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265 Kritiken online

Seit dem 21.12.2003
Hits

„Mimic“

 Filmkritik   DVD-Infos   Filmdaten   Lesermeinungen 

Handlung:
Als eine furchtbare Seuche die Kinder der Stadt New York bedroht und man herausfindet, dass diese durch Insekten übertragen wird, beauftragt man eine Insektenforscherin (Mira Sorvino) mit dem Fall und sie entwickelt eine genmanipulierte Judas-Züchtung, deren Absonderungen die anderen Insekten tötet. Drei Jahre später muss sie feststellen, dass die Rasse nicht wie geplant nach 6 Monaten ausgestorben ist, sondern die Evolution ihnen ein Schnäppchen geschlagen hat...
Filmkritik:
Mimic ist ein äußerst spannender und gruseliger Horrorthriller, der von Guillermo del Toro beeindruckend in Szene gesetzt wurde. Hinter den Kulissen arbeiteten u.a. Patrick Lussier, langjähriger Cutter von Wes Craven und Setdesignerin Carol Spier, die an fast allen Filmen von David Cronenberg mitwirkte (sehr zu empfehlen ist auch die Doku über sie auf der deutschen DVD zu eXistenZ). Das tolle Design und die gekonnte Schnittechnik tragen ungeheuer zur Athmosphäre bei, genau wie die Musik, die entfernt an „Das Schweigen der Lämmer“ erinnert.
Besondere Erwähnung verdient aber auch die sensationelle Beleuchtung, das ist mir auch bei „Blade 2“ sehr positiv aufgefallen, scheinbar liegt dies dem Regisseur besonders am Herzen. Der Film ist überhaupt sehr stylish. Er spielt fast komplett in der Dunkelheit und wirkt neben dem gekonnten Spiel mit Licht und Schatten vor allem durch das intensive Spiel seiner Protagonisten, allen voran Mira Sorvino, die die richtige Mischung aus Stärke und Verletzlichkeit glaubhaft verkörpert, absolut unheimlich und mitreißend.
Auf das Design der Insekten wurde ebenfalls sehr viel Wert gelegt. Leute mit Insektenphobie sollten sich den Film auf keinen Fall ansehen, denn hier geht es sehr explizit und ekelig zur Sache. In punkto Gewaltdarstellung fährt der Film eine sehr gute Strategie, denn zuerst wird nur angedeutet, was die Sache noch spannender und die gegen Ende kommenden Splattereinlagen umso wirkungsvoller macht.
Das Filmende ist vielleicht ein wenig zu konventionell, dennoch ist Mimic mehr als ein heißer Geheimtipp. Hier gibt es vor allem keine eingestreuten auflockernden Szenen, sondern der Film hat durchgängig eine wunderbar umheimliche Athmosphäre. Eine Verwandtschaft zu den Alien-Filmen ist nicht zu leugnen, dennoch hat der Film seine eigene, interessante Story und viele kleine Aspekte, die ihn besonders machen, einmal ganz abgesehen von der bereits erwähnten, ganz außergewöhnlichen guten Umsetzung.
Bildqualität:
Das leider nicht anamorphe Bild ist überdurchschnittlich gut, bietet aber nicht im Entferntesten den Detailgrad, den beispielsweise ein gut transferiertes anamorphes PAL-Bild gebracht hätte. Trotzdem geht es eigentlich in Ordnung, ich kann mir kaum vorstellen, dass die deutsche DVD von Mawa hier merklich besser ist.
Tonwertung:
Der Ton ist sehr athmosphärisch, gelegentlich gibt es auch nette Splitsurroundeffekte und die Stimmen kommen natürlich im Original wesentlich besser herüber als in der deutschen Synchro, daher ist die US-DVD auch erste Wahl gegenüber der deutschen DVD ohne O-Ton.
Bonusmaterial:
Hier ist leider bis auf einen Trailer gar nichts vorhanden. Auch die Menüs sind lediglich statisch. Da hat man sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert, die DVD ist allerdings auch schon recht alt und stammt noch aus den Anfangstagen des Mediums.
Gesamturteil:
Mimic ist ein äußerst spannender, athmospärischer Horrorthriller, der in vielen Beziehungen, sei es Setdesign, Beleuchtung, Athmosphäre, Story oder Schauspieler, auf ganzer Linie überzeugen kann. Wer nicht gerade eine Insektenphobie hat, sollte einen Blick riskieren. Die DVD ist leider nicht das gelbe vom Ei, vielleicht erscheint irgendwann einmal eine Special Edition.
Diese Kritik wurde verfasst von Dirk Schönfuß.


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Mimic (1997)

Regie: Guillermo del Toro
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