Filmkritiken

Filme von Ridley Scott:

DVD-Kritik Gladiator
Filmkritik Hannibal

    ← [zurück]


Home | A-B | C-G | H-L
M-P | Q-S | T-Z | 0-9

Filmkritik Cabin Fever
Langkritik Ein Chef vom Verlieben
Filmkritik Chicago
DVD-Kritik China Strike Force
Filmkritik Chocolat
Langkritik Clash of the Titans
Filmkritik Cleopatra
Langkritik Clockstoppers
Filmkritik Crime is King
Filmkritik Crocodile Dundee 3
Langkritik Dagon
Filmkritik Dark Water
Filmkritik Das Medallion
Filmkritik Dead man
Filmkritik The Deep End
DVD-Kritik Depeche Mode - The V...
Langkritik Der Dicke in Mexiko
Langkritik Der Dicke und das Wa...
Langkritik Donnie Darko
Filmkritik Drive
Filmkritik Düstere Legenden 3 -...
Langkritik Ed Wood
DVD-Kritik Eiskalte Engel 2
Langkritik Elviras haunted hills
Filmkritik Erin Brokovich
Filmkritik The Escapist
DVD-Kritik Faszination altes Eu...
Langkritik Faszination Natur 2
Filmkritik Faust (1960)
Langkritik Ein Fisch namens Wan...
Langkritik Fist of Legend
Filmkritik Der Fluch der Karibik
Langkritik Frankenstein schuf e...
Filmkritik Freddy vs Jason
Filmkritik Friedhof der Kuschel...
Langkritik From Hell
DVD-Kritik Gangsters
Filmkritik The Gathering
DVD-Kritik Gattaca
DVD-Kritik Gegen die Zeit
Filmkritik Ghost Ship
Langkritik The Gingko Bed
DVD-Kritik Gladiator
Filmkritik Gothika
Filmkritik Gottes Werk und Teuf...
Filmkritik Der Graf von Monte C...
Langkritik The greatest places
Filmkritik Der Guru


265 Kritiken online

Seit dem 21.12.2003
Hits

„Dagon“

 Filmkritik   DVD-Infos   Filmdaten   Lesermeinungen 

PRO: atmosphärische Umsetzung von Lovecrafts albtraumhafter Vision
PRO: handwerklich gute und teils heftige CGI- und MakeUp-Effekte
CONTRA: aber filmisch eher Mittelmaß
PRO: engagierte Aufbereitung und gute technische Umsetzung der DVD
CONTRA: alles in allem aber doch recht schwache Extras

Filmkritik:
Mit freudiger Erwartung habe ich die DVD zu „Dagon“ in den Player gelegt. Zwar besteht die Besetzung bis auf Francisco Rabal größtenteils aus eher unbekannten Gesichtern, Regie führte jedoch kein geringerer als Stuart Gordon („Re-Animator“) und das Drehbuch basiert, wie sein Erstlingswerk, auf einer Kurzgeschichte von H.P. Lovecraft. Ob diese Freude angehalten hat? Nunja, zunächst erst einmal etwas zur Handlung.

Ein frischgebackener Millionär verbringt mit seiner Freundin und einem weiteren Paar einen netten Urlaub auf einer Yacht irgendwo vor Spanien. Während seine Freundin verzweifelt versucht, ihn einmal weg vom Geschäft und auf andere Gedanken zu bringen, plagen ihn Albträume und Visionen. Er träumt von einer unterirdischen Stadt mit goldenen Fresken und einer mysteriösen Meerjungfrau.
Ein Sturm zieht aus heiterem Himmel über dem Meer auf und die Yacht wird auf ein Riff getrieben. Vicky, die sich unter Deck aufgehalten hatte, ist eingeklemmt und das Boot droht zu sinken. Glücklicherweise sind sie nicht weit vom Ufer entfernt. Howard bleibt bei seiner Frau, Paul und Barbara machen sich mit dem kleinen Rettungsboot auf zu dem Fischerdorf, das sie entdeckt haben. Dort kommt ihnen alles etwas seltsam vor. Es herrscht eine unheimliche Stille, die Menschen scheinen seltsam entweltlicht und was ist das für ein Symbol über dem Altar in der Kirche? Paul kennt es bereits aus seinem Traum...

Um es gleich vorweg zu nehmen, „Dagon“ ist Trash. Spätestens wenn eine Frau nackt und blutüberströmt an einer Kette hängt, um von einem Seeungeheuer vergewaltigt zu werden, weiß man, worauf man sich hier eingelassen hat. Auch die Handlung wirkt spätestens beim zweiten Schauen doch arg ausgedehnt und man merkt ihr an, dass sie auf einer Kurzgeschichte basiert. Den halben Film über flieht der Hauptdarsteller im Prinzip vor Zombie-ähnlichen Dorfbewohnern.
Trotzdem, der Film macht Spaß. Die, für einen Horrorfilm durchaus wichtigen, Effekte sind recht solide umgesetzt. Sie wurden teilweise mit konventionellen Mitteln, teilweise mit Hilfe des Computers realisiert. Letzteres bemerkt man zwar teilweise, wirklich negativ fällt es jedoch nicht auf.
Zartbesaitete Gemüter seien an dieser Stelle noch gewarnt, denn obwohl es sich nicht um einen reinen Splatterfilm handelt, enthält der Film doch etlich derbe Szenen, die auch emotionalen Gehalt haben, was einigen Zuschauern schwer im Magen liegen dürfte. Hier liegt der Vergleich mit „Hellraiser“ nicht so ganz fern. Überhaupt habe ich an einigen Stellen des Filmes in meinem Sessel gesessen und gedacht „das werden die doch jetzt nicht wirklich zeigen...“ und, nunja, was soll ich sagen...

Hier wird schon einmal die Positionierung des Filmes deutlich, denn es handelt sich nicht etwa um einen Abenteuer- oder Fantasyfilm mit Horrorelementen, wo ein strahlender Held ein böses Ungeheuer besiegt, sondern eher um eine wahrhaft albtraumhafte Vision, wie sie eben nur einem wie Lovecraft einfallen kann. Wenn man sich dies und die Herkunft des Stoffes (Kurzgeschichte) vor Augen hält, dann funktioniert der Film auch ganz gut. An gelegentlichen Handlungslücken oder -sprüngen darf man sich freilich nicht stören.
Der Autor der zugrundliegenden Kurzgeschichte, H.P. Lovecraft, schrieb Dagon bereits im Jahre 1917, veröffentlicht wurde sie erstmals im November 1919 im Magazin „The Vagrant“. Die in der Ich-Perspektive geschriebene Geschichte basiert auf einer alten Legende über Dagon den Fischgott und liest sich wie die Fieberfantasie eines Wahnsinnigen. Der Film übernimmt aus der Kurzgeschichte wiederum nur die Grundidee. Diese besteht im Prinzip darin, dass, nachdem ja alles Leben im Wasser entstanden ist, der Mensch eines Tages zurück ins Wasser gehen könnte, um wieder dort zu leben und der Boden des Meeres würde an die Oberfläche treten. Der Film erweitert dies noch mit einigen interessanten Ideen und Fantasyelementen. Einige der zusätzlichen Elemente dienen jedoch auch nur der Rechtfertigung diverser Splatterszenen.

Später schrieb Lovecraft seine bekanntesten Werke wie „Herbert West - Reanimator“ (1922) oder „The Call of Ctuluh“ (1926). Seine fantastischen Geschichten erfreuten sich schon damals großer Beliebtheit und dies hat bis in die heutige Zeit angehalten. Die Band Metallica beispielsweise veröffentlichte auf ihrem Album „Ride The Lightning“ den Instrumental-Song „The Call Of The Ktulu“ und etliche Geschichten wurden auch verfilmt.
Die bekanntesten Adaptionen dürfte wohl Stuart Gordons „Re-Animator“ (1985) sowie „Necronomicon“ (1994; übrigens das Regiedebüt von Christophe Gans [„Der Pakt der Wölfe“]) sein. Zu diesen Wurzeln kehrt Gordon nun mit „Dagon“ zurück.
Bildqualität:
Dagon“ ist ein neuer Film aus dem Jahre 2001, daher kann man schon hohe Ansprüche an die Bildqualität stellen. Diese werde aber auch befriedigt, denn das Bild hat eine sehr natürlich Farbsättigung, eine einwandfreie Schärfe und neigt selbst an kritischen Stellen weder zu deutlichen Nachzieh- noch zu Solarisationseffekten. Dazu kommt, dass dem Film mit seinen 5 Tonspuren eine eigene DVD spendiert wurde, so dass die Extras nicht zu Lasten der Datenrate gehen.
Das Filmmaterial hat ein leichtes Rauschen, welches jedoch durch den Rauschfilter weitesgehend vermindert werden konnte. In den vollständig digitalen Szenen ist dieses Rauschen gar nicht mehr vorhanden.
Tonwertung:
Die Score ist herrlich atmosphärisch und mystisch. Sie transportiert optimal die Stimmung des Filmes. Umso besser, dass man dem Film neben einer deutschen und englischen Dolby Digital 5.1 Spur auch noch einen deutschen DTS-Track spendiert hat. Die Räumlichkeit der Abmischung ist vorbildlich. Sowohl die Score als auch ambiente Geräusche füllen das heimische Wohnzimmer und der mit guter Dynamik abgemischte Sound schockt hier und da mit gut platzierten Soundeffekten.
Der Unterschied zwischen den 3 5.1-Spuren (DD 5.1 deutsch, DD 5.1 englisch, DTS deutsch) fällt eher marginal aus. Alles in allem ist der Soundtrack kein Meisterwerk mit feinen Nuancen, er ist jedoch sehr effektiv.
Bonusmaterial:
EMS hat sich wirklich Mühe gegeben. Um den Film samt DTS-Track und Extras in einer guten Qualität bieten zu können, hat man sich dafür entschieden, ein 2-DVD-Set zu produzieren. Bereits beim Einlegen der DVDs wird man von einem stimmungsvoll animierten und mit der Filmmusik vertonten Menü auf den Film eingestimmt. Leider sind die Extras dann nicht ganz so zahlreich, wie man auf den ersten Blick meinen könnte. Das vermeintliche Making Of entpuppt sich als kurze B-Roll-Featurette und der Rest des Bonusmaterials besteht zum größten Teil aus Interviews. Diese sind jedoch recht ausführlich.
Trotz allem muss man aber anerkennen, dass man sich hier engagiert hat. Sämtliche Extras, auch die langen Interviews, wurden komplett deutsch untertitelt und zu allen Mitwirkenden hat man ausführliche Informationen und Filmografien zusammengetragen. Zu H.P. Lovecraft gibt es sogar einen langen Essay über sein komplettes Leben und Schaffen sowie eine Bibliografie.
Außerdem finden sich noch eine Bildergallerie, die wiederum mit Musik unterlegt wurde und ansprechend präsentiert wird sowie diverse Trailer auf den DVDs. Viel ist dies zwar alles in allem nicht, aber man hat hier anscheinend doch alles Mögliche getan, um Informationen zum Film zusammenzutragen.
Gesamturteil:
Wer sich gern mystische Fantasy-Horrofilme ansieht und es geniest, in eine albtraumhafte Vision abzutauchen, der sollte bei „Dagon“ einmal einen Blick riskieren. Ein großer Hit ist der Film zwar nicht, bietet jedoch solide, teilweise recht explizite Effekte und eine tolle, düstere Gruselstimmung.
Die Extras sind nicht so zahlreich, wie man das angesichts eines 2-DVD-Sets meinen könnte, Mühe hat man sich hier jedoch auf jeden Fall gegeben und die technische Umsetzung kann sich ebenfalls sehen lassen.
Diese Kritik wurde verfasst von Dirk Schönfuß.


Hitflip - 1 DVD gratis

  Falls Ihnen diese kostenlose Website gefällt, dann können Sie uns unterstützen, indem Sie für ihre Bestellungen im Shop von Amazon.de in Zukunft einen der Amazon.de-Links von dieser Website benutzen. Sie müssen dabei nichts Besonderes beachten, es zählt nur, dass Sie über einen unserer Links auf die Amazon-Website gelangt sind. Vielen Dank!
Klicken Sie hier, um den Amazon-Link zu Ihren Favoriten hinzuzufügen.
 

Dagon (2001)

Regie: Stuart Gordon
mehr...

Wertungen
Film:
Bild:
Ton:
Extras:
Fazit:
<- mehr

Leserwertung (1)
Film:
mehr...


Werbung: