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Seit dem 21.12.2003
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„Harry Potter und der Stein der Weisen“

 Filmkritik   DVD-Infos   Filmdaten   Lesermeinungen 

Filmkritik:
Eines muss ich gleich vorausschicken, ich lese viel und gern, „Harry Potter“ ist jedoch trotz mehrerer Anläufe bisher nicht in meinem Bücherschrank gelandet, da die Geschichte mich ohnehin kaum anspricht und mir der Schreibstil der Autorin nicht gefällt. Den Film wollte ich mir eigentlich auch gar nicht ansehen, aber der allgemeine Hype zur DVD-Veröffentlichung hat mich dann doch in die Videothek getrieben.
Nun ja, zuerst das Positive. Die Cinematographie ist exzellent, das Widescreen-Format wird sehr gut ausgenutzt, es gibt schöne Kamerafahrten und tolle Sets. Auch die an die Bonbonfee erinnernde Score von John Williams ist sehr passend. Dazu kommt ein Ensemble von sehr gut gecasteten Schauspielern, von denen einzig John Cleese (einer meiner Lieblingsschauspieler, warum hat der sich für so eine undankbare und überflüssige Rolle casten lassen?) und die Darstellerin der Hermine (gefällt mir ausgesprochen gut, aber sie spielt zu übertrieben theatralisch => Overacting) etwas aus der Reihe fallen.
Ich versuche, das Ganze so unvoreingenommen wie möglich zu sehen, schließlich fehlt mir der Hintergrund, um über die Werktreue dieser Romanverfilmung urteilen zu können. Ich muss aber mal ganz ehrlich sagen: Ein rotznasiger Verlierertyp, der auf einmal erfährt, dass er adoptiert und ein auserwählter Zauberer ist? Also wirklich! Das klingt wie der Traum aller Grundschüler. Wie originell! :-( Nein, „kommerziell“ ist das Wort.
Die ganze Inszenierung, dass alle beim Anblick des ach so tollen Haupthelden sofort rufen „Oh mein Gott, Harry Potter“, ist mir dagegen gehörig auf den Wecker gefallen. Dies passiert jedoch gerade in der ersten Hälfte des Filmes andauernd. Und bei allem was der kleine Loser anstellt, jubeln die Massen, wogegen ich mit dem Brechreiz zu kämpfen habe. Dabei ist er nicht einmal derjenige, der durch Ideen und Beherrschen der Zauberkunst den Tag rettet, diese Rolle fällt eher Hermine zu.
Es ist definitiv ein Fehler, in „Harry Potter“ eine epische Geschichte mit Anspruch zu suchen. Wer das Ganze als pures Popcornkino sieht, wird dagegen leidlich unterhalten, denn gelangweilt habe ich mich eigentlich kaum, das muss ich zugeben. Ich glaube sogar, dass man sich kaum eine bessere Umsetzung des wohl als recht werktreu geltenden Filmes wünschen könnte, nur leider ist die Story viel zu dünn. Wenn der Film, der uns wohl so viele Fortsetzungen bescheren wird, bis sich die Leute schon bei Erwähnung des Namens „Harry Potter“ übergeben müssen, tatsächlich eine Einführung in die Welt der Romane darstellen soll, warum bleibt diese dann trotzdem so flach und unglaubwürdig?
Schon mit der Anfangsszene, in der ein Zauberer eine Einflugschneise entzündet (was vollkommen albern wäre, würde nicht die Musik so viel Stimmung erzeugen) und Hagrid einen Auftritt hat, den sich wohl nur jemand ausdenken konnte, der zu oft „E.T.“ gesehen hat, sollte jeder wissen, auf was er sich da eingelassen hat. So will den ganzen Film über zumindest bei mir der Funke nicht so recht überspringen, erst im letzten Drittel kommt dann ein klein wenig Spannung auf.
Nachdem Computereffekte in letzter Zeit vor allem dadurch aufgefallen sind, dass man erfolglos versucht, Filme, die eigentlich Luftnummern sind, damit zu Kassenschlagern zu machen und sie dadurch meist noch alberner macht, ist sieht es bei „Harry Potter“ durchwachsen aus.
Angefangen vom dreiköpfigen Hund bis zum Troll, der aussieht wie aus einem indizierten Computerspiel entsprungen, haben die Effekte oft eine eher negative Wirkung. Da sah jede Schöpfung von Ray Harryhausen 3x besser aus. Auch das Besenreiten wirkt übertrieben künstlich. Es gibt keine Entschuldigung dafür, wenn etwas durch schlechte Umsetzung das Eintauchen in einen Film verhindert. Fairerweise muss man sagen, dass es auch viele Effekte gibt, die man nicht als solche erkennt und die sehr gelungen sind.
Man merkt dem Film seine Buch-Herkunft vor allem an, wenn Dingen, die im Buch sicher mit guter Erzählweise interessant und bereichernd wirken, im Film jedoch aufgesetzt und überflüssig wirken, eine zu große Bedeutung beigemessen wird. Ein Beispiel dafür sind z.B. die Rolle von John Cleese oder die Spiele. Das komische ‚Quiditch’ nervt mit den unechten Flugszenen und Regeln die man nicht kennt und das ‚Zauberer-Schach’ versteht erst recht kein Mensch. Die Tiefe, die ein gutes Buch eben hat, erreicht der Film nicht und bleibt reines Popcornkino.
Es bleibt zu bemerken, dass es sich eben nicht um das filmische Meisterwerk handelt, welches die Besucherzahlen suggerieren, sondern nur um noch einen (wenn auch überdurchschnittlichen und weitgehend gewaltfreien) Kinderfilm, der auf einem Bestseller basiert.
Das „Harry Potter“ schwarze Magie verherrlicht, halte ich für Unfug, die elitären Zauberer und die minderwertigen Muggels bereiten mir da schon eher Kopfschmerzen. Fazit: Zweifelhafte Aussage, Anspruch gleich null. Mit „Herr der Ringe“ sollte er nicht einmal in einem Satz genannt werden, das ist auch literarisch ein völlig anderes Niveau.
Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, den Film nochmals anzusehen und werde auch die Fortsetzungen meiden.
Bildqualität:
Das Bild der DVD ist eine wirkliche Enttäuschung. Zwar ist die Schärfe sehr gut und es gibt keine Verschmutzungen, das Bild ist jedoch extrem verrauscht. Durch die Länge des Filmes wurde scheinbar der Platz knapp, sodass stehende Rauschmuster und Kompressionsartefakte vor allem bei einfarbigen Flächen negativ auffallen. Auch wirkt das Bild etwas überbelichtet.
Tonwertung:
Auch hier gibt es leider Ärgernisse. So sind die Stimmen der englischen Sprachfassung übersteuert, was an vielen Stellen negativ auffällt (z.B. wenn Hagrid im Wald „Harry“ ruft), in der deutschen Fassung tritt das Problem nicht auf.
Die Surround-Abmischung ist nicht schlecht, aber auch nicht spektakulär genug für eine Höchstnote, zumal es durch die schlechte Dialogverständlichkeit bei der Originalfassung zur Abwertung kommt.
Bonusmaterial:
Wie bei den meisten läuft die Bonus-DVD bei mir weder im Player noch auf dem PC. Mit ein paar Tricks konnte ich sie dann im PC doch noch zum Laufen bringen, aber das war die Mühe eigentlich nicht wert. Weit und breit keine Substanz, ein paar Interviews, nicht verwendete Szenen und jede Menge seltsame Kinderspiele. Na ja, wer’s mag... Cineasten werden enttäuscht sein, aber die mögen wahrscheinlich größtenteils sowieso den Film nicht.
Gesamturteil:
Harry Potter“ ist ein weiteres gehyptes Hollywood-Produkt welches seinen Erfolg weniger seinem Inhalt als vielmehr geschicktem Marketing zu verdanken hat. Wer die Bücher liebte, wird sicher auch dem Film die volle Punktzahl geben, ansonsten sollte niemand, der über 12 Jahre alt ist, einen Blindkauf riskieren, zumal die DVD-Qualität nicht optimal ist und die Extras von fragwürdigem Nutzen sind.
Diese Kritik wurde verfasst von Dirk Schönfuß.


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Regie: Chris Columbus
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