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Langkritik Die Spur des Falken

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„Die Spur des Falken“

 Filmkritik   DVD-Infos   Filmdaten   Lesermeinungen 

Filmkritik:
Die Spur des Falken“, oder „Der Malteser Falke“, ist bereits Bogarts 42. Film und entstand 1941, wenige Jahre vor „Casablanca“. Der Film gilt als der beste Detektivfilm aller Zeiten und als Beginn von Hollywoods schwarzer Serie, also als Prototyp des ‚Film noir‘. Als solcher ist er natürlich extrem sehenswert, denn das Schema ‚heruntergekommener Detektiv sitzt in seinem kleinen Büro mit vorgeschalteter Sekretärin und eine umwerfende Lady engagiert ihn und spielt ein falsches Spiel‘ wurde in den letzten 60 Jahren unzählige male mehr oder weniger gut verwurstet. Hier war es noch originell.
Ich möchte erst einmal vorausschicken, daß für mich der wahre Star des Film Peter Lorre ist, er stiehlt den anderen einfach in jeder Szene, in der er ist, die Show. Natürlich liefern auch alle anderen Beteiligten gute schauspielerische Leistungen ab (z.B. der Fat Man, exzellent). Erstaunlicherweise empfinde ich gerade die Figur des Hauptdarstellers ‚Sam Spade‘ Bogey als (nahezu einzige) Schwachstelle des Filmes. Er agiert routiniert und charismatisch, aber seine Figur ist einfach nicht richtig glaubwürdig. Sein Partner und Freund wird ermordet und ihn scheint das gar nicht persönlich zu berühren, was treibt diesen Menschen eigentlich an? Geld? Hmm, sieht am Ende des Filmes auch nicht so aus. Gerechtigkeitssinn? Etwas unglaubwürdig...
Alles beginnt wie gesagt damit, dass eine mysteriöse Frau (Mary Astor) den Privatdetektiv Sam Spade engagiert, ihr Schwester zu finden. Nach und nach entwickelt sich jedoch die Geschichte um eine mysteriöse Falkenstatue und alle Figuren, sowohl die Klientin als auch der seltsame Cairo (Peter Lorre, spielte u.a. in Fritz Langs „M“) und der mysteriöse Fat Man im Hintergrund scheinen ein falsches Spiel zu spielen. Dabei hat der Film viele Twists & Turns und schafft es Gott sei dank auch, alle vermeintlichen Plotholes zu schließen. Das Drehbuch ist wirklich exzellent. Auch das Ende ist erstaunlich Hollywood-untypisch und rettet das Film vor einem Verriss.
Supercoole, arrogante Männer mit typischem amerikanischen Machogehabe und Frauen, die meist nur attraktive Dekoration und dazu da sind, von den Männern geküßt zu werden, sind nicht jedermanns Sache. Dennoch muß man jeden Film vor dem Hintergrund der Zeit betrachten, in der er gedreht wurde. Das macht die Sache gerade erst interessant. Leider wirkt der Film in dieser Beziehung sehr isoliert, eine Studioproduktion eben, ganz im Gegensatz zu Meisterwerken wie „Der dritte Mann“, die an Originalschauplätzen (in diesem Falle das zerstörte und besetzte Wien) gedreht wurden.
Ich muß immer an die alten deutschen Filme denken, wo der Komissar zu einer umstellten Wohnung kommt, wo sich Gangster verschanzt haben und er kennt seine Pappenheimer und sagt ‚Och Jungens, nu macht doch mal kein‘ Quatsch...‘. Was hätte aus dem deutschen Film werden können, wenn nicht bei der Machtübernahme der Nazis alle großen Talente nach Amerika gegangen wären... Was dort dann wie am Fließband entstanden ist, hat einige Juwelen hervorgebracht, aber auch furchtbar viel Müll. Die Lücke, die Lang, Murnau, die Dietrich und viele andere mit ihrem Weggang in die deutsche Filmlandschaft gerissen haben, konnte bis heute nicht gefüllt werden.
Bildqualität:
Man muß bedenken, daß das Filmmaterial mittlerweile über 60 Jahre alt ist und unter dieser Voraussetzung ist das Bild durchaus passabel. Ab und zu gibt es Dropouts und Haare, die Schärfe ist nicht optimal, aber alles in allem kann man durchaus zufrieden sein.
Tonwertung:
Der Ton liegt in mono vor und wird im englischen von einer passenden Suspense-Musik untermalt. Die Dialogverständlichkeit geht gerade noch in Ordnung. Die deutsche Tonspur habe ich mir nur stichprobenartig angehört. Sie hat komischerweise eine vollkommen andere, absolut unpassende Dixieland-Musik. Keine Ahnung, was das soll. Die Dialoge haben hier auch eine vollkommen andere Klangcharakteristik. Dem Alter entsprechend kann man wohl zufrieden sein, denn eine Restaurierung der Filmscore wäre hier ohnehin nicht unbedingt notwendig gewesen. Der Film hätte nicht sehr davon profitiert, da er eher dialoglastig ist.
Bonusmaterial:
Die DVD bietet neben dem deutschen Ton auch die (absolut obligatorische) Originaltonversion, den Kinotrailer und eine Pseudodokumentation namens „Becoming attractions - The trailers of Humprey Bogart“. Diese ist zwar nicht sehr inhaltsreich und ist in keinem Falle ein Making Of, jedoch bietet sie einmal eine andere Art von Einblick in die Filmbranche, was man wirklich schätzen muß. Enthält z.B. „eXistenZ“ einen Beitrag über die Production Designerin, so wird hier die Kariere und vor allem das Image Humphrey Bogarts anhand der Trailer zu seinen Filmen nachvollzogen. Dies bietet durchaus interessante Einblicke und wird auch gut von einem Präsentator kommentiert.
Gesamturteil:
Der Malteser Falke“ ist ein Meilenstein, der Prototyp des ‚Film noir‘-Detektivfilms und natürlich ein Muß für Bogart-Fans. Die Handlung ist spannend, aber der Film ist nicht perfekt und reicht trotz allen Ruhmes nicht an Meisterwerke wie „Citizen Kane“ oder „Der dritte Mann“ heran. Die DVD ist für so einen alten Film recht solide, bietet den empfehlenswerten O-Ton und eine, für Nostalgiker sicher interessante, kommentierte Trailershow.
Diese Kritik wurde verfasst von Dirk Schönfuß.


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Maltese Falcon, The (1941)

Regie: John Huston
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