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265 Kritiken online

Seit dem 21.12.2003
Hits

„Depeche Mode - The Videos+“

 Filmkritik   DVD-Infos   Filmdaten   Lesermeinungen 

PRO: eine Fülle von tollen Musikvideos aus 12 Jahren Bandgeschichte
CONTRA: teils schlechte Bild- und durchschnittliche Tonqualität
PRO: Interviews und Kurzfilme, teils interessant, teils arg werbelastig

Bildqualität

Tonwertung

Bonusmaterial

DVD-Check:
Depeche Mode - eine Band, die sich immer noch weiter entwickelt und mit neuen Ideen sowohl Fans als auch Interessierte immer wieder erstaunen kann. Dabei sind die Mannen um Dave Gahan praktisch schon Urgestein. Über 20 Jahre ist es her, dass die 4 Briten den Elektropop quasi mit erfanden. Der Weg zu so rockigen, experimentellen und sogar spirituellen Alben wie „Songs of Faith and Devotion“ oder „Ultra“ war lang. Besetzung und Stil haben sich verändert, aber eines sind Depeche Mode quasi immer geblieben: einzigartig.

Als 2000 nach der Videoveröffentlichung „The Videos 86>98“ auch auf DVD erschien, war die Freude zunächst groß, bot die Zusammenstellung doch eine Fülle guter Musik aus 12 Jahren Bandgeschichte. Leider beginnt die Zusammenstellung nicht ganz am Anfang, denn 1986, wo die DVD beginnt, hatte man schon einige Alben und sogar eine erste Best-Of-Compilation mit dem Namen „The Singles 81 to 85“ veröffentlicht.
Zu frühen Titeln wie „New life“ existieren nach meinen Informationen noch keine Clips. Dass jedoch die Videos aus der Compilation „Some Great Videos“ nicht auf der vorliegenden DVD enthalten sind, ist schon schade. Gerade in den ersten Jahren entstanden viele Klassiker wie „Just can't get enough“, „People are people“, „Master and servant“ oder die herrliche Ballade „Somebody“. Regie führten damals Clive Richardson und Peter Care. So beginnt „The Videos 86>98“ mit der Single „Stripped“.

Bereits mit dem dritten Video der Zusammenstellung, nämlich „A question of time“, begann die noch bis heute andauernde, erfolgreiche Zusammenarbeit mit Anton Cobijn. Er beriet die Band in Stilfragen und zeichnete neben den Musikvideos auch für Fotos, Albumcovers und Bühnenshows verantwortlich. Seine Kunst kann so u.a. auch auf der Konzert-DVD „Depeche Mode - One night in Paris“ bewundert werden.
Bis heute drehte er über 20 Musikvideos für Depeche Mode und sein Stil ist schon sehr deutlich zu erkennen. Waren die ersten beiden Videos noch normale Popvideos, die die Band bei der Interpretation der Songs zeigten, so erzählte fortan jedes Video eine Geschichte und strotzte von visuellen Experimenten. Viele der Videos wurden außerdem in schwarz-weiß gedreht, keine kostentechnische sondern eine künstlerische Entscheidung.
Willkommene Abwechslung bieten einige eingestreute Live-Clips, wie das frühe „Question of lust“, „Condemnation“ oder, als ein weiteres Highlight, „Everything counts“ als Ausschnitt aus dem „101“-Video. Inszeniert wurde dieses übrigens von D.A. Pennebaker, bekannt für exzellente Dokumentationen und mit der Produktion des brillianten New Economy Doku-Dramas „Startup.com“ (sehr empfehlenswert!) im letzten Jahr wieder sehr erfolgreich. Neben dem fantastisch vorgetragenen Song wird vor allem die einzigartige Chemie deutlich, die zwischen Depeche Mode und ihrem Publikum existiert.

Zurück zur Bildqualität. Ebenfalls ein Stilmittel ist das häßliche Rauschen, welches viele Clips besitzen. Das geht jedoch über grobkörniges Filmmaterial weit hinaus, vielmehr sehen manche Videos aus wie Fernsehen über eine alte Hausantenne bei Windstärke 8. Das macht den Genuss mancher der innovativen Clips leider fast zur Tortur. Gerade bei Highlights wie „Enjoy the silence“ fällt dies im starken Kontrast zu den eingestreuten Studioaufnahmen stark auf.
Auch die restlichen Videos haben eine stark schwankende Bildqualität, die sich zwischen verrauschter TV-Optik, grobkörnigem Film-Look und unscharfem VHS-Niveau (Interviews) bewegt. Viele Videos haben auch andere Probleme wie Farbverfälschungen oder Überbelichtung, die zwar wahrscheinlich künstlerisch beabsichtigt sind, das Zuschauen ist aber oft nicht sehr angenehm.

Auch der Ton entspricht nicht unbedingt den Maßstäben des modernen Heimkinos. Er liegt in Stereo bzw. Dolby Surround vor und wurde wenigstens unkomprimiert im Linear PCM-Format auf die DVD gepackt. Leider entspricht die Klangqualität der DVD auch sonst nicht dem, was der Heimkinofan erwarten würde. So kann sich die DVD klangtechnisch nicht von einer CD absetzen.

An Extras hat die erste DVD auch schon einiges zu bieten. Immerhin bekommt man einen 7-minütigen Interview-Zusammenschnitt, der sich vor allem mit den Musikvideos beschäftigt und daneben noch eine halbstündige Dokumentation über den Werdegang der Band. Hier kommen die Beteiligten fast alle zu Wort und man bekommt schon einen recht guten Einblick und Entwicklungen und die Entstehung von Songs. Die Bandmitglieder berichten begeistert von den Anfängen und der Suche nach exotischen Samples, von Videodrehs, Erfolgen und Frustration. Am Ende kann man sogar Dave Gahan live im Studio singen hören.
Lobenswert ist noch ein weiteres kleines Detail: Springt man nämlich von einem Song zum nächsten, macht es sich bezahlt, dass vor jedem Song ein kleines Videointro von wenigen Sekunden steht, welches den Namen des Liedes anzeigt. So kann man schnell zum gewünschten Titel springen, ohne das Menü zu bemühen.

Bezog sich nun die bisherige Besprechung auf die alte Auflage der DVD, so ist nun seit November 2002 eine Neuauflage der DVD verfügbar, die eine zweite DVD mitbringt, auf der weitere Bonusmaterialien enthalten sind. Leider hat man an der Bild- und Tonqualität der ersten DVD nichts geändert, diese ist identisch mit der Erstveröffentlichung.

Hinzugekommen ist bei der Plus-Ausgabe eine zweite DVD, die weitere Musikvideos und einige Kurzfilme, die bisher nur der Presse zugänglich waren, enthält. Die enthaltenen Musikvideos sind „But not tonight“, ein alternatives US-Video zu „Strangelove“, „Condemnation“ im Paris-Mix und, für mich das geheime Highlight des Albums „Songs of faith and devotion“: „One Caress“, welches nur in den USA als Single erschienen ist. Da auch hier das verwendete Material unterschiedlichen Alters ist, schwankt ebenfalls die Bildqualität. Die neueren Videos sehen deutlich besser aus, erschweren eine Bewertung jedoch wieder durch absichtliche Farbverfälschungen u.ä.

Bei den drei „Kurzfilmen“ handelt es sich um von Anton Corbijn gedrehtes Promotionmaterial zu den Alben „Violator“, „Songs of faith and devotion“ und „Ultra“, welches jedoch gerade für Fans sehr interessant sein dürfte, besteht es doch aus langen Interviews, in denen die Band von vielen Interna erzählt sowie kompletten Musikvideos, Fotos und Blicken hinter die Kulissen der Videodrehs. Jeder der Kurzfilme hat eine Laufzeit von etwa 20 Minuten. Ihre Machart ist sehr stylish und sie fügen sich damit optimal in den Stil und Look, der Depeche Mode ausmacht, ein.
Die Bildqualität ist hier noch schlechter als bei den Videos. Zwar ist das Bild detailierter als bei den Interviews auf der ersten DVD, aber es wimmelt nur so von Dropouts und auch der Rauschfilter macht sich gerade bei Schwenks über Fotos unangenehm bemerkbar.
Gesamturteil:
Zusammenfassend kann man sagen, dass die „Depeche Mode - The Videos 86>98 +“ für Fans eine wahre Fundgrube an toller Musik und Zusatzmaterial bietet. Ingesamt 27 Musikvideos und etwa 1,5 Stunden Interviews befinden sich auf den 2 DVDs. Störend ist die schlechte Bildqualität fast beim gesamten Material und die Tonqualität, bei der keinerlei Anstrengungen unternommen worden sind, die DVD-Technik auszunutzen. Daran hat auch die Neuauflage nichts geändert.
Wer die Erstauflage, der die Bonus-DVD fehlt, bereits besitzt, muss sich überlegen, ob ihm die Kurzfilme und die zusätzlichen Videos den Zweitkauf wert sind. Für Fans der Band ist dies wahrscheinlich ohnehin keine Frage.
Diese Kritik wurde verfasst von Dirk Schönfuß.


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Depeche Mode: The Videos 86-98 (1998)

Regie: Martyn Atkins
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