, was vielen Hollywoodfilmen fehlt, selbst wenn sie ansonsten gute Voraussetzungen haben. Ein Beispiel dafür kann man z.B. in Brad Ratners „Roter Drache“ sehen.
Als kleines Beispiel sei hier die Szene genannt, wo Jeffrey Wigand zum Gericht fährt. Die Prioritäten, die man hier gesetzt hat, sind hochinteressant. Wigand macht noch einmal einen kleinen Spaziergang, um sich psychisch zu stabilisieren. Als er dann im Auto sitzt, verdeutlicht die Musik, wie viele kleine Dinge ihm jetzt im Kopf herumschwirren, wie sehr er unter Druck steht. Die hektische Musikuntermalung, wackelige Kameraeinstellungen, schnelle Schnitte und dann brechen der Lärm und die Realität auf ihn herein, als er aus dem Auto steigt, wo die Journalisten auf ihn zu stürmen. Die Darstellung des Prozesses konzentriert sich dann jedoch allerdings nur auf die Kernpunkte und den Widerstand der Gegenseite.
Die Musikuntermalung erinnert recht stark an „Gladiator“, ebenfalls mit Russel Crowe in der Hauptrolle. Der Grund dafür liegt in der Beteiligung von Lisa Gerrard, welche dann später auch mit Hans Zimmer an besagtem Film arbeitete. Mit ihrer Wirkung ersetzt die Score oft sogar Dialoge und macht dadurch etwas möglich, was den Film auch auszeichnet − er spart zumeist das Offensichtliche aus, um es auf andere Art und Weise darzustellen. Wenn etwa Jeffrey Wigand am Anfang des Filmes das Firmengebäude verlässt, verfolgt von einer hektisch geführten Handkamera mit geradezu aufdringlichen Closeups und der Wachmann spricht etwas in sein Funkgerät, dann ertönt hier nur die Score. Was er sagt, wird ausgespart, die Szene wirkt für sich − so wie sie ist und jeder weiß, was hier gesagt wird.
Wenn ich die Verwendung der Handkamera erwähne, die hier oft die Zerbrechlichkeit der Hauptfigur und seine nervliche Zerrüttung zeigt, so will ich doch klarstellen, dass sich der Film zu keiner Zeit in einer übermäßigen Verwendung von Stilmitteln verliert. Er enthält sogar eine gelungene Morphing-Sequenz aber alles fügt sich perfekt zu einem Ganzen. Einzig den Blaustich, den der Film oft besitzt, bedingt vor allem durch den Dreh in Büros mit Kunstlicht und gleichzeitigem Tageslicht, empfand ich als leicht störend. Andererseits wirkt die Atmosphäre des Filmes dadurch oft kühl, was sicherlich nicht unbeabsichtigt ist.
Einen anderen leichten Kritikpunkt bietet die Figur von Wigands Frau. Als Hausfrau und Mutter zweier Kinder hat sie hier die Aufgabe, Jeffrey das Leben schwer zu machen, weil sie ihr großes Haus verlassen müssen und er nicht mehr der potente Versorger der Familie ist. Als er wirklich einmal Probleme hat und sie eigentlich da sein müsste, um ihm den Rücken zu stärken, ist sie einfach weg. Das ist irgendwo ein bisschen wenig und auch nicht unbedingt das, was man eine moderne Frauenrolle nennen könnte.

Trotzdem, „The Insider“ ist ein durch und durch packender Film. Er konzentriert sich auf die Geschichte hinter der Geschichte. Um die wahren Begebenheiten zu erfahren, reicht der Film selbst also nicht ganz aus. Man sollte zusätzlich mit den realen Ereignissen vertraut sein, um das ganze Gewicht der Ereignisse zu erfassen.
Seine Zielsetzung, das wahre persönliche Drama und den Kampf um die Veröffentlichung der Aussage des Zeugen gegen die Tabakindustrie darzustellen, erreicht der Film jedoch mit Bravour. Nebenbei entlarvt er, welch große Macht Geld und Großkonzerne haben und wie ihr Einfluss auf die Medien zu sehen ist. Da ist die Tabakindustrie nur eines von vielen Beispielen, wie etwa Michael Moores „Bowling for Columbine“ anhand eines ganz anderen Beispiels illustriert.
Bei all dem realistischen Hintergrund ist „The Insider“ aber keineswegs trocken geraten. Die Figuren sind interessant, die Sprüche markig und das Ideal vom unbestechlichen, idealistischen Journalisten, das Al Pacino mit seiner Figur hochhält, lässt zu wünschen, dass es solche Leute wirklich noch gibt.
Bildqualität:
Wo viele asiatische DVDs meist einen schlechten Transfer besitzen und unter Speicherplatzbeschränkungen leiden, da oft Single-Layer-Disks produziert werden, ist „The Insider“ hier eine klare Ausnahme. Die DVD stammt direkt von Touchstone, ist anamorph und besitzt durch die Verwendung einer Dual-Layer-Disk trotz der langen Laufzeit ein einwandfreies Bild. Zunächst fällt auf, dass das Bild trotz seiner Rauschfreiheit und eine zumeist sehr gute Schärfe besitzt. Die natürliche Farbsättigung und der hervorragende Kontrast komplettieren das Gesamtbild. Der Transfer lässt kaum etwas zu wünschen übrig.
Tonwertung:
Der Ton liegt als englische Originaltonspur in Dolby Digital 5.1 vor. Sowohl ambiente Effekte als auch Score nutzen auf überzeugende Weise alle Lautsprecher. Die Dialoge kommen klar aus dem Center, Probleme mit der Klangqualität waren nicht auszumachen. Über einen Großteil des Filmes hin geht es eher ruhig zu, aber auch hier weiß die breite Stereofront zu gefallen.
Bonusmaterial:
Bei den Extras sieht es vergleichsweise dünn aus, denn außer einer kurzen Werbefeaturette mit Interviews und einigen Blicken auf die Dreharbeiten gibt es hier nichts zu sehen. Schade ist, dass sich nicht einmal ein Trailer auf die DVD verirrt hat. Das Menü ist statisch und funktionell.
Gesamturteil:
The Insider“ ist ein rundum gelungener Thriller vor einem realen Hintergrund. Mit exzellenten Darstellern und einer packenden Inszenierung hat Regisseur Michael Mann aus dem Thema einen hochkarätigen Film gemacht, der ganz und gar seine Handschrift trägt. Die Mischung aus packendem Thriller und schonungslosem Blick hinter die Kulissen der Medienmacher fasziniert von der ersten bis zur letzten Sekunde. Technisch kann die DVD voll überzeugen, bringt jedoch außer einer kurzen Featurette keinerlei Extras mit.
Diese Kritik wurde verfasst von Dirk Schönfuß.


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Insider, The (1999)

Regie: Michael Mann
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