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265 Kritiken online

Seit dem 21.12.2003
Hits

„Beyond the Movie - Lord of the rings“

 Filmkritik   DVD-Infos   Filmdaten   Lesermeinungen 

PRO: hervorragende, tiefgründige Dokumentation
CONTRA: keine Extras
CONTRA: Zeitversatz bei englischer Tonspur

Filmkritik:
Der „National Geographic“, auch bekannt durch die gleichnamige Zeitschrift, ist bekannt für die Produktion hochwertiger Dokumentationen. Im Rahmen der Reihe „Beyond the Movie“ bietet die Dokumentation über „Der Herr der Ringe“ wertvolle Einblicke in die Welt Mittelerde und die möglichen Hintergründe für Tolkiens epochales Meisterwerk.
Die Verfilmung von Peter Jackson bildet dabei einen gewissen Rahmen und auch der Regisseur und die Akteure kommen in Interviews zu Wort, besonderer Wert wird jedoch auf den Werdegang Tolkiens und die möglichen Bezüge zur „Herr der Ringe“-Trilogie gelegt.
Tolkien selbst war ein strikter Gegner von Allegorien und schon im Vorwort des Buches schreibt er, dass er eine Interpretation seines Werkes auf die Zeitgeschichte, beispielsweise den Vergleich Sauron − Hitler, strikt ablehne. Dennoch gibt es naturgemäß viele Parallelen der Romanwelt „Mittelerde“ zu seinem realen Leben. Dies bringt die Dokumentation dem geneigten Zuschauer nahe und bietet damit einen Blick hinter die Kulissen, der für jeden Fan Tolkiens oder auch jene, denen einfach nur der Film gefallen hat, von höchstem Interesse sein dürfte.
Tolkien wuchs in einem ländlichen Umfeld auf und verlor schon früh seinen Vater. Die Umgebung hat eine starke Ähnlichkeit zum Shire (Auenland) aus den Romanen und die Bedrohung, der seine Heimat ausgesetzt war, hieß Industrialisierung. Der starke ökologische Bezug des Werkes wird an vielen Stellen deutlich, etwa wenn die Elfen, die ja auch Mittelerde wegziehen, den Menschen die Verantwortung in die Hand legen oder sich die Ents, angeführt von Treebeard, gegen die Orks auflehnen, die angeführt von Saruman die Wälder abholzen.
Auch die Weltkriegserfahrungen Tolkiens werden anhand seltener Archivaufnahmen und Interviews mit Historikern dokumentiert. Hier entstanden erste Notizen für seine späteren Werke.
Am interessantesten war für mich jedoch der Bezug auf die nordischen Heldensagen wie „Beowulf“, welche für Tolkien eine deartige Faszination besaßen, dass der sprachbegeisterte spätere Professor für Angelsächsisch in Oxford sogar finnisch lernte, um sie verstehen zu können.
Selbst die elbische Sprache basiert auf einem realen Vorbild. Die Dokumentarfilmer sind nach Karelien, einem Landstrich an der Grenze zu Russland, gereist, um mit einem alten Mann zu sprechen, der als letzter noch eine komplette Heldensage in der alten Sprache singen kann. Sie erzählt von einem alten Weisen, der auf den Seen Kareliens in alter Zeit gutes tat und Abenteuer bestand.
Diese alten Mythen faszinierten Tolkien, da er als Sprachwissenschaftler das Gefühl hatte, seinem Land sei einfach zu viel verloren gegangen und es habe keine nationalen Mythen. Selbst urenglische Sagen wie die um König Arthur haben ihren Ursprung nicht in der englischen, sondern eher in der französischen Geschichte.
So entschloss er sich, eine eigene Sprache und eine eigene vergangene Kultur zu entwickeln und verbrachte allein 15 Jahre damit, „Herr der Ringe“ zu entwickeln, nachdem er mit „The Hobbit“ erste Erfolge feiern konnte. Seine Werke spielen alle in Mittelerde und haben eine epische Breite, hohe Komplexität und eine innere Geschlossenheit, die das gesamte Universum, welches er schuf, glaubwürdig machen.
Bildqualität

Tonwertung

Bonusmaterial

DVD-Check:
Die DVD selbst ist eher schlicht, zwar wurden die Menüs animiert, aber wenn man nach dem Lesen des Covers, welches 60 Minuten Hauptfilm, 60 Minuten Bonusmaterial und deutschen und englischen Ton in Dolby Digital 5.1 mit großen Erwartungen die DVD einlegt, wird man doch erst einmal enttäuscht.
Bonusmaterial gibt es neben dem Hauptfilm überhaupt nicht. Der deutsche Ton bezieht sich nur auf den Kommentator, nicht auf die Untertitel, was ich positiv finde, manch anderen mag dies jedoch abschrecken, denn alle Interviews liegen auch in der deutschen Tonspur nur im englischen Original, jedoch mit deutschen Untertiteln vor.
Wer sich den Film im englischen Originalton ansehen möchte, sollte diesen über das Menü anwählen. Der Film ist nämlich zweimal auf der DVD abgelegt und besitzt bei der deutschen Fassung eingebrannte Untertitel für die Interviews. Wählt man in dieser Fassung die englische Tonspur, so hat diese einen leichten Zeitversatz.
Auch die Bildqualität ist nicht optimal. Das im Vollbild vorliegende Material besitzt schon auf der analogen Seite keine optimalen Voraussetzungen, es gibt Interlace-Artefakte und die Detailauflösung lässt zu wünschen übrig. Leider ist auch die Kompression deutlich sichtbar. Natürlich kann man einen Dokumentarfilm, der noch dazu aus Material aus verschiedenen Quellen besteht, nicht nach den gleichen Maßstäben wie einen Kinofilm beurteilen, aber das sogar Ausschnitte aus dem ersten Kinofilm Nachzieheffekte haben und gerade bei schnellen Bewegungen oft vermatscht aussehen, ist nicht schön.
Gesamturteil:
Trotz allem, die Dokumentation „National Geographic Beyond the movie − The Lord of the Rings“ ist ein hervorragender und aufschlussreicher Blick hinter die Kulissen nicht nur das Filmes, sondern des Gesamtwerkes von J.R.R. Tolkien und für jeden, der sich für Tolkiens Werke interessiert, sehr empfehlenswert.
Diese Kritik wurde verfasst von Dirk Schönfuß.


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National Geographic: Beyond the Movie - The Lord of the Rings (2001)

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