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Seit dem 21.12.2003
Hits

„Babylon 5 - Staffel 1“

 Filmkritik   DVD-Infos   Filmdaten   Lesermeinungen 

PRO: Science Fiction at its best - eine beeindruckende Vision!
PRO: gute Aufmachung, günstiger Preis
CONTRA: keine Untertitel beim Bonusmaterial

Handlung:
Im Jahre 2253 ist der Kontakt zwischen Menschen und Außerirdischen längst selbstverständlich, das friedliche Miteinander jedoch nicht. Erst 10 Jahre liegt der Krieg mit den Minbari zurück, der die Erde fast völlig zerstört hätte. Commander Sinclair und viele andere sind noch immer gezeichnet von diesem Krieg, doch mit dem Babylon-Projekt sollen neue Zeichen gesetzt werden.
Die Raumstation „Babylon 5“, die letzte ihrer Art, ist ein riesiges Gebilde aus Stahl und beherbergt tausende von Arbeitern für ihren Raumhafen aber auch Botschafter der verschiedensten Alien-Rassen, die unterschiedlicher wohl nicht sein könnten. Mitten im Brennpunkt müssen Commander Sinclair und seine Mannschaft die Fäden in der Hand behalten. Das Vermeiden einer Eskalation ist zwischen Intrigen finsterer Geheimbünde und Alien-Regierungen auf der einen und der alienfeindlichen Terroristengruppe „Pro-Earth“ auf der anderen Seite allerdings alles andere als einfach.
Filmkritik:
Die Science Fiction Serie „Babylon 5“ gönnt dem Zuschauer keine lange Einführung, sie wirft ihn direkt hinein in das Tagesgeschehen auf der Raumstation, wo die Centauri empört über den Angriff der Narn auf einen ihrer Planeten sind. Der Commander muss vermitteln und immer darauf achten, den noch unklaren Standpunkt der Erdenregierung in diesem Punkt nicht zu kompromittieren. Von Folge zu Folge gewinnen die Figuren immer mehr an Tiefe. Der zunächst aalglatt wirkende Centauri-Botschafter Londo Mollari gewinnt an Menschlichkeit als er in der Folge „Die Purpurdaten“ in eine Intrige gerät, die ihn ganz persönlich trifft. Diese Ereignisse legen dann die Grundlage für sein Verhalten in der Folge „Angriff auf die Ausserirdischen“, wo zwei Jugendliche von der Heimatwelt entfliehen, um einer Pflichtheirat zu entgehen.
Ebenfalls in dieser Folge wie auch in der nächsten Episode, nämlich „Gefangen im Cybernetz“ muss sich Commander Sinclair der radikalen Bewegung „Pro-Earth“ stellen und entdeckt dabei einiges über seine eigene Vergangenheit und Ereignisse im Krieg, die auch seine Beziehung zu der rätselhaften Minbari-Botschafterin Delenn in ein ganz anderes Licht rücken. Das ganze Ausmaß der Geschichte wird erst im weiteren Verlauf der Staffel klar und der Zuschauer merkt, dass es hier in weiteren Staffeln noch eine Menge zu erzählen gibt.

Auch die weiteren Mitglieder der Besatzung haben ihre Geschichten. Lt. Commander Susan Ivanova ist eine pflichtbewusste Karrierefrau, hinter deren harter Schale jedoch auch ein verletzlicher Kern und ein Schicksal stecken.
Talia Winters ist ein Medium, das vom Psi-Corps ausgebildet wurde. Die immer wieder eingestreuten Informationen über diesen Orden und schließlich die Folge „Die Macht des Geistes“, wo u.a. Walter Koenig (Chekov aus „Star Trek“) einen Auftritt als Psi-Cop hat, legen den Grundstein für äußerst faszinierende Handlungselemente.
Dr. Stephen Franklin ist der Arzt an Bord der Raumstation. In den Folgen „Ein unheimlicher Fund“ und „Die Gläubigen“ werden seine Begeisterungen für die Forschung respektive seine ethischen Werte erforscht. Immer wieder spielt Religion in den einzelnen Episoden eine wichtige Rolle. Seien es nun die Narn, die für eine religiöse Zeremonie eine wichtige Blume benötigen oder die Minbari, bei welchen sich der Zweck einer seltsamen Zeremonie erst nach und nach erschließt. Ihm Rahmen eines interstellaren Kirchentages zeigt eine jede Rasse in der Folge „Angriff auf G’Kar“ ihre Rituale, während der genannte Botschafter um sein Leben fürchten muss. In Der Episode „Der Seelenjäger“ wird dann sogar eine mysteriöse Rasse vorgestellt, die die Seelen Sterbender konserviert, um deren Vermächtnis und Wissen zu erhalten.
Eine weitere Hauptfigur ist Sicherheitschef Garibaldi. Mit seinem trockenen Witz und seinem bodenständigen Wesen ist er einer der Sympathieträger der Serie. In „Ein Wiedersehen mit Folgen“ scheint ihn seine Vergangenheit wieder einzuholen − eine Verschwörung treibt ihn zurück zum Alkohol, was seine Karriere fast beendet.

Babylon 5“ besitzt viele Parallelen zu „Star Trek“, speziell zu „Deep Space Nine“ - und doch hat die Serie ihren unverkennbar eigenen Charakter und wirkt zu keiner Sekunde wie ein Plagiat. Ganz im Gegenteil, so kohärent und komplex wie der Kosmos hier schon nach einigen Folgen wirkt, hat man Science Fiction selten gesehen. Dazu ist die Serie etwas erwachsener, zwischenmenschliche Beziehungen, Schlägereien und Probleme wie Alkohol werden ein wenig offener thematisiert.
Bei all der faszinierenden Science Fiction kommt dennoch auch die Unterhaltung nie zu kurz. Hierfür sorgen meist die Fehden zwischen Londo und G’Kar, aber auch Garibaldi ist mit seinem Zynismus oft für einige Lacher gut. Die Dialoge machen insgesamt sehr viel Freude, zwischen Unterhaltung und Science Fiction wird’s gelegentlich auch fast philosophisch. „ Du hast die erste Regel des Fanatismus vergessen: Wenn Du Dich zu sehr in den Hass auf Deinen Feind hineinsteigerst, dann wirst Du wie er“. So muss Science Fiction aussehen.
Im Vergleich mit Star Trek ist allerdings das geringere Budget sichtbar − Special Effect sind meist dünn gesäht und teilweise auch wenig spektakulär. Vor allem kann aber die Außenansicht der Raumstation nicht mit „Star Trek“ mithalten. Die kühl und perfekt gerenderten CGI-Shots haben einfach nicht den Charme der real gefilmten Modelle der Konkurrenz und sind, 10 Jahre nach der Erstausstrahlung heute längst nicht mehr so recht überzeugend. Diesen Alterungsprozess kann man speziell bei DS9 nicht in dem Maße feststellen. Als die Serie ausgestrahlt wurde, war das sicherlich einmal anders, heute kann man daran jedoch sehr gut beobachten, wie schnell Computergrafiken doch altern.

All dies ändert aber nichts daran, dass der Funke sehr schnell überspringt und wenn man erst einmal ein paar Folgen gesehen hat, möchte man natürlich wissen, wie es weiter geht. Wer jedoch zwischendurch ein paar Folgen verpasst hat, hat es ziemlich schwer, denn die Folgen von „Babylon 5“ sind in einem noch wesentlich stärkeren Maße als bei „Deep Space Nine“ mit einander verzahnt. Das macht natürlich auch einen großen Reiz der Serie aus − einen so starken, dass man die Beschränkung auf den Handlungsraum einer Folge bei anderen Serien dort auf einmal schnell als Beschränkung empfindet.
Bildqualität:
Das Bild der DVD liegt seltsamerweise im 16:9-Format vor. Ich kann nicht sagen, ob es sich hierbei um das Originalformat handelt, einige Einstellungen wie die Außenaufnahmen der Raumstation lassen jedoch darauf schließen, dass zumindest in diesen Szenen das Bild oben und unten beschnitten wurde, wie Warner dies auch schon bei anderen TV-Serie (z.B. „Stephen Kings Es“) getan hat. Alles in allem ist das Bild recht gut, vor allem die Farben wirken natürlich, an manchen Stellen treten jedoch Unschärfen auf, gelegentlich ist das Bild auch überstrahlt.
Für eine über 10 Jahre alte TV-Serie kann man zufrieden sein, mit den gelegentlichen Unschärfen, dem teilweise zu dunklen Bild und dem vereinzelt auftretenden Farbrauschen ist die Qualität jedoch weit von dem entfernt, was aktuelle Produktionen hier so bieten.
Tonwertung:
Die ursprünglich in Dolby Surround produzierte Serie wurde für die DVD bei der deutschen und englischen Tonspur mit einem 5.1-Mix aufgewertet. Sehr viel bringt dieser Upmix allerdings nicht. Der Stereoklang ist ordentlich, die Stimmwiedergabe zumindest gut, die Surroundlautsprecher bekommen allerdings viel zu wenig zu tun. Von Dynamik oder kräftigen Bassattacken kann hier natürlich keine Rede sein. Für eine TV-Serie kann man jedoch auch mit dem Ton zufrieden sein.
Bonusmaterial:
Die Extrafeatures befinden sich fast ausschließlich auf der letzten DVD. Ausnahmen sind Audiokommentare zu zwei Folgen sowie eine Einführung zur Serie von ihrem Schöpfer Michael Straczynski. Die Dokumentationen auf der letzten DVD sind recht interessant. Sie bieten einen Überblick über die Serie, ihre Figuren sowie Ausstattung und Effekte. Auch über die Raumstation selbst mit ihren unterschiedlichen Sektoren kann man sich genau informieren. Wer der englischen Sprache allerdings nicht mächtig ist, für den sieht es schlecht aus − nicht einmal deutsche Untertitel sind zu dem komplett englischsprachigen Material vorhanden.
Die Menüs sind überall schlicht aber stimmig animiert und vertont. Die Box besteht zwar nur aus Pappe, ist aber alles in allem sehr praktisch und sieht recht gut aus.
Gesamturteil:
Babylon 5“ steht für hochklassige Science-Fiction − düsterer, erwachsener und komplexer als die Konkurrenz, dafür für Neulinge oder für zwischendurch in späteren Episoden auch nicht mehr ganz so zugänglich. Die Figuren, die Kulturen und das komplexe Universum der Serie beeindrucken jedoch von Anfang an. Die Präsentation der Serie kann sich mit 16:9-Bildformat, 5.1-Ton und etlichem Extramaterial sehen lassen, auch wenn die Technik kleine Ecken und Kanten hat. Die gelungene Aufmachung und der günstige Preis machen die DVD-Box auf jeden Fall zu einem Muss für alle Science-Fiction-Fans.
Diese Kritik wurde verfasst von Dirk Schönfuß.


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"Babylon 5" (1994)

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