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265 Kritiken online

Seit dem 21.12.2003
Hits

„Hero - HK SE“

 Filmkritik   DVD-Infos   Filmdaten   Lesermeinungen 

PRO: optisch, stilistisch und ausstattungsmäßig ein echtes Meisterwerk
CONTRA: das jedoch von seiner dünnen Geschichte und den blassen Figuren heruntergezogen wird
PRO: technisch sehr gute DVD mit umfangreicher Ausstattung
CONTRA: Extras in Chinesisch ohne englische Untertitel

Handlung:
Lange vor unserer Zeitrechung ist das heutige China in 7 Königreiche aufgeteilt. Der König Chin Shi Huang sitzt in seinem leeren Palast. Er hat es sich zum Ziel gesetzt, die anderen 6 Königreiche zu erobern und China zu vereinigen. Damit hat er sich eine Menge Feinde gemacht und lebt nun, aus Angst vor Attentätern, isoliert von der Außenwelt.
Der Recke Nameless überbringt ihm die Kunde vom Tode seiner drei gefürchtetsten Gegenspieler und legt ihm die legendären Waffen der drei Attentäter Broken Sword (Tony Leung), Flying Snow (Maggie Cheung) und Sky (Donnie Yen) zu Füßen. Der König jedoch glaubt ihm seine Geschichte nicht. Nach und nach entstehen verschiedene Sichten auf die Dinge, die zu einem Ende führen, das sich ganz anders gestaltet, als erwartet.
Filmkritik:
Die Liste der prominenten Kollaborateure liest sich wie ein Who-is-who der chinesischen Filmszene. Ching Siu-Tung („A chinese ghost story“-Trilogie) zeichnete für die Actionregie veranwortlich, hinter der Kamera stand Christopher Doyle, der ebenfalls bei Wong Kar-Wais „In the mood for love“ die Kamera führte und die Regie übernahm der bereits zweimal für den Oscar nominierte Regisseur Zhang Yimou („Raise the red lantern“). Auch die Besetzung ist mit Jet Li (u.a. „Once upon a time in China 1-3 & 6“, „Kiss of the dragon“, …), Donnie Yen (u.a. „Once upon a time in China 2“, „Blade 2“), Zhang Ziyi (u.a. „Crouching tiger hidden dragon”, “Rush Hour 2”) sehr hochkarätig.
Die Geschichte beruht zunächst auf einer Legende, die ähnlich auch schon der international überaus erfolgreiche Film „Der Kaiser und sein Attentäter“ („The emperor and the assassin“) mit Gong Li in der Hauptrolle thematisierte. Auch dort geht es um den grausamen Herrscher Chin Shi Huang, der einst China einte und dann die chinesische Mauer zum Schutz gegen die Mongolen und andere Feinde erbauen lies. Um letztere geht es in beiden Filmen weniger. Vielmehr war der Kaiser dafür bekannt, Andersdenkende samt Frauen und Kindern grausam niederzumetzeln und ihre Schriften zu verbrennen. „The emperor and the assassin“ zeigt dies auf erschreckende und für europäische Zuschauer oft ungewohnt harte Art und Weise.
In „Hero“ geht es nicht wirklich um diese Thematik. Vielmehr ist sie nur der Aufhänger für den Weg, den Nameless, die Hauptfigur im Film, geht. Bei der Umsetzung hat man sich auch an Akira Kurosawas Klassiker „Rashomon“ orientiert und erzählt die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln. Noch dazu sollte man bei dem Film auf die stilisierte Farbgestaltung achten, die immer ihre Bedeutung hat.

Ist „Hero“ also nun ein neuer Meilenstein des Hong Kong Kinos? Diese Frage lässt sich nicht so leicht beantworten. In Sachen Cinematographie, bei Kostümen, Design und von der Ästhetik her setzt der Film auf jeden Fall neue Maßstäbe. Altertümliche Waffen wurden gebaut, farbenfrohe Kostüme hergestellt, in beeindruckenden Massenszenen tummeln sich tausende kostümierte Krieger und gedreht wurde an den schönsten Orten Chinas.
Wer jedoch bereits bei „Crouching Tiger Hidden Dragon“ davon eher unbeeindruckt blieb und wen die exzessive Verwendung von Seilen bei den Kämpfen dort gestört hat, der wird auch hier kaum glücklich werden. Nur Donnie Yen (der leider viel zu wenig Zeit auf der Leinwand hat) und Jet Li sind ausgebildete Martial Arts Kämpfer. Ihr Duell ist recht sehenswert, während bei den restlichen Kämpfen weniger die Kampfkunst als vielmehr die stilistische Umsetzung und die Kulisse zählen. Sie wirken oft wie realverfilmte Mangas und können als Martial Arts größtenteils nicht überzeugen. Etwas nervig sind leider auch die Kampfesschreie.
Wer jedoch das chinesische Kino liebt und Filme wie „A chinese ghost story“ für ihre Sinnlichkeit liebt, der wird hier neue Höhen erleben, beispielsweise im Kampf zwischen Zhang Ziyi und Maggie Cheung im herbstlichen Wald. Ein wahres Fest für die Augen, auch wenn man es mit den computergenerierten Blättern dann doch etwas übertrieben hat.

Insgesamt betrachtet erzählt „Hero“ eine „größere“ Geschichte als „Crouching Tiger Hidden Dragon“, wo doch persönliche Schicksale im Vordergrund standen. Hier geht es um das große Ganze. Schade, dass dann trotzdem die Historie vor dem Spektakel so in den Hintergrund tritt. Zu gute halten muss man dem Film, dass er auf komödiantische Einlagen verzichtet, die in asiatischen Filmen oft zu finden sind, auch wenn sie gar nicht in die Handlung passen.
Bis zur Hälfte des Filmes war ich, einmal ganz von der opulenten Optik abgesehen, regelrecht geschockt von der Inhaltslosigkeit des Filmes. Das gibt sich dann glücklicherweise etwas, sobald die unterschiedlichen Erzählebenen ins Spiel kommen. Das Verständnis des Filmes erfordert dann schon noch einiges Verständnis für die chinesische Kultur, denn eigentlich geht es darum, zu erforschen, was einen Helden ausmacht. Damit ist es aber auch nicht entschuldbar, dass die Figuren so blass bleiben und die Geschichte letztlich eher unspektakulär ist.
Jet Li, charismatischer Held der mit Details, genialen Martial Arts Kämpfen und kultureller Textur gespickten „Once upon a time in China“-Reihe, wo er den Volkshelden Wong Fei-Hung verkörperte, bekommt hier weder groß die Gelegenheit, seine beindruckenden Kampfeskünste zu zeigen (am besten in „Fist of legend“ oder „Kiss of the dragon“ zu sehen, wo man außerdem beide male weitestgehend auf Seile verzichtet hat), noch in der charakterlichen Darstellung zu überzeugen. Wer gute Hong Kong Filme mit ihm sehen möchte, dem würde ich u.a. „Once upon a time in China 1 & 2“ und „Fong Sai-Yuk 1 & 2“ empfehlen.

Bei der Fassung auf dieser DVD handelt es sich um die chinesische Kinofassung. Später soll auch eine deutlich längere Fassung des Filmes als Director’s Cut erscheinen. Von dieser Fassung erhoffe ich mir einiges, da es oft und auch heute noch vorkommt, dass chinesische Filme für den internationalen Markt derartig verstümmelt werden, dass die Handlung nicht mehr nachvollziehbar ist. Beispiele sind hier etwa „The Stormriders“ oder aktuell „China Strike Force“ mit Schnitten jeweils im zweistelligen Minutenbereich. Ich bin sehr gespannt darauf, ob die Langfassung den Film inhaltlich aufwerten kann.
Die vorliegende Filmfassung ist für mich trotz oppulenter Optik, Oscar-Nominierung und dem Gewinn des Goldenen Bären eher eine Enttäuschung.
Bildqualität:
Die Bildqualität der DVD gehört zum Besten was ich bisher auf einer chinesischen DVD gesehen habe. Es liegt im anamorphen CinemaScope-Format vor und durch die Wahl einer DVD9 zur Speicherung wird auch der DTS-Track nicht zum Problem für die Datenrate, die an der oberen Grenze des Machbaren liegt.
Der Transfer ist sehr gut gelungen. Zwar ist das Bild etwas körnig, besitzt jedoch eine gute Schärfe und keinerlei Defekte. Die Farbwiedergabe ist sehr gelungen, was für die Wirkung des Filmes sehr entscheidend ist. Trotzdem kann die DVD nicht mit aktuellen US-Veröffentlichungen mithalten, dort ist das Bild oft noch einen Hauch kontrastreicher und schärfer.
Tonwertung:
Der Ton liegt auf der DVD sowohl in Dolby Digital 5.1 als auch im DTS-Format vor. Die Sprache ist in allen Fällen mandarin, die im Hauptland China gesprochene Sprache.
Bei der Vertonung des Filmes hat man sich viel Mühe gegeben, was das Erlebnis auch deutlich aufwertet. Jeder Hieb eines Schwertes, jedes Blätterrascheln wird brillant aufgelöst wiedergegeben und wenn es zu den großen Kampfesszenen kommt, fühlt man sich wie mittendrin. Unterstützt wird dies von einer sehr guten Subwooferausnutzung. Dazu ist auch bei der DTS-Fassung noch einmal die Dynamik deutlich besser. Eine exzellente Abmischung mit Demoqualitäten!
Bonusmaterial:
Die erste DVD hat ein wunderschön animiertes Menü und enthält ansonsten nur den Hauptfilm. Die zweite DVD bringt eine große Menge an Extras mit. Dies sorgt zunächst für einige Freude, die jedoch nach dem Einlegen der DVD merklich getrübt werden.
Folgende Extras befinden sich auf der zweiten DVD: Info zu den Charakteren (mit engl. UT), Cast & Crew Informationen (mit engl. UT), Konzeptzeichnungen der Kostüme, Waffen, Locations und Storyboards, ein „Behind HERO“-Seminar (Infos zur Cinematografie, Musik, usw.), die Featuretten „The Journey to HERO” und “Making of HERO”, ein Beitrag über die Special Effects, ein „Behind the scenes“-Special, Trailer und TV-Spots sowie eine Fotogalerie.
Eindrucksvoll, könnte man meinen. Leider sind aber nicht nur alle Beiträge in chinesisch, was noch als selbstverständlich angesehen werden kann, sondern auch eine ganze Anzahl Menüs liegen nur in chinesischer Schrift vor und fast nirgendwo gibt es bei den Beiträgen englische Untertitel. Das treibt den Nutzwert der ansonsten hochwertigen Extras nahezu dem Nullpunkt entgegen und muss zur Abwertung führen. Sehr schade!
Gesamturteil:
Hero“ ist ein neues großes chinesisches Epos des Regisseurs Zhang Yimou, mit einer schier endlosen Liste von prominenten Mitwirkenden vor und hinter der Kamera, die Darstellerriege wird angeführt von Jet Li und Donnie Yen. Rein optisch und stilistisch ist der Film dann auch ein echter Hingucker, nur bei der Geschichte hapert es dann leider allzu deutlich.
Die DVD ist mit Abstand die beste Veröffentlichung aus Asien, die ich jemals gesehen habe. Die Doppel-DVD bietet anamorphes Breitbild, DTS-Ton und tonnenweise interessante Extras − allerdings besitzen diese keine englischen Untertitel.
Diese Kritik wurde verfasst von Dirk Schönfuß.


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