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265 Kritiken online

Seit dem 21.12.2003
Hits

„Braveheart“

 Filmkritik   DVD-Infos   Filmdaten   Lesermeinungen 

Handlung:
Im mittelalterlichen Schottland liefern sich die Schotten immer wieder Kämpfe mit den englischen Besatzern, scheitern jedoch durch ihre Uneinigkeit. Sie leben in Clans, die sich untereinander spinnefeind sind und die Adelleute wurden vom skrupellosen englischen König durch Ländereien und Titel in England gefügig gemacht.
Der junge William Wallace pilgert nach dem Tod seines Vaters mit seinem Onkel durch halb Europa und lernt Sprachen und vor allem seinen Kopf zu gebrauchen. Als Erwachsener kehrt er in seine Heimat zurück, um dort eine Familie zu gründen und ein friedliches Leben zu führen. Die Tyrannei der Engländer macht dies jedoch unmöglich und nach einem persönlichen Schicksalsschlag wird er zum Gejagten. Er tritt die Flucht nach vorn an und ihm gelingt es, durch kluge taktische Manöver und Männer, die treu zu ihm halten, die Engländer wiederholt vernichtend zu schlagen. Doch die Adeligen denken in anderen Dimensionen als er...
Filmkritik:
Braveheart ist für mich DAS Historienepos schlechthin, denn der Film weiß einfach in jeder Hinsicht zu überzeugen. Ich bin absolut kein Freund von Kitsch, aber die romantischen Momente im Film sind einfach so natürlich und ursprünglich, dass sie glaubwürdig sind. Dazu kommt noch die wunderbare Filmmusik von James Horner („Titanic“), die wirklich einen Oscar verdient hätte. Die sagenhafte Landschaft Schottlands tut ihr übriges dazu, dem Film einen besonderen Zauber zu geben, der unübertroffen ist. In wunderbaren Cinemascope-Bildern und einem ständig an die Handlung angepassten Rhythmus wird eine Geschichte erzählt, die trotz fast 3 Stunden Laufzeit keine Sekunde langweilig ist.
Im Kontrast zu den naturverbundenen und romantischen Szenen stehen die brutalen Schlachten, die auf unvergleichliche Art und Weise inszeniert wurden. Wenn man sieht, wie die Pfeile der Bogenschützen durch die Luft schweben und auf der anderen Seite die Schotten sich hinter ihren kleinen Holzschilden verkriechen, die die Pfeile glatt durchschlagen, dann tut das richtig weh. Auch die Nahkampfszenen sind hart und realistisch. Im Kampfgetümmel und unter tausenden schlammbedeckten Statisten in authentischen Kostümen geht erstaunlicherweise trotzdem nie die Übersicht verloren und viele eingestreute kurze blutige Szenen vermitteln einen kleinen Eindruck davon, wie grausam und furchtbar es auf den Schlachtfeldern des Mittelalters zugegangen sein muss. Wenn man sich hier einmal im direkten Vergleich die verwackelten Mischmasch-Schlachtenszenen in Gladiator ansieht, ist das noch umso beeindruckender.

Überhaupt schafft es der Film, auf vielen Ebenen zu begeistern. Da gibt es auch noch ein romantisches Drama, getragen von ausnahmslos grandiosen Schauspielern. Mel Gibson überzeugt als Mischung aus brutalem Racheengel, intelligentem Führer und einfühlsamem Naturmenschen. Der Darsteller des Königs Longshanks mimt überzeugend und charismatisch den skrupellosen englischen König. Sophie Marceau liefert als zukünftige Königin eine Mischung aus Melancholie und Stärke und begeistert mit ihrer subtilen Mimik. Robert the Bruce ist überzeugend hin- und hergerissen zwischen seiner Rolle als Anwärter auf den schottischen Thron und seiner Überzeugung. Darüber hinaus wirken auch alle anderen Rollen idealbesetzt.

Als Historienfilm weiß Braveheart ebenfalls zu begeistern, auch wenn er sich einige Freiheiten nimmt. Die Rahmengeschichte ist auf jeden Fall wahr und viele kleine Details, z.B. dass die Schotten ihre Feinde tatsächlich durch das Zeigen ihren nackten Hintern auf dem Schlachtfeld zu demütigen pflegten, die Waffen oder die Form der schottischen Häuser, sind ebenfalls historisch belegt. Die Wirklichkeit war natürlich oft etwas komplexer, brutaler oder dramaturgisch unspektakulärer, dennoch gibt der Film einen guten und hochinteressanten Einblick in die schottische Geschichte und die politischen Intrigen. Die Szene wie Wallace hier das Heer zum Freiheitskampf motiviert, ist hier so packend und glaubwürdig, wie die ähnliche Szene in „Der Patriot“ (auch mit Mel Gibson) vor dem Hintergrund des amerikanischen Bürgerkrieges abstoßend und verlogen ist.
Interessant ist auch, dass einem bei jedem Schauen des Filmes neue Details auffallen, diese Tiefe haben nur wirklich gute Filme. Und wem das Ende etwas zu brutal erscheint, dem sei der Audiokommentar empfohlen, indem Mel Gibson nicht nur etwas dazu erzählt, dass es vorher eine explizitere Schnittfassung gab, welche zurückgefahren wurde, da der Film auch so schon auf psychologischer Ebene hart genug war, sondern auch dazu, wie die Realität ausgesehen hat... das Mittelalter war wirklich eine düstere Zeit!

Ich muss hier noch einmal betonen, dass das Filmemachen immer wieder ein Experiment ist und das es dabei auch vergleichsweise ungerecht zugeht. Wie oft passiert es, dass ein Film eine wirklich tolle Ausstattung, tolle Kampfszenen, eine unvergessliche Musikscore, sensationelle darstellerische Leistungen, o.ä. hat und trotzdem als Ganzes versagt? Die Kunst ist es, dass alles nicht nur einzeln perfekt sondern auch stimmig sein muss. Braveheart schafft dies auf beeindruckende Weise und bei dem was hinter diesem Film allein an Logistik, Regie und Postproduction/Schnitt steckt, muss man hier wirklich sagen: Alle Achtung!
Bildqualität:
Wenn ein Film fast 3 Stunden lang ist, wird es mit der Speicherkapazität einer DVD doch etwas eng, dennoch sind mir keinerlei Kompressionsartefakte aufgefallen. Dies ist durchaus erstaunlich, denn das Ausgangsmaterial, mit feinen Nebeln und harten Kontrasten ist nicht unbedingt einfach gewesen. Teilweise wirkt der Film aber etwas unscharf. Wichtig ist jedoch vor allem, dass es in den hektischen Kämpfen nicht zu Bewegungsunschärfen kommt, was zum Glück auch nicht der Fall ist. Somit kann man durchaus zufrieden sein.
Tonwertung:
Der Ton liegt deutsch und englisch in Dolby Digital 5.1 vor und ist in beiden Fassungen ein Genuss, wobei die deutsche Fassung nur kurz angetestet wurde (die schottischen Akzente der Originalfassung sind einfach zu köstlich!). Die unvergessliche Score von James Horner schwebt wunderbar im Raum und im Schlachtengetümmel ist man dank der tollen Surroundabmischung auch mittendrin. Dabei werden auch feine Nuancen gut wiedergegeben.
Bonusmaterial:
Interessantestes Extra der DVDs ist zweifellos der Audiokommentar. Mel Gibson spricht zwar nicht durchgängig, aber dies ist aufgrund der 3stündigen Laufzeit auch verständlich. Obwohl er leider vieles nicht verrät, merkt man ihm an, wie sehr er in alle Aspekte des Filmes, von den Stunts und der Story bis hin zur schauspielerischen Leistung jedes Einzelnen, involviert war. Er würzt den Kommentar auch mit vielen historischen Fakten.
Das Making Of ist leider sehr werbelastig, dennoch gibt es interessante Einblicke in die Dreharbeiten und man erfährt auch etwas zur Entstehung des Drehbuches vom Namensvetter des Haupthelden und Autor Randall Wallace.
Im Audiokommentar erwähnt Mel Gibson ein tägliches Produktionstagebuch, welches mit der Videokamera für ein kleines Mädchen gefilmt wurde. Schade, dass man hieraus nicht noch ein interessantes DVD-Extra produziert hat.
Die Menüs sind schlichte Standbilder, aber dadurch wenigstens schnell zu bedienen. Extremes Ärgernis ist wieder einmal, dass man weder Sprache noch Untertitel direkt, sondern nur mit Umweg über das Menü, umschalten kann. Dafür gibt’s Punktabzug!
Gesamturteil:
Braveheart ist ein Meisterwerk, wie es kaum ein zweites gibt. Die packende Story, die wunderschöne Cinematographie und die ausnahmslos erstklassigen Schauspieler machen den Film zum Pflichtprogramm. Die DVD-Ausstattung ist trotz 2-DVD-Set nicht herausragend, aber mehr als solide und ist allein schon wegen dem tollen Film ein Pflichtkauf, da es echte Ärgernisse hier nicht gibt.
Diese Kritik wurde verfasst von Dirk Schönfuß.


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Braveheart (1995)

Regie: Mel Gibson
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