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Seit dem 21.12.2003
Hits

„Asterix bei den Briten“

 Filmkritik   DVD-Infos   Filmdaten   Lesermeinungen 

PRO: unterhaltsam, toll gezeichnet und für Kinder und Erwachsene jeden Alters interessant
PRO: tolles Extrafeature: optionale Neusynchronisation auf schwäbisch!
CONTRA: weder Originalton noch Originalbildformat

Filmkritik:
Wer kennt ihn nicht, den „gallischen Superman“ und Helden zahlreicher Comics und nicht minder erfolgreicher Filme? Die Rede ist natürlich von Asterix. Gemeinsam mit seinem Freund Obelix zeigt er den Römern ein ums andere mal, was eine Harke ist.
Die riesige Expansion des römischen Reiches bietet den Hintergrund für die Geschichten um das kleine Dörfchen welches dank des Zaubertrankes, den ihr Druide braut, selbst Cäsar in seine Schranken verweist. Der Erfolg der Geschichten liegt in ihrer Unernstigkeit und Gewaltfreiheit sowie natürlich dem Reiz, den die beliebten Hauptfiguren ausüben. Wer kennt nicht den pfiffigen Asterix, seinen vollschlanken, liebenswert-tollpatschigen Freund Obelix, den Druiden Miraculix oder den verschmähten Sänger?

In „Asterix bei den Briten“ geht es jedoch, wie der Name schon sagt, nicht um das Heimatdorf der Gallier. Die Römer haben nämlich Britannien angegriffen und seit diesen unzivilisierten Burschen nicht einmal mehr die Tee-Time der Briten heilig ist, sieht es schlecht aus um die Insulaner. Nur gut, dass sich ein Brite noch an den Druiden erinnern kann, von dem sein Großvater immer erzählt hat. Er macht sich auf nach Gallien, um sich dort Hilfe in Form des Zaubertrankes zu holen. Asterix und Obelix begleiten ihn.

Asterix bei den Briten ist wohl einer der besten Asterix-Zeichentrickfilme, denn durch den größeren Rahmen, den der Film nun hat, konnten viele Bezüge auf die Lebensart eingebaut werden. So wird erzählt, wie die Briten zu ihrem Nationalgetränk kommen, Obelix trifft wieder auf seine geliebten Piraten, erlebt ein ganzes Stück britische Lebensart, kann einem Fußballspiel beiwohnen und natürlich müssen sich die Freunde auf der Suche nach ihren zwischendurch verlorenen Faß mit dem Zaubertrank durch das von den Römern besetzte Londinium schlagen.
Der Film ist trotz seines Alters schön anzusehen, weil in die Zeichnungen sichtlich Arbeit gesteckt wurde. Vor allem aber sorgt die abwechslungsreiche Handlung für Kurzweil.
Bildqualität:
Das Bild ist leider ein echtes Ärgernis. Die Qualität ist dabei eigentlich ordentlich. Das Rauschen hält sich in Grenzen, trotzdem ist das Bild scharf, die Farben sind stimmig und nicht zu blass. Der Film wurde aber im Widescreen-Format (1,66:1) gedreht, was auch an den enthaltenen Trailern deutlich sichtbar ist. Auf der DVD befindet sich dagegen nur eine Pan & Scan-Vollbildfassung. Nicht nur im direkten Vergleich mit dem Trailer wird dies deutlich, sondern eigentlich ständig während des Filmes. Die Bildkomposition ist nämlich derart zerstört, dass die andauernd abgeschnittenen Gesichter u.ä. den Genuss des Filmes nachhaltig stören.
Die große Freude über die Veröffentlichung des Filmes auf DVD und auch die sehr lobenswerte und engagierte Idee mit der Neusynchronisation werden hiermit völlig zunichte gemacht.
Tonwertung:
Der Ton selbst nutzt die Fähigkeiten einer Surroundanlage nicht aus, weder die Original-Mono-Tonspur, noch die neue Stereo-Synchro haben viel Dynamik, zumindest ist der Ton jedoch frei von Knacksern oder Rauschen. Schade ist dann wirklich nur, dass der französische Originalton nicht enthalten ist. Die Originalstimmen und vielleicht auch wörtlich übersetzte Untertitel wären sehr interessant gewesen.
Bonusmaterial:
Die DVD macht schon nach dem Einlegen Spaß. Ein stimmungsvoll animiertes und vertontes Menü stimmt passend auf den Film ein. An Extras gibt es zwar nicht viel zu vermelden, aber man hat sich hier doch Mühe gegeben. Nicht nur Trailer finden sich auf der DVD, sondern als wichtigstes Extra zusätzlich zur originalen Tonspur (mono) eine von Kinowelt extra für diese DVD angefertigte Neusynchronisation auf schwäbisch (stereo). Diese macht wirklich sehr viel Freude und sorgt für zahlreiche zusätzliche Lacher. Auch einen Blick ins Synchronstudio darf man werfen und bekommt einen kleinen Eindruck davon, welch ein Aufwand hinter einer Synchronisation steckt.
Gesamturteil:
Abschließend ist zu sagen, dass es sich „Asterix bei den Briten“ um einen der besten Asterix-Zeichentrickfilme handelt. Der Film wurde von Kinowelt ansprechend auf DVD umgesetzt, bietet tolle Menüs, viele Trailer und als absolutes Highlight eine Neusynchronisation in einer Mundart. Leider bietet die DVD weder Originalton noch Originalbildformat, was ihr eine Empfehlung verwehrt.
Diese Kritik wurde verfasst von Dirk Schönfuß.


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