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Seit dem 21.12.2003
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„2002 - Durchgeknallt im All“

 Filmkritik   DVD-Infos   Filmdaten   Lesermeinungen 

CONTRA: grottenschlechter, phantasieloser Parodiefilm-Abklatsch
CONTRA: durchschittliche Bild- und Tonqualität
PRO: recht interessante Extras

Filmkritik:
Leslie Nielsen − Star der „Die nackte Kanone“-Trilogie und auf seine alten Tage noch Comedy-Star. Begonnen hatte alles mit einer kleinen Rolle in „Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug“, dem ersten Film der Regisseur Zucker, Abrahams und Zucker. Es folgte eine TV-Serie („Die nackte Pistole“) und danach besagte Filmtrilogie.
Während das Produzententeam jedoch weiterhin Erfolge produzierte (u.a. „Top Secret“, zuletzt in 2002 „Rat Race“), ging es für Leslie Nielsen nach „Die nackte Kanone 33 1/3“ nur noch bergab. War seine Bond-Parodie „Agent 00“ noch erträglich, so waren „Sehr verdächtig“ oder „Mr. Magoo“ unsägliche Flops.

Dem Ganzen setzt nun sein neuster Streich die Krone auf − „2002 − Durchgeknallt im All“. Leider ist man nicht nur im All durchgeknallt. Nein, man hat leider den Eindruck, dass amerikanische Filme, an denen deutsche Studios produzierend mitwirken, oft solche schlechten Drehbücher haben, dass die einzige Verwendung, die man in Amerika dafür hatte, die war, die Untäter damit aus den Büros potentieller Geldgeber zu prügeln (siehe auch „Driven“).
Nielsen zeichnet bei dem Film außerdem als Co-Autor und ausführender Produzent verantwortlich. Nachdem der Film mehrere Jahre auf Halde gelegen hat, hat man als Zuschauer nun das zweifelhafte Vergnügen, dieses Machwerk auf DVD erleben zu dürfen.

Der Plot ist schnell erzählt. Agent Dix ist das wandelnde Chaos. In altbekannter „Die nackte Kanone“-Manier klärt er Verbrechen auf, bis die Erde durch einen Spezialauftrag, der ihn auf eine Mondbasis führt, vorübergehend von ihm befreit wird. Er soll einen verrückten Wissenschaftler davon abhalten, den Präsidenten der USA durch einen Clown, ähh Klon zu ersetzen.
Das Ganze ist jedoch lediglich ein Aufhänger für eine 95-minütige Aneinanderreihung platter Gags. Überhaupt ist der Film wahrhaftig eine Gurke wie sie im Buche steht. Nicht einmal jemand, der die letzten 15 Jahre in einer Höhle verschüttet war und weder „Die nackte Kanone“ noch „Hot Shots“ kennt, kann über so ein Konzentrat aus schlechtem Slapstick, billigen Alien-Makeups, Gags auf Vorschulniveau und Darstellerinnen, deren Darbietungen man sich vorzugsweise ohne Ton anschauen sollte, lachen. So reduzieren sich auch Verona Feldbuschs kurze Auftritte auf eine kurze Badeanzugszene und eine „sexy Assistentin kommt herein“-Szene mit entsprechender Musik.

Das der Film andere Filme wie etwa „2001“ oder „Men in Black“ parodiert ist dabei nur noch eine Fußnote, denn dies geschieht auf absolut phantasielose Weise. Jegliches eingesetztes Stilmittel, von den einkopierten Schwarz/Weiß-Sequenzen aus alten Filmen bis zu Dix’ Gedankenstimme, ist nur schlecht aus der „Die nackte Kanone“-Trilogie kopiert.
Stundenlang wird auf drittklassigen Gags herumgeritten (verlorenen Perrücke, alberne Verkleidungen, etc.), ohne dass dies jemals auch nur ein Schmunzeln auslösen würde. Überhaupt kann der Leser dieser Besprechung froh sein, dass er das Gesicht des Testers beim (zweifelhaften) Genuss dieses Filmes nicht sehen konnte.
Bildqualität:
Das Bild der DVD ist recht gut, besitzt jedoch keine gute Schärfe. Irgendwie sieht das Ganze eher nach Billigproduktion oder starkem Rauschfilter aus, die Farben sind auch leicht verwaschen.
Tonwertung:
Der Ton der DVD liegt in deutsch und englisch jeweils in 5.1 vor. Die deutsche Synchro ist recht gelungen, übersetzt vieles deutlich blumiger als im Original und ist dadurch wahrscheinlich gar besser gelungen als die englische Tonspur. Auch vom Raumklang hat die deutsche Fassung etwas die Nase vorn. Zwar klingt sie etwas dumpfer als die englische Fassung, hat jedoch einen besseren Raumklang.
Stichwort Raumklang, so richtig in Fahrt kommt der eigentlich nur durch die Score oder bei Musik- und Discoszenen. Alles in allem bleibt der Ton nur Durchschnitt.
Bonusmaterial:
Die Extras sind relativ umfangreich ausgefallen. Versetzen ein paar Texttafeln zu Leslie Nielsen, Cast & Crew-Infos bzw. Produktionsnotizen noch nicht in Begeisterung, so können doch die beiden Featuretten einigen Einblick bieten. Die Werbefeaturette dient dem namensgebenden Zweck und besteht größtenteils aus Filmausschnitten, das „Making Of“ ist jedoch fast eine Dreiviertelstunde lang und kann neben einem Blick hinter die Kulissen auch mit Interviews mit den Stars wie Leslie Nielsen und Verona Feldbusch vorweisen. Herr Nielsen bestätigt mit seinen bemüht humorvollen Kommentaren eher den Verdacht, dass er längst nicht mehr an ein Filmset gehört, Frau Feldbuschs Kommentare sind ehrlich, verkörpern aber ansonsten das, was man so von ihr gewohnt ist.
Abgerundet werden die Extras schließlich von einigen Trailern zu weiteren DVDs aus dem Helkon-Programm.
Gesamturteil:
Durchgeknallt im Weltall“ − Ein Film, den die Welt nicht braucht. Da ist jeder Zahnarztbesuch angenehmer. Daran kann auch die gute Extraausstattung und die vernünftige Präsentation der DVD nichts ändern. Finger weg!
Diese Kritik wurde verfasst von Dirk Schönfuß.


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