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Seit dem 21.12.2003
Hits

„Leon, der Profi“

 Filmkritik   DVD-Infos   Filmdaten   Lesermeinungen 

PRO: ein moderner Action-Klassiker mit Herz
PRO: tolle Optik und atmosphärische Filmmusik
PRO: perfekte Besetzung liefert schauspielerische Höchstleistungen
CONTRA: DVD aus den Anfangstagen: falsches Bildformat, kein O-Ton und keine Extras

Handlung:
Leon (Jean Reno, u.a. „Ronin“) ist Cleaner - ein Profi-Killer für die italienische Mafia. Er arbeitet absolut präzise und unsichtbar. Eines Tages steht jedoch ein zwölfjähriges Mädchen vor seiner Tür. Durch einen Zufall rettet er sie als ihre ganze Familie von Drogenpolizisten ermordet wird. Nun, da er für sie verantwortlich ist, wird sein Leben komplizierter...
Filmkritik:
Der französische Regisseur Luc Besson startete mit Werken wie „The big blue“ (ebenfalls mit Jean Reno) und „Subway“ (mit Christopher Lambert) seine beeindruckende Karriere. Den meisten ist er sicher durch „Nikita“ (mit Anne Parillaud), einem seiner erfolgreichsten Filme, bekannt. Nach dem großen Erfolg von „Nikita“ auch in den USA beschloss Besson, einen Film in Amerika zu drehen. Die Inspiration dazu lieferte ihm dabei die Figur des Cleaners Viktor in „Nikita“. „The Professional“, so der Originaltitel des besprochenen Filmes, wurde so erfolgreich, dass der Regisseur in Nachfolgewerken wie „Das fünfte Element“ und „Johanna von Orleans“ wesentlich höhere Budgets zur Verfügung gestellt bekam und seitdem auch in Hollywood als Garant für Kassenknüller gilt.
Bessons Markenzeichen als Regisseur sind vielfältig. Zuerst einmal stehen seine Filme immer für grandiose Optik, seien dies nun ungewöhnliche Kameraperspektiven oder tolle Kamerafahrten. „Leon, der Profi“ macht hier keine Ausnahme. Mir fallen z.B. spontan die Anfangsszene, in der die Kamera durch die Häuserschluchten New Yorks bis direkt in ein Restaurant hinein fliegt oder die Perspektive, in der die Kamera direkt auf der Straße liegt und Leon und Mathilda über eine kleine Anhöhe auf sie zu laufen, ein.
Ebenfalls in jedem Film von Besson zu finden ist die Filmmusik von Eric Sera, welcher für diesen Film wieder eine wunderbare Score komponiert hat, die egal welche Stimmung, von Spannung bis Romantik, immer ideal verstärkt.
Das wirklich Interessanteste am Film ist aber, dass er auf mehreren Ebenen funktioniert. So werden die furiosen Actionsequenzen sicher jeden Actionfan begeistern. Das Herzstück des Filmes ist jedoch die Beziehung zwischen dem Killer Leon und dem Mädchen.

Natalie Portman (u.a. „Star Wars: Episode 1 - 3“) spielt die kleine Mathilda und kann schon hier zeigen, welch großes Talent sie besitzt. Während Kinder in ernsthaften Filmen meiner Meinung nach meist eher störend wirken, ist es umso erstaunlicher, wenn Kinderdarsteller, wie Haley Joel Osment in „The sixth sense“ oder hier Natalie Portman, einen Film durch ihr eindrucksvolles Spiel derartig aufzuwerten verstehen.
Aus anfänglicher Ablehnung entwickelt sich nach und nach eine Symbiose zwischen den beiden Hauptpersonen. Leon ist wie abgestorben, lebt nur für seine „Arbeit“ und scheint fast nichts Eigenes mehr an sich zu haben. Warum, das wird Mathilda später erfahren und verstehen, warum er sie davor bewahren will, Rache zu üben.
Mathilda lehrt ihm das Lesen und kümmert sich um Wäsche und Wohnung. Er bildet sie zum Killer aus. Während das hier etwas makaber klingen mag, gelingt es dem Film dennoch, seine Charaktere immer glaubwürdig und menschlich darzustellen.
Dabei benutzt der Regisseur viel Allegorie und kleine Details, um die Intentionen und Wesenszüge seiner Figuren zu illustrieren. Leon besitzt z.B. eine (Topf-)Pflanze, die er mehr als alles andere liebt und die genau wie er keine Wurzeln hat. Dann das erste Gespräch mit Mathilda, für Leon sehr ungewohnt, und doch gelingt es ihm, das Mädchen aufzuheitern. „Sag nichts schlechtes über Schweine.“, sagt er ihr, „Schweine sind besser als viele Menschen.“
Später wird man feststellen, dass nicht einmal dies von ihm selbst kommt, sich über die seltsamen Fügungen des Schicksals wundern und mit ihm fühlen, wenn er mehr und mehr menschliche Züge bekommt.

Die (wenn auch nicht sexuelle) Beziehung des Profikillers zu einem minderjährigen Mädchen ist es dann auch, die die Distributoren dazu veranlasste, den Film für die US-Veröffentlichung um etwa 24 Minuten zu kürzen. Die Kurzfassung verzichtet auf viele Szenen zwischen Leon und Mathilda und macht den Film dadurch deutlich action-lastiger. Durch die Schnitte geht jedoch viel von seiner Wirkung verloren. Die DVD enthält die ungekürzte Fassung.

Ein weiterer großer Darsteller zeigt in diesem Film ebenfalls sein Können: Gary Oldman. Nach mehreren Berserkerrollen („Dracula“, „JFK“, „True Romance“, ...) läuft er hier als drogensüchtiger, durchgeknallter Cop einmal mehr zu Höchstform auf. Abgesehen von Jean Renos charismatischer Darstellung des Einzelgängers und Natalie Portman, deren Spiel für ihr Alter einfach unglaublich ist, gehören seine Auftritte zu den absoluten Highlights des Films. Die Szenen, in denen er z.B. seine Tabletten einwirft oder mit der Pumpgun in der Hand über Mozart und Beethoven philosophiert, sind wirklich unvergesslich.

Leon, der Profi“ ist nun schon die dritte Zusammenarbeit von Luc Besson und Jean Reno. Nachdem sich Luc Besson mit „Das fünfte Element“ und „Johanna von Orleans“ in eine deutlich andere Richtung bewegte und in letzter Zeit eher als Produzent (u.a. „Taxi“, „Kiss of the dragon“ und „Yamakasi“) auftrat, bleibt zu hoffen, dass sich diese beiden großen Frankreich-Exporte irgendwann noch einmal zusammentun.
Bildqualität:
Das Bild liegt auf der DVD zwar im Widescreen-Format vor, es ist jedoch nicht anamorph und das Bildformat 1,85:1 entspricht nicht dem Original (Cinemascope 2,35:1). Trotz Schärfeverlust durch die fehlende 16:9-Optimierung ist das Bild äußerst sauber und die Schärfe ist ebenfalls guter Durchschnitt. Rauschen ist fast nirgendwo zu bemerken. Die Konturen um Objekte und leichte Nachzieheffekte deuten darauf hin, dass ein Rauschfilter angewandt und danach nachgeschärft wurde.
Farbbrillanz und Schwarzwert sind ebenfalls in Ordnung. Wenn das beschnittene Bild nicht so sehr die Bildkomposition zerstören würde, könnte man fast zufrieden sein.
Tonwertung:
Der Ton liegt sowohl in Dolby Surround als auch in Dolby Digital 5.1 vor. Leider merkt man dem 5.1-Ton schon etwas sein Alter an. Die Score breitet sich schön auf die hinteren Lautsprecher aus und es sind auch öfters Surroundeffekte zu hören, nur leider hebt er sich bis auf den klareren Klang kaum von der MPEG2-codierten Surroundspur ab.
Schmerzlich ist das Fehlen des Originaltons. Die deutsche Synchronisation ist aber als gelungen zu bezeichnen. Gerade weil der Film so von seiner Atmosphäre lebt, ist eine Synchronisation, die den richtigen Ton trifft, von entscheidender Bedeutung. Die Wortwahl unterscheidet sich oft vom Englischen, aber gerade dadurch ist sie so gut. „Please open the door“ wurde z.B. sehr treffend mit „Bitte lassen Sie mich rein“ übersetzt; es hätte sonst wohl eher nach Beamtendeutsch geklungen.
Die leider nicht enthaltene Originaltonspur der US-DVD verleiht dem Film durch die Akzente und die Aussprache der einzelnen Personen ein wenig mehr Authentizität und hat auch eine bessere Dynamik. Ebenfalls nur auf der auf der US-DVD enthalten ist die isolierte Tonspur mit der wunderbaren Filmmusik von Eric Sera.
Bonusmaterial:
Da es sich um eine der ersten DVDs auf dem deutschen Markt handelt, ist die Ausstattung leider sehr schlecht. Es gibt weder einen Trailer noch sonstige Extras, nicht einmal Texttafeln. Das Menü besteht aus nur einer Seite, auf der auch die Möglichkeit zur Kapitelanwahl besteht.
Die auf der DVD enthaltene Fassung ist ungekürzt, in Deutschland „Director’s Cut“, in den USA „International Version“ genannt.
Gesamturteil:
Luc Besson hat mit „The Professional“ einen Film geschaffen, der neben tollen Actionsequenzen vor allem durch die beeindruckenden schauspielerischen Leistungen von Jean Reno, Natalie Portman und Gary Oldman begeistern kann. Hier stimmt die Chemie zwischen den Figuren und viele kleine Nuancen sorgen dafür, dass der Film jedes Mal aufs Neue zum Erlebnis wird.
Der DVD merkt man leider ihr Alter deutlich an. Durch die ordentliche Bild- und Tonqualität disqualifiziert sie sich zwar nicht völlig, fehlender Originalton und falsches Bildformat sind jedoch deutliche Minuspunkte. Der Film liegt im ungekürzten Director’s Cut, der einzig wahren Fassung des Filmes, vor. Dennoch kann die DVD nur Filmfreunden empfohlen werden, denen die Alternativen aus Japan oder den USA nicht zugänglich sind.
Diese Kritik wurde verfasst von Dirk Schönfuß.


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Léon (1994)

Regie: Luc Besson
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