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„Fist of Legend“

 Filmkritik   DVD-Infos   Filmdaten   Lesermeinungen 

Handlung:
Der Chinese Chen studiert in Japan. Die Unruhen und der Hass zwischen China und Japan wachsen jedoch immer mehr, denn Japan hat China inzwischen teilweise besetzt. Als er durch den mysteriösen Tod seines Meisters in die Geschehnisse hineingezogen wird, beschließt er, nach China zurückzukehren und Licht in die Angelegenheit zu bringen.
Filmkritik:
Mit asiatischen Filmen ist das für viele oft so eine Sache. Einerseits bieten Sie sagenhafte Kämpfe (die Kämpfe in „Matrix“ fand ich einst sensationell, aber als ich gesehen hatte, was in Hong Kong schon Jahre vorher gedreht wurde, hat sich meine Meinung SEHR relativiert), andererseits verschrecken sie viele Durchschnittszuschauer oft durch komplizierte Stories und teilweise einen Humor, der sich vom europäischen doch etwas zu stark unterscheidet. Außerdem leiden asiatische Filme oft unter zu geringem Budget, was sich in schlechter Ausstattung, schlechter Beleuchtung und durchschnittlichen schauspielerischen Leistungen niederschlägt. Den Fan beeindrucken jedoch die meist epischen Geschichten und der Blick auf die fremde Kultur mit ihrer Vergangenheit und ihren Bräuchen.
Fist of Legend“ ist meiner Meinung nach ein eher zugänglicher Film und auch ausstattungsmäßig wirklich interessant. Man muss erst einmal vorausschicken, dass es sich bei dem Film um das Remake des Bruce Lee Klassikers „Fist of Fury“ handelt. In die Hauptrolle schlüpfte etwa 20 Jahre nach dessen vorzeitigem Tod Jet Li, welcher sich mit seiner langen Erfahrung in Wu Shu (schon von Kindesbeinen an vertrat er sein Land bei internationalen Meisterschaften und trat mit „Shaolin Temple“ ins Filmgeschäft ein), seinen sensationellen Kampfdarbietungen in unzähligen Filmen und nicht zuletzt seiner ähnlich charismatischen Ausstrahlung (der markdurchdringende Blick ist sein Markenzeichen) einen ähnlichen Ruf erarbeitete wie die Legende Bruce Lee.
Das Original „Fist of Fury“ ist einer der ganz großen Martial Arts Klassiker, als Film jedoch ist er, abgesehen von Bruce Lee’s Kampfkünsten, keineswegs perfekt. Die schwarz-/weiß-gemalte Konfrontation Japan / China nervt und die dünne Story ist nur ein Aufhänger für tolle Kampfszenen. Hier hat man beim Remake intelligent erweitert und einen Film geschaffen, der das Original zwar würdigt und im Prinzip die gleiche Geschichte erzählt, aber dennoch ungeheuer viel Textur und intelligente Denkansätze hinzufügt.
Es sind nicht alle Japaner böse und ehrlos, der Hauptheld hat sogar eine japanische Freundin und u.a. an ihrem Beispiel wird gezeigt, dass auch die Chinesen teilweise intolerant und verbohrt sind. Hierdurch wird der Film wesentlich glaubwürdiger und durch zusätzliche Handlung spannender. Auch das Ende gefällt mir wesentlich besser.
Die Kampfszenen gehören dann wirklich zum Spektakulärsten was je auf Zelluloid gebannt wurde. In anderen Filmen wird Unvermögen der Akteure oft durch geschickten Filmschnitt kaschiert, auch das übermäßige Verwenden von Seilen tut den wenigsten Filmen gut. Hier wurde fast gar nicht mit Seilen gearbeitet und die sensationelle Akrobatik kommt durch gut gewählte Kameraeinstellungen wunderbar zur Geltung.
Bildausschnitt und Perspektiven sind ausgesprochen gekonnt gewählt und die Choreographie von Yuen Woo Ping (Tiger & Dragon) zeigt die Kämpfe nicht nur in nie gesehener Perfektion sondern auch in einer realistischen Härte, die so eigentlich wirklich bisher nur in den Filmen von Bruce Lee zu sehen war. Ähnlich brilliante und harte Kämpfe gibt es nur noch in den Bruce Lee Filmen und in Jet Li’s „Kiss of the dragon“ zu sehen, welcher „Fist of Legend“ auch teilweise zitiert.
Auch visuell wird eine Menge geboten, beim Endkampf im Garten fliegen bunte Blätter in leuchtenden Farben umher, es wird mit Vordergrund/Hintergrund gespielt und es kommen z.B. Gegner, die zu Boden fallen, direkt vor der Kamera zu liegen. Der Kampf, in dem Jet Li ein komplettes Karate-Dojo aufmischt, ist sowieso schon legendär und wurde später in „Kiss of the dragon“ wieder aufgegriffen.
Interessant sind auch die deutlichen Referenzen auf Bruce Lee mit Diskussionen über Kampfphilosophie und die Adaption der Technik des Gegners. So ist es einfach toll zu sehen, wie Jet Li neben seiner im Film familieneigenen Kung Fu Technik auch die Karatetechnik der Japaner anwendet. Wer sich damit etwas auskennt, weiß hier viele Details sicher noch weit mehr zu schätzen. Gekämpft wird außerdem mit Stock, Katana und sogar einem Ledergürtel.
Fist of Legend“ unterscheidet sich recht grundlegend von Filmen wie „Once upon a time in China“. Regisseur Gordon Chan hat vielleicht nicht das gute Auge für Details im Hintergrund, die tolle Beleuchtung und das Spiel mit Licht und Schatten wie Tsui Hark, auch hat Humor in „Fist of Legend“ (zum Glück) keinen Platz, dies alles ist jedoch nicht von Nachteil.
Was nämlich bei uns weithin unter dem Begriff Martial Arts läuft, besteht in Wahrheit aus vielen Genres vom Drama (z.B. „Fist of Fury“) über Fantasy (z.B. „Chinese Ghost Story“) bis zu Action (z.B. „Black Sheep Affair“), Kung Fu Comedy (z.B. unzählige Jackie Chan Filme) oder Historienfilmen (z.B. „The emperor and the assassin“ oder die „Once upon a time in China“-Reihe). Dem interessierten Zuschauer eröffnen sich hier viele interessante Kleinode, was vor allem klar machen sollte, dass Hong Kong Kino weit mehr ist als nur Jackie Chan. Genau wie man japanischen Anime nicht einfach als Zeichentrick abtun kann, so ist auch Martial Arts eher eine Ausdrucksform in asiatischen Filmen, die weit mehr als nur das Kämpfen beinhaltet.
Fist of Legend“ hier einzuordnen fällt mir recht schwer. Während das Original wohl eher ein Drama und ein klassischer Martial Arts Film (hier ist die Verallgemeinerung doch einmal angebracht) ist, rückt das Drama beim Remake etwas in den Hintergrund.
Zum Schluss möchte ich noch kurz erwähnen, dass ich die DVD mit meiner asiatischen VideoCD verglichen habe und festgestellt habe, dass die DVD die ungekürzte Fassung enthält. Die harten Kämpfe sind also vollständig zu bewundern. Die DVD enthält darüber hinaus teilweise eine neue Musikuntermalung (siehe Absatz zum Ton). Die VideoCD hat einen etwas schlichteren Titelvorspann und liegt außerdem im Zweikanalton (kantonesisch/mandarin) mit fest eingebrannten Untertiteln vor.
Bildqualität:
Das Bild ist zwar nicht anamorph, sieht aber ansonsten sehr gut aus. Mir sind weder Artefakte noch Rauschen aufgefallen und selbst die Schärfe ist auf gutem Niveau. Dies ist erwähnenswert, da dort die Filmlagerung nicht so gut ist. Hier hat man sehr gute Arbeit geleistet. Dass dies nicht selbstverständlich ist, beweisen viele schlechte DVDs asiatischer Filme.
Tonwertung:
Der Ton ist ebenfalls bemerkenswert. Zwar enthalten auch asiatische DVDs meist 5.1-Ton, was man dort zu hören bekommt, sind jedoch meist grausliche Upmixe, die in Wahrheit eher nach mono klingen, nur die vorderen Laufsprecher benutzen oder auf allen Kanälen dasselbe Signal bringen.
Hier hat man wunderbare Arbeit geleistet. Zwar ist der Originalton (kantonesisch) leider nicht vorhanden, sondern nur eine synchronisierte englische Tonspur, dennoch ist mir diese ausgesprochen positiv aufgefallen. Nicht nur die Sprecher wirken sehr professionell und passend (anscheinend wurden auch asiatische Sprecher verpflichtet), sondern auch die Score wurde aufgearbeitet. Wirkt die musikalische Begleitung im Original doch oft etwas pathetisch (z.B. das Gedudel beim Endkampf), so klingt die neue Score stilistisch sehr ähnlich, aber weitaus passender und professioneller.
Natürlich muss jeder selbst entscheiden, ob er das Fehlen des O-Tons verschmerzen kann (ich behalte aus diesem Grunde meine VideoCD), aber ich schaue normalerweise grundsätzlich im Originalton und hier hat mich die Synchro überhaupt nicht gestört.
Die Abmischung genügt ebenfalls modernen Standards. Es gibt zwar keine aufdringlichen Splitsurroundeffekte, aber die Score und die Umgebungsgeräusche klingen schön räumlich und die Dialoge sind sehr gut verständlich. Auch die Positionierung der Stereofront ist gelungen, mehr kann man sich für einen solchen Film kaum wünschen (außer dem O-Ton als Extra).
Bonusmaterial:
Im Auswahlmenü der DVD finden sich nur 3 Optionen: Filmstart, Kapitelmenü (Standbilder) und Untertitel. Extras gibt es überhaupt keine.
Gesamturteil:
Fist of Legend“ ist einer von Jet Lis besten Filmen und übertrifft meiner Meinung nach sogar das Bruce Lee Original in jeder Beziehung. Die vorliegende DVD hat zwar keine Extras, bietet den Film jedoch endlich uncut und in ansprechender Qualität bei Bild und Ton. Fazit: nicht nur für Fans ein Muss!
Diese Kritik wurde verfasst von Dirk Schönfuß.


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