Filmkritiken

Filme von Tommy Lee Wallace:

DVD-Kritik Vampires - Los muertos

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265 Kritiken online

Seit dem 21.12.2003
Hits

„Vampires - Los muertos“

 Filmkritik   DVD-Infos   Filmdaten   Lesermeinungen 

CONTRA: durchschnittlicher Vampirfilm mit heftigen Anleihen beim Original, aber ohne dessen Klasse
PRO: gute Bild- und Tonqualität
PRO: interessanter Audiokommentar von Tommy Lee Wallace
CONTRA: knappe Extras

Filmkritik:
Als John Carpenter 1999 seinen Film „Vampires“ in die Kinosbrachte, waren die Meinungen gespalten. Für die einen kehrte der Meister mit dem Film fast zu von Klassikern wie „Das Ding aus einer anderen Welt“ gewohnter Form zurück, für die anderen war der Film eher enttäuschend.
Interessant machte „John Carpenter’s Vampires“ vor allem die Mischung aus Vampirfilm und Westernromantik mit blutroten Sonnenuntergängen (pun intended) und einer genialen Gitarrenscore von Carpenter persönlich. Ein emotionsloser James Woods, dem wirklich nichts das fiese Grinsen aus dem Gesicht treiben konnte, einige wirklich heftige Effekte aus den bewährten Händen von KNB (u.a. „Armee der Finsternis“ und „From dusk till dawn“) und etliche neue Elemente zur Vampirkultur sorgten dafür, dass der Film sich aus der Masse herausheben konnte.

Als nun 2002 ein Direct-to-Video-Sequel erschien, noch dazu mit FSK16-Freigabe, standen die Zeichen nicht unbedingt gut; zeigt doch die Erfahrung, dass die meisten Sequels zu erfolgreichen Filmen, speziell im Horrorgenre, eher einfallslose Franchisingprodukte sind.
Hoffnung gab da lediglich Regisseur Tommy Lee Wallace, ein langjähriger Freund und Kollege von John Carpenter, welcher beispielsweise in seiner Stephen King-Verfilmung „Es“ Beachtliches leistete. Noch dazu ist der Film wie Teil 1 im Cinemascope-Format gedreht und nutzt dieses auch gut aus.

Doch zunächst etwas zur Handlung. Diese ist leider alles andere als originell und der Grund, warum der Film ganz einfach nicht die Klasse des Originals hat. Er kopiert die Handlung des ersten Teils nämlich nahezu vollständig. Vom Darstellerteam des Originalfilms ist jedoch niemand mehr dabei.
Der freiberufliche Vampirjäger Derek Bliss (Rock-Softie Jon Bon Jovi) reist auf der Jagd nach den Blutsaugern nach Mexiko. Dort erhält er einen Auftrag von einem mysteriösen Klienten. Zunächst muss er aber ein neues Team aufstellen. Die Auswahl ist nicht sehr groß, denn irgendjemand hat seine alten Kollegen bereits ausradiert. Zu guter letzt zieht er los mit einem kleinen Jungen, der mysteriösen Zoey, einem schießwütigen Vampirjäger und dem letzten Überlebenden eines Klosters, welches die Vampire ausradiert haben.
Die Parallelen zum ersten Teil sind unübersehbar. Wenn man nun noch dazusagt, dass es wieder um das schwarze Kreuz geht, welches es einem Vampir erlaubt, bei Tage zu existieren, dann gilt dies umso mehr. Dazu kommt, dass wiederum eine aus den Reihen der Vampirjäger in Kontakt mit den Vampiren steht. Schnell wird klar, dass es hier einfach keine echten Innovationen gegeben hat und es sich um einen bloßen Aufguss des ersten Teiles handelt.

Gerettet wird der Film noch halbwegs durch die gelungene Breitbildfotografie, die an den ersten Teil angelehnte Score und die schönen Locations im Herzen Mexikos. Wie der Titel des Filmes schon sagt, spielt die Handlung zur Zeit des mexikanischen Festes der Toten. Dies gibt dem Film die Möglichkeit zur Darstellungen der schönen Masken, die für diese Zeremonien verwendet werden. Auch die Bauten wie der Tunnel beim Showdown oder das Kloster, welches nur mit einem Boot zu erreichen ist, werten den Film durchaus auf.

Schauspielerische Höchstleistungen darf man aber nicht unbedingt erwarten. Fans von John Bon Jovi auf der einen und John Carpenter auf der anderen Seite, sind sicherlich nicht so einfach unter einen Hut zu bekommen. Das räumt der Regisseur gleich zu Beginn seines Audiokommentars selbst ein. Aber auch Arly Jover als weiblicher Bösewicht Una ist viel zu blass.

Doch erstaunlich ist dann angesichts der FSK16-Freigabe die gezeigte Gewalt. Echte Ekelszenen wie im ersten Teil bleiben zwar weitestgehend aus, aber auch hier gibt es brennende Körper, abgerissene Köpfe und jede Menge Holzpfähle und andere Geräte, die ihr Ziel finden. Dabei geht es jedoch nie so hart und abgebrüht zu wie im ersten Teil. Der Film bewegt sich eher in Richtung eines makaberen Humors, wenn etwa die Vampirjäger in einem Park voller Menschen einen Körper in der Mülltonne entsorgen und sich in völliger Ignoranz aller entsetzten Beobachter ganz locker über die Munition, die sie noch brauchen, unterhalten. Das ist jedoch ebenfalls ein gelungener Ansatz.
Bildqualität

Tonwertung

Bonusmaterial

DVD-Check:
Bild und Tonqualität des Filmes sind absolut top. Der 5.1-Surroundklang kann sowohl im Original als auch in der deutschen Fassung überzeugen und gibt sich sowohl bei der Anpassung der Stimmen an die Umgebung als auch bei den Surroundeffekten keine Blöße. Die beiden Tonspuren unterscheiden sich dabei nicht wesentlich.
Das Bild ist sehr kontrastreich mit natürlichen Farben und sehr geringem Rauschen. Der eingesetzte Rauschfilter macht sich nur selten bemerkbar. Die meiste Zeit über ist das Bild knackscharf. Trotz der Speicherplatzbeschränkungen einer Single-Layer-Disk leistet sich die Kompression keine Schwächen.
Bei den Extras bemerkt man allerdings deutlich, dass es sich um eine B-Produktion handelt. Lediglich ein Trailer und ein Audiokommentar des Regisseurs wurden für die DVD produziert.
Der Kommentar von Tommy Lee Wallace ist jedoch sehr interessant und kurzweilig vorgetragen. Erzählt er anfangs von den Umständen, die zur Produktion führten, so geht er im Laufe des Filmes auf viele Aspekte des Filmemachens und der Führung der Schauspieler bis hin zur Filmmusik ein. Zwischendurch lässt er sich immer wieder einmal, oft auch ganz spontan durch das Geschehen auf dem Bildschirm zu zum Geschehen passenden kleinen Anekdoten hinreißen. Am Ende hat man mit dem Kommentar fast das Gefühl, auf einmal einen besseren Film gesehen zu haben. Nun ja, …
Gesamturteil:
Alles in allem übertrifft der Film durch die professionelle Machart und die schönen Locations deutlich die Erwartungen, die ich ihm als Videodirektveröffentlichung und Fortsetzung zu einem Horrorhit entgegengebracht hatte, gibt es doch unzählige Negativbeispiele von „Wishmaster“ bis „Düstere Legenden“, dass diese Sequels meist so überflüssig sind wie ein Kropf. Vor allem die schwache Story und die B-Besetzung des Filmes sorgen jedoch dafür, dass er am Ende nicht mehr als Mittelmaß ist. Wem der erste Teil gefallen hat, der kann hier dennoch einen Blick riskieren.
Diese Kritik wurde verfasst von Dirk Schönfuß.


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