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Seit dem 21.12.2003
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„The Hole“

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Filmkritik:
Eine kurze Handlungszusammenfassung zu geben, ist bei „The Hole“ gar nicht so einfach, denn der Film lebt von seinen Twists & Turns und dem Spiel mit den Erwartungen des Zuschauers. Daher nur soviel: In einer englischen Eliteschule stehen kurze Ferien an. Vier Schüler wollen einmal ausbrechen. Die Eltern denken, sie würden an einer Fahrt nach Schottland teilnehmen, die Schule glaubt, sie wären zuhause. In Wahrheit planen Sie jedoch, in einem alten Bunker im Wald zu campen, was sich zu einem fürchterlichen Albtraum entwickelt. Vor die perfide Auflösung haben die Drehbuchautoren jedoch so manche falsche Fährte gesetzt.

The Hole“ ist wieder einmal ein klassischer Fall von falschem Marketing. Was als Standard-Slasher oder gar Monsterhorror beworben wird, ist in Wahrheit ein wirklich spannender Thriller. Die interessante Erzählweise nutzt Rückblenden und alternative Sichtweisen unterschiedlicher Personen, was mich sogar etwas an Kurosawas „Rashomon“ erinnert hat. Dadurch bleibt die Geschichte fast durchweg hoch spannend. Unterstützt wird der Film von einem durchweg überzeugenden Schauspielerensemble, allen voran Thora Birch („American Beauty“) und Embeth Davidtz („Armee der Finsternis“).

Etwa nach der Hälfte war ich etwas verwundert und glaubte fast, der Film habe schon sein Pulver verschossen, aber durch einige offen gelassene Enden ahnte ich schon, dass die Story wohl noch einige Trümpfe zum Ausspielen hatte. Tatsächlich nahm die Geschichte dann eine doch sehr unerwartete Wendung und auch die Auflösung hebt sich wohltuend vom gewohnten Einerlei ab.
Dass mich der Film dann doch nicht hundertprozentig begeistert hat, liegt wahrscheinlich größtenteils daran, dass mich gewisse Teeniethemen einfach nicht mehr so sehr ansprechen. Trotzdem: sehr sehenswert!
Bildqualität:
Das Bild ist absolut vorbildlich, im anamorphen Cinemascope-Format mit großem Kontrastumfang und keinem Kantenflimmern. Da jedoch merklich der Rauschfilter eingesetzt wurde, kommt es gelegentlich zu Nachzieheffekten und Gesichter sehen etwas verwaschen aus. Trotzdem geht die Schärfe größtenteils in Ordnung. Da der Film auch meist im Dunklen spielt, war das Material sicher für die Kompressionsalgorithmen nicht einfach, ich konnte aber nirgendwo Artefakte o.ä. entdecken.
Tonwertung:
Die Klangwiedergabe ist sehr natürlich, mit über alle Lautsprecher verteilten Soundeffekten und klar verständlichen Dialogen. Da es sich nicht um einen Actionfilm handelt, existieren eigentlich keine Stellen mit Surround-Demo-Qualitäten, aber die Abmischung ist sehr gut und erhöht die Wirkung des Filmes noch einmal merklich. Sehr schmerzlich ist leider das Fehlen des Originaltons.
Bonusmaterial:
Im Gegensatz zur Ende Juli erscheinenden Kauffassung hat die Leih-DVD leider weder Extras noch Originalton. Hier müsste man bei den Extras also schon beinahe Minuspunkte vergeben. Einzig ein paar Trailer zu anderen Filmen werden vor dem Eintritt ins Menü präsentiert.
Gesamturteil:
The Hole“ ist kein Fliessbandhorror sondern ein wirklich gut gemachter und spannender europäischer Thriller, der ausnahmsweise auch mal keine amerikanischen Vorbilder zu imitieren versucht. Die Leih-DVD kann selbstverständlich nicht empfohlen werden, die Kauffassung Ende Juli wird jedoch inklusive Originalton und vielen Extras erscheinen.
Diese Kritik wurde verfasst von Dirk Schönfuß.


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Regie: Nick Hamm
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