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Seit dem 21.12.2003
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„Der Fluch der Karibik“

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Filmkritik:
Seinem überaus gelungenen US-Remake des japanischen Schockers „The Ring“ lässt Regisseur Gore Verbinski sogleich den nächsten Knüller folgen. Wenn ein Film auf einer Disney-Themenpark-Attraktion basiert und von Jerry Krach-Peng Bruckheimer produziert wird, der uns schon solche üblen Materialschlachten wie „Armageddon“ oder „Pearl Harbor“ bescherte, dann sollten die Erwartungen an den Gehalt eigentlich nicht sehr hoch liegen. Glücklicherweise ist „Fluch der Karibik“ jedoch weder weichgespült noch pathetisch - ganz im Gegenteil. Der Film ist angefüllt mit illustren Charakteren und dem Flair der Karibik. Er zitiert munter Motive und Klassiker des Mantel- und Degenfilms, zwischendurch gleich auch noch Filme wie „Die Mumie“ aber auch „Armee der Finsternis“. Gelegentlich fühlte ich mich sogar an den Adventure-Spieleklassiker „Monkey Island“ erinnert.
Bei der Ausstattung hat man keine Kosten und Mühen gescheut - Kostüme und Locations sind eine Augenweide. Auch bei den Schauspielern gibt es überwiegend Gutes zu berichten. Frontfrau Keira Knightley wirkt frisch und unverbraucht, nach „Bend it like Beckham“ ist sie hier in ihrer zweiten großen Rolle zu sehen. Hauptfigur Orlando Bloom ist als Legolas aus der „Herr der Ringe“-Trilogie bekannt. Für schauspielerische Größe stehen Geoffrey Rush („Shakespeare in love“) und vor allem Johnny Depp („Ed Wood“). Was Letzterer hier zeigt ist geradezu unglaublich. Seine Darstellung des überkandidelten Piratenkapitäns ist eine Augenweide. Die feminine Art, die Kleidung und die Gestik erinnern stark an Keith Richards von den Rolling Stones und stellen sicher, dass ihm einfach jede Szene des Filmes gehört, in der er auftritt.

In Sachen Handlung kann man natürlich Haare in der Suppe finden, wenn man danach sucht. Der Spannungsbogen um die Goldmünze mündet in einer zu unspektakulären Auflösung, das Ende ist zu vereinfacht und vor allem stört, dass die Skelettpiraten in vielen quasi Tageslichtszenen einfach nicht ihre Form verändern. All das ändert nichts daran, dass der Film abgesehen von wenigen Längen fast durchgehend brillant mit Seeschlachten, Kämpfen und Seemannsgarn unterhält und einen zielsicheren Witz hat. Die One-Liner wirken hier nicht aufgesetzt, sondern sie passen wie die Faust aufs Auge und machen einfach Spaß. So muss ein Unterhaltungsfilm für die ganze Familie aussehen!
Eine kurze Bemerkung noch am Rande: Es lohnt sich hier wieder einmal, den (langen) Abspann bis zum Ende abzuwarten! Wer es bis zur DVD nicht erwarten kann, kann auch zwischendurch wieder einmal „Das Maske des Zorro“ in den Player legen. Filme dieser Art sind einfach zu selten!
Diese Kritik wurde verfasst von Dirk Schönfuß.


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Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl (2003)

Regie: Gore Verbinski
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